Kratzbaum

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Da unser alter Kratzbaum aus dem Zoohandel nach ca. 3 Jahren den Geist aufgegeben hat, haben wir uns entschlossen selbst einen neuen zu bauen.
Die Grundfläche beträgt 70 x 50 cm, der Baum ist insgesamt etwa 1,56 m hoch.

Bei Bedarf kann ich gerne eine Liste mit Bezugsquellen für den Bezugsstoff, das Seil und die verwendeten Schaumstoffplatten zusenden.

Leider gibt es keine Fotos von der Entstehung des Baums, ich habe aber einige Zeichnungen angefügt. Falls jemand noch ein Detail vermisst, kann ich das gerne nachliefern.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Akku-Schrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Oberfräse
  • Tacker
  • Holzbohrer, lang, 6 mm
  • Holzbohrer, lang, 10 mm
  • Hammer
  • Holzbohrer, 8 mm
  • Dübellehre
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Materialliste
  • 1 x Bodenplatte | Spanplatte (700 x 500 x 19 mm)
  • 3 x Zwischenebene | Spanplatte (350 x 250 x 19mm)
  • 2 x Haus - Deckel und Boden | Spanplatte (500 x 350 x 19 mm)
  • 2 x Haus - Kurze Seiten | Spanplatte (350 x 312 x 19 mm)
  • 2 x Haus - Lange Seiten | Spanplatte (462 x 312 x 19 mm)
  • 1 x Rundholz, unbehandelt | Holz (Durchmesser 70 mm, Höhe 650 mm)
  • 1 x Rundholz, unbehandelt | Holz (Durchmesser 70 mm, Höhe 981 mm)
  • 2 x Rundholz, unbehandelt | Holz (Durchmesser 70 mm, Höhe 500 mm)
  • 12 x Konstruktionsschrauben (8,0 x 160)
  • Schrauben (5,0 x 20)
  • Schrauben (5,0 x 35)
  • 18 x Metallwinkel (Schenkellänge: 40 mm, Breite: 15 mm)
  • 3 x Stahlstange | Stahl (Durchmesser 10 mm, Länge 22 cm)
  • Bezugsstoff (1,5 x 2,0 m)
  • Holzleim
  • Dose Sprühkleber
  • Holzdübel | Holz (8 mm)
  • Sisal-Seil | Sisal (Durchmesser 10 mm, Länge ca. 75 - 80 m)
  • 2 x Schaumstoffmatten | Schaumstoff (700 x 500 x 20 mm)
  • 2 x Schaumstoffmatten | Schaumstoff (350 x 250 x 20 mm)
  • 1 x Schaumstoffmatte | Schaumstoff (460 x 330 x 20 mm)
  • Tackerklammern

Los geht's - Schritt für Schritt

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Den Baum beziehen

Fast fertig - jetzt muss der Baum "nur noch" bezogen werden. Die Teile aus dem Schnittmuster in Schritt 5 sind so bemessen, dass sie bequem an den Unterseiten getackert werden können. Unbedingt einen Elektro-Tacker verwenden (Hinweis: falls jemand, wie ich, den Akku-Tacker von Bosch verwendet, vorher einen zweiten Akku besorgen oder längere Pausen einplanen...).
Beim Haus die kurzen Seiten etwas über die Kanten ziehen und fest tackern. Die langen Seiten flächig kleben (vorsicht mit dem Sprühkleber - keine "sichtbaren" Teile besprühen).
Tür und Loch im Deckel "freilegen", hier aber ein paar cm stehen lassen und nach innen legen, tackern (ein zweites Paar Hände ist hier durchaus hilfreich).
Den Stoff für das Kissen im Haus um die Schaumstoffplatte schlagen und auf der Unterseite verkleben. Ecken auf Gehrung schneiden, damit eine möglichst plane Unterseite ensteht. Diese anschließend komplett mit Sprühkleber einsprühen und ins Haus kleben. Das Stück, das jetzt aus der Türöffnung hängt (zumindest sollte es das *g*) an der Unterseite tackern.
Zum Schluss die Unterseiten flächig verkleben. Je nach Dicke des verwendeten Stoffs können hierbei an den Rändern sichtbare Wülste entstehen, wen das stört, die Unterseiten ggf. mit Polsterwatte ausgleichen.

