Ladegerät für PKW Batterien

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Kalt ist es geworden, in Holzwerkstatt gefriert mir der Atem.
Also ab in die warme auch heiß geliebte Funkwerkstatt.
Ladegeräte mit den verschiedensten Aufgaben besitze ich.

Beim Probestart des Notstromaggregates sprang es auf dem letzten Pfiff an.
Die Gelbatterie wird zwar während des Betriebes geladen.

Doch bei so kurzen Laufzeiten und dann noch die Kälte, das war es.

In der Grabbelkiste fand ich einen kräftigen Transformator primär 230 V ~ und sekundär 12 und 6 V 4 A ~.
Ein Probeaufbau und das Einspeisen mit 230 V über den Trennregeltrafo brachte bei Belastung mit einer 55 VA 12 V Halogenlampe tolle Erfolge.

6 V braucht man fast nicht, aber in der Grabbelkiste fand ich einen passenden Umschalter.
Ich habe ihn klassisch beschalten in der Mitte 0, unten 12 V - oben 6 V -

Ein passender Gleichrichter trieb sich auch noch herum, samt einem Elko mit
470 µF 25 V gab es auch noch.
In einer der Ordnungskisten aus meinem Wettbewerbsprospekt fand ich noch 2 Laborbuchsen. + rot und - schwarz, ist klar.

Das Gehäuse eines gestorbenen PC Netzteiles samt der Kaltgerätebuchse und Schalter wurde für das neue Ladegerät favorisiert.

Um auch den Ladestrom zu kontrollieren brauchte ich ein Einbauamperemeter, leider war keines mit einem Messbereich von 1 - 10 A - zur Hand.
Aber eines mit kaputtem Messwerk, ich schmeiße ja nichts weg, hatte einen passenden Vorwiderstand Shunt], den frickelte ich an das Einbauamperemeter und schon passte es.

Paar Messstrippen mit dicken Zangen, schon war ich fertig.

Ein wenig beschriften und nun steht dem Laden der Gelbatterie vom Notstromer nichts mehr im Wege.

P.S. Wichtiger Hinweis, den 230 V Anschluss, Netzschalter doppelpolig, die Sicherung und die Kaltgerätebuchse übernahm komplett vom Netzteil.
Beim Bau oder Umbau unbedingt die VDE 0100 beachten und immer alles ausschalten.
Wer sich nicht ganz sicher ist, kennt bestimmt einen versierten hilfreichen Elektriker.


Zur Ladekennlinie
Der Siliziumgleichrichter mit dem Siebelko lädt die Batterien nach der Widerstandskennlinie.

Der Ladevorgang richtet sich nach dem inneren Widerstand der Batterie.

Bei einer leeren Batterie beginnt der Ladevorgang mit einem kurzzeitig hohen Ladestrom. Rasch steigt Batteriespannung an und der Ladestrom sinkt..

Ein sogenanntes W-Kennlinien-Ladegerät sollte beim Erreichen der Gasungsspannung abschalten.

Darauf habe ich verzichtet und weiß in etwa wann die Ladezeit ausreichend war und schalte selber ab.
Denn ich besitze noch Ladegeräte die recht komfortabel laden, aber logistisch nicht immer bewegt werden können.

Hilfreich dafür ist das Amperemeter, wenn man mal eineWeile zuschaut, kann man das auch ablesen.

Die Batterie hat jetzt einen Füllgrad von etwa ca. 75-80%.

Bei Bleiakkumulatoren könnte jetzt Trockengasen und die Gelbatterien auch Schaden nehmen.

Wenn es mich rafft werde ich dem Teil noch so einen Abschalter gönnen.

Das Ladegerät hat unserem Malerfreund gut geholfen, ich schenkte es ihm.
Als Ersatz baute ich ein neues mit Teilen aus dem Fundus.

 

Du brauchst

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Werkzeuge
  • IXO  - Schrauber (Akku)
  • Lötkolben
  • Schraubenzieher
  • Seitenschneider
  • Zangenset (Seitenschneider, Kombizange, Spitzzange, Abisolierzange)
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Materialliste
  • 1 x Transformator (Primär 230 V, Sek. 12 - 6 V )
  • 1 x Gleichrichter (12 V 5 a)
  • 1 x Elektrolytkondensator (470 µF 25 V)
  • 2 x Laborbuchsen
  • 1 x PC Netzteilgehäuse leer
  • 1 x Einbauamperemeter (10 A)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Einbau des Transformator

Als erstes befestigte ich den Trafo im Gehäuse, einfach mit Kabelbindern am Gehäuse festgezogen.
Er hatte keine Bohrungen im Blechkern und so unterließ ich es auch da zu bohren.

Jetzt baute ich den Umschalter ein und zog einen Winkel ein, welcher das Gehäuse oberhalb verstärkt und den Gleichrichter aufnimmt.

Der Elektroanschluss des Trafo erfolgte an die vom Hersteller eingebauten Peripherie, wie Doppelpoliger Ausschalter, Sicherung und Kaltgerätesteckdose.
Damit ist die Gefährdung schon einmal genommen.
Am Ausgang des Ladegerätes zeigt eine grüne LED den Betriebszustand an.

Die Laborbuchsen + rot und - schwarz wurden kräftig angezogen und pferdsch.

Auf dem letzten Bild ist eine Halogenlampe zum Test angeschlossen, 5 A fließen, haut schwer hin.




Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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