Kleinteile - Aufbewahrungs - System

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    30 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Seit geraumer Zeit habe ich vor, meine Werkstatt umzukrempeln und auch umzubauen. Nicht nur, daß „werkstattfremde“ Teile wie PKW – Reifen, dort deponiert werden, sondern auch an den Wänden und in den Schränken, die aus ausrangierten Küchen stammen, herrscht Chaos. So wurden im Laufe der Jahren Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben, Nägel usw. in Schraubgläsern und Schachteln untergebracht und in Regalen und in Schränken eingeräumt. Ein neues Aufbewahrungs-System für Kleinteile mußte dringend her. Wenn ich mir aber die Preise im Baumarkt anschaue, wird mir schlecht. Nach Alternativen habe ich lange gesucht und ich wurde bei der amerikanischen Zeitschrift ShopNotes Heft 2, Seiten 16 bis 21 fündig. Dort wurde ein System vorgestellt, welches leicht nachzubauen ist. Die mit einem Falz versehenen Leisten werden an der Wand befestigt und die „Kisten“ werden dann einfach „eingehängt“. Ich habe für dieses Projekt wieder mal meine Holz-Reste zusammengekramt und verarbeitet. Deshalb auch die unterschiedlichen Holzarten und Maße. Ich kann daher nur den ungefähren Preis angeben. Die einzige „Neuanschaffung“ waren die „Aufhängeleisten“.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Akku-Schrauber
  • Bleistift
  • Lineal
  • Geodreieck
  • Zollstock
  • Winke
  • Einstellwinkel
  • Puksäge mit Holzsägeblat
  • Stemmeisen
  • Großer Hammer
  • Raspel
  • Feile
  • Kleiner Hammer
  • Schleifpapier 80, 120 und 180er Korn
  • Wasserwaage
  • Pinsel
  • Spax-Bit
  • Update: Ich habe in der Material-Liste bei den ersten Kästen die Vorderteile vergessen. Also 30 x Vorderteile, Tischlerplatte 19 mm, 100 x 50 mm
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Materialliste
  • für x 30 Stück | kleine (flache Kistchen)
  • 30 x Seitenteile | Sperrholz 4 mm (135 x 95 mm)
  • 30 x Rückwände | Sperrholz 9 mm (115 x 92 mm)
  • 30 x Bodenteile | Sperrholz 9 mm (95 x 92 mm)
  • für x 5 Stück | kleine, 3 fachbreite ( Kistchen:)
  • 5 x Seitenteile | Sperrholz 4 mm (135 x 95 mm)
  • 5 x Rückwände | Sperrholz 9 mm (292 x 115 mm )
  • 5 x Bodenteile | Sperrholz 9 mm (292 x 95 mm)
  • 5 x Vorderteile | Tischlerplatte 19 mm (300 x 50 mm )
  • für x 30 Stück | größere (Kistchen:)
  • 30 x Seitenteile | Sperrholz 4 mm (210 x 200 mm)
  • 30 x Rückwände | Sperrholz 9 mm (115 x 92 mm)
  • 30 x Bodenteile | Sperrholz 9 mm (200 x 92 mm )
  • 30 x Vorderteile | Tischlerplatte 19 mm (100 x 76 mm )
  • für x 5 Stück | große, 3fachbreite (Kistchen:)
  • 5 x Seitenteile | Sperrholz 4 mm (210 x 200 mm)
  • 5 x Rückwände | Sperrholz 9 mm (292 x 115 mm )
  • 5 x Bodenteile | Sperrholz 9 mm (292 x 200 mm )
  • 5 x Vorderteile | Tischlerplatte 19 mm (300 x 76 mm)
  • 1 x Holzleim | flüssig (wasserfest)
  • 4 x Päckchen | kleine Nägel (0,9 x 13 mm)
  • 2 x Farblasur auf Wasserbasis | Lasur (jeweils 1 Liter)
  • für x die | Aufhänge- (Leisten)
  • 14 x gehobelte Fichten | Leisten (34 x 34 mm x 1000 mm)
  • 42 x Schrauben, Spax | Metall (5 x 60 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Vorarbeit

Um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich mir als Erstes eine Zeichnung im Maßstab 1:1 angefertigt, in die ich die von inch auf mm umgerechneten Maße eintrug. 

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Das Vorbild

....aus ShopNotes Heft 2, Seiten 16 bis 21...

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die Seitenteile - die Vorarbeit

Zunächst habe ich mit der Handkreissäge und der Anschlagsleiste aus einer 4mm starken Sperrholzplatte Streifen von 95 mm Breite geschnitten. Anschließend wurde der Längsanschlag der Tischkreissäge auf 135 mm eingestellt und die Streifen entsprechend geschnitten.

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die Seitenteile - weiter geht`s

Jetzt kam eine kniffliche Sache dran: der Queranschlag wurde auf 10° eingestellt. Da der Anschlag nicht genau einstellbar war, folgten Probeschnitte, die mit einem einstellbaren Winkel kontrolliert wurden. Damit die Schrägen der Seitenteile ordentlich gesägt werden konnten, fertigte ich mir ein Hilfsmittel an. Eine Leiste 46 x 24 x 400 mm erhielt eine Ausparung von 4mm Tiefe und 60 x 46 mm Fläche. Diese erstellte ich mit der Puk-Säge mit vielen Einschnitten und stemmte dann mit Stemmeisen und Hammer aus. Den Rest übernahmen Raspel und Feile.

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die Seitenteile - Einstellungssache

Die Leiste klemmte ich an den Queranschlag so, daß der Schnitt genau auf der markierten Linie erfolgte.

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die Seitenteile - der erste Teil ist fertig

Den Stapel Brettchen 135 x 95 mm sägte ich so erst mal durch, dann drehte ich die Brettchen um, daß der größere Teil links war und sägte dann die andere Schräge. Es bleibt ein schmaler Rest Holz übrig, den ich fortwarf.

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die Seitenteile - fertig

Die Maße der Seitenteile sind nun hinten 68 mm, unten 95 mm und vorne 50 mm. Der Vorteil bei dieser Arbeitsweise ist der, daß jedes nicht jedes Brettchen angezeichnet werden muß und alle Seitenteile gleich groß ausfallen. Außerdem eine enorme Zeitersparnis. Für 30 kleine Behälter habe ich die Teile zugeschnitten und mit 120er Korn verschliffen.

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die Rückseiten und die Bodenplatten

Anschließend folgten aus 9 mm Sperrholz die Rückseiten 115 x 92 mm und die Bodenteile 95 x 92 mm. Auch sie wurden verschliffen.

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die Vorderplatte

Danach kamen die Vorderteile dran. Sie entstanden aus 19 mm starke Tischlerplatten. Ich stellte den Längsanschlag der Tischkreissäge auf 50 mm ein und schnitt die Streifen zu. Danach folgte für die Bodenplatte ein Falz von 12 x 9 mm. Diese Fräsung machte ich in mehreren Durchgängen auf meiner Tischfräse. Dann schnitt ich 100 mm breite Teile mit der Tischkreissäge ab. Es folgten Falz-Fräsungen für die Seitenteile 12 x 4 mm. Die Fräsungen waren leider nicht so sauber ausgefallen, wie sie eigentlich sein sollten. Ich verwendete einen Billig-Fräser, für die nächsten Projekte werde ich mir