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Rundhölzer umwickeln

Endspurt - der letzte Schritt, das Umwickeln der Rundhölzer mit Sisal. Zugegeben, es wäre einfacher gewesen, die Hölzer einzeln zu umwickeln, allerdings habe ich keine Möglichkeit gefunden die, so wie jetzt, alle Verbindungen zu verstecken. Zu zweit ist das aber eigentlich auch so kein großer Akt.
Die benötigten Seile auf Länge schneiden, die Enden mit Klebeband umwickeln. Bei meiner Rundholz/Sisal-Kombination werden etwa folgende Längen benötigt:

  1. 2 x 15 m für die Rundhölzer zwischen Bodenplatte und 1. Ebene und zwischen 2. und 3. Ebene
  2. 1 x 19 m für das Rundholz zwischen Bodenplatte und Haus
  3. 1 x 28 m für das Runholz zwischen Bodenplatte und 2. Ebene
Wer andere Maße verwendet, kann den Bedarf mit folgender Formel berechnen: [Höhe der Stange] / [Durchmesser Seil] * ([Durchmesser Rundholz] + 2 * [Durchmesser Seil]) * 3,14

Unten anfangen zu wickeln. Das Ende mit einem Stahlstift am Holz fixieren. Alle paar Umrundungen mit einem Hammer rundherum nach unten klopfen, damit keine Zwischenräume zwischen den Wicklungen entstehen. Oben angekommen, ggf. überschüssiges Seil abschneiden, das "neue" Ende wieder mit Klebeband umkleben (transparentes Klebeband bietet sich hier an), das Ende wiederum mit einem Stahlstift am Holz fixieren.
Insgesamt darauf achten, beim Umwickeln der Drehung des Seils zu folgen, da es sich sonst "verdreht".
Wenn alle Rundhölzer umwickelt sind, ist der Baum fertig :)

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Das Haus

Seitenteile zusammen stellen und markieren. Die Teile für das Haus sind so bemessen, dass die langen Seiten zwischen den kurzen Seiten positioniert werden.
Auf einer langen Seite den Ausschnitt für die Tür aufzeichnen. Nicht zu nah an der Kante zeichnen und ausreichend Platz für die Dübelbohrungen lassen.
Mit der Dübellehre die Dübellöcher bohren (Tiefenstopp verwenden - wir wollen ja nicht durchbohren :) ). Ich habe jew. zwei Dübel pro Verbindung verwendet.
Wenn alle Löcher gebohrt sind, Holzdübel rein und probestecken. Wenn alles passt, die verbundenen Seitenteile auf die Bodenplatte stellen und Deckel auflegen. Markieren. Seitenteile wieder voneinander lösen und Dübellöcher für die Verbindungen mit Deckel und Boden bohren. Bei den kurzen Seiten habe ich jew. zwei, bei den langen drei Dübel verwendet. Verbindung testen, aber noch nicht kleben!
Jetzt mit der Stichsäge die Ausschnitte für die Tür und das Loch im Deckel sägen. Wer, wie ich, das Eintauchen mit der Stichsäge nicht beherrscht, ist gut beraten für das Loch im Deckel ein Loch für das Sägeblatt zu bohren.

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Vorbereitung der Rundhölzer

Als nächstes werden die Verbindungen zwischen den Rundhölzern und Ebenen vorbereitet. Zunächst bei allen vier Rundhölzern an den Enden jew. zwei gegenübeliegende Ausschnitte zur Aufnahme der Winkel fräsen (vgl. Abb. 1 und 2). Ich habe die Ausschnitte ein paar Milimeter größer gemacht als notwendig, dadurch hat man etwas mehr Spiel zum ausgleichen. Was die Tiefe angeht - hier kommt es auf die Stärke der Winkel sowie der Schraubenköpfe an. Ich habe die Ausschnitte so tief gemacht, dass die Schrauben nicht vorstehen.
Insgesamt ist das Fräsen nicht notwendig, allerdings entstehen sonst "Beulen" in den Säulen wenn sie später mit Sisal-Seil umwickelt werden.
Alternativ zur Oberfräse kann man natürlich auch ein Stemmeisen oder einen Stechbeitel verwenden.

