Mittelpunktfinder (MPF)

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Immer wieder mal ist es nötig, den exaktren Mittelpunkt einer Scheibe oder eines Rundstabes zu bestimmen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten, nicht alle davon sind (vor allem bei Rundstäben) praktikabel.

Hier zeige ich euch ein schnell gemachtes Helferlein, welches diese Aufgabe einfach und schnell löst.

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Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • 1 x Reststück, 6mm Dicke | Sperrholz (je nach Vorlagengröße)
  • 1 x Rundstab (oder 2 Dübel) | Buche (20x6mm)
  • etwas x Holzleim und Holzwachs

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorlage

Mittels Corel Draw habe ich mir eine passende Vorlage gezeichnet.
Die von mir gewählte Größe deckt runde Werkstücke mit Durchmessern von 25 bis 260 mm ab.


Die Form selbst ist im Prinzip ziemlich frei gestaltbar. Wichtig ist nur, dass die Anrisslinie exakt mittig der den beiden Dübeln liegt!

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Bohren, sägen und schleifen

Das Teil selbst ist schnell gemacht.
Zuerst die beiden Bohrungen für die Rundstäbe setzen (Bild 1). Danach mit der Dekupiersäge aussägen (Bilder 2+3).

Die Außenkontur selbst muss nicht exakt gesägt sein. Sie wird mit dem Teller-/Bandschleifer auf die gewünschte Form gebracht. Die Anrisskante (= die lange Gerade) muss aber vollkommen gerade gesägt werden!
Wenn du dir das mit der Dekupiersäge nicht zutraust, geht es auch mit der Bandsäge und einem Anschlag. Zuerst einen geraden Einschnitt machen und dann die Außenkontur sägen.

Abschließend werden die Flächen und die Außenkante geglättet (Bild 4) - die Anrisskante bleibt (noch) unberührt!

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Anschlagstäbe

Von einem 6 mm-Buchenrundstab werden zwei etwa 20 mm lange Stücke abgetrennt. Diese werden mit etwas Leim in die Löcher gesetzt und ausgerichtet.

Den Leim trocknen lassen, und ev. ausgetretenen Leim entfernen.

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Verwendung

Der MPF wird so auf die Scheibe gesetzt, dass diese an beiden Rundstäben anliegt. Nun wird eine Linie gezogen, der MPF ein Stück verschoben (darauf achten, dass die Scheibe wieder anliegt!) und eine weitere Linie gezogen. Das ganze machen wir noch ein drittes Mal (Bild 1).

Wenn alles passt, kreuzen sich diese drei Linien (es können auch mehr sein) in einem Punkt (Bilder 2+3).

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Anpassungen

Wie schon erwähnt, müssen mind. drei sich kreuzende Linien gezogen werden, da sonst keine Mitte festgelegt werden kann.

Ein erster Test hat gezeigt, dass es eine leichte Abweichung gab. Nach kurzem Überlegen war mir auch klar warum:
Die Anrisslinie ist exakt mittig zwischen den Anschlagstäben. Die gezeichnete Linie liegt aber etwas daneben, da die Linie ja minimal rechts neben der Anrisskante gezogen wird.

Ich habe also in mehreren Schritten die Anrisskante hauchdünn abgeschliffen. Dazwischen immer wieder getestet, bis die dritte Linie sich exakt mit den beiden ersten kreuzte. Zur Sicherheit noch ein paar Linien dazu markiert, die sich alle ebenfalls an derselben Stelle kreuzten. So muss das sein, dann passt es auch mit nachträglichen Mittelbohrungen.

Amerkung:
Da ich bei solchen Markierungen immer denselben 0,7mm Druckbleistift verwende, passt die Markierung auch immer. Ich weiß nicht, ob das bei selbst angespitzten Bleistiften auch so ist!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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