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Die Verbindungen zwischen Ebenen und Rundhölzern

Wenn alle Rundhölzer gefräst sind, ist es Zeit die passenen "Gegenstücke" auf den Platten anzubringen. Dazu als Erstes die Position der Rundhölzer markieren: Ausgehend vom Mittelpunkt wahlweise mit einem Zirkel einen Kreis (mit dem gleichen Radius wie die Rundhölzer haben) um den Mittelpunkt schlagen oder aber um den Mittelpunkt ein Quadrat mit Kantenlänge = Rundholz-Durchmesser zeichnen (vgl. Abb. 1).
Das jew. Rundholz auf der Platte positionieren und die Position der gefrästen Ausschnitte übertragen (s. rote Markierung auf Abb. 2).
Rundholz zur Seite legen und auch die Platten zur Aufnahme der Winkel fräsen. Hier allerdings nicht so tief, sonst stoßen später die Schrauben durch.
Zum Schluss auch noch zwei Aussparungen für die Winkel zur Verbindung der mittleren Ebene und dem Haus fräsen.

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Die Sache mit der Statik...

Die Winkelverbindungen mögen ausreichend sein, solange die Katzen noch klein sind - einer ausgewachsenen Katze in Aktion werden sie aber nicht lange standhalten.
Deshalb werden die Platten-/Rundholz-Verbindungen noch mit den 8,0x160 Konstruktionsschrauben verstärkt.
Die Position des Rundholzes auf die Oberseite der Platte übertragen und anschließend Platte und Rundholz mit den Winkeln verbinden. Position der Löcher markieren (Verlauf der Winkel-Schrauben im Rundholz beachten!) und mit dem langen 6mm-Bohrer ausreichend tief vorbohren. Schraubenköpfe versenken (habe mangels eines passenden Bohrers ein Stemmeisen verwendet - tut's auch).
Einzige Ausnahme hier ist die mittlere Ebene, da hier sowohl oben als auch unten ein Rundholz befestigt werden muss. Statt der Schrauben habe ich hier drei Stahlstangen mit 10mm Durchmesser verwendet, die den beiden Rundhölzern ausreichend Stabilität geben. Beim Bohren muss hier äußerst präzise gearbeitet werden, sonst lassen sich die Teile nachher nicht richtig zusammen stecken. Nach Möglichkeit einen Bohrständer verwenden.
Ich selbst habe hier den "Fehler" gemacht, zwischen den Bohrungen in den beiden Rundhölzern in den Urlaub zu fahren... Holz arbeitet, und die ursprünglich sehr geraden Stangen standen nach dem Urlaub in Winkeln aus dem Rundholz, die mit 90° so gar nichts mehr zu tun hatten.
Hinweis: Wenn die Rundhölzer erst mal auf die Stahlstangen gesteckt (oder besser: gehämmert) wurden, ist das eine nahezu unlösliche Verbindung...

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Bezugstoff zurechtschneiden

Jetzt sollte der Stoff zum beziehen des Baums zugeschnitten werden, da einige Teile bereits beim Zusammenbau benötigt werden. Bild 1 zeigt das Schnittmuster, das ich dafür verwendet habe. Damit passen alle Teile auf 1,5 x 2 m; die Bodenplatte unten links auf der Abbildung ist dabei in einer Ecke des Stoffs. Zu beachten ist hierbei, dass der graue Bereich nur entlang der äußeren Linien geschnitten werden darf; damit wird der größte Teil des Hauses sowie die mittlere Zwischenebene bezogen.
In alle Unterteile und die Oberseite der Bodenplatte an der Position der Rundhölzer ein Loch mit ca. 4-5 cm Durchmesser schneiden. Das Loch ist etwas kleiner als eigentlich benötigt, damit der Stoff später gut anliegt.
Mit den Schaumstoffplatten, die um ein Rundholz herum liegen genauso verfahren. Die Schaumstoffplatte für die mittlere Ebene zurechtschneiden.
Die Schaumstoffplatte "im Haus" so schneiden, dass der (Boden-) Bereich der Tür gefüllt ist.

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Alle Teile verbinden

Jetzt kann der Baum komplett zusammengesetzt werden. Hausteile verkleben, mit Zwingen fixieren (nach Möglichkeit auch ein oder zwei Zwingen in die Türöffnung spannen).
Die Stoffteile für die Unterseiten und die Bodenplatte sowie die jew. Schaumstoffplatten über die jew. Rundhölzer schieben.
Alle Schraubverbindungen verschrauben. Falls der Kratzbaum später in einem anderen Raum als der Werkstatt stehen soll, bietet es sich an die Einzelteile bereits dort zu verschrauben, da der fertige Baum a) sperrig und b) nicht ganz leicht ist :)


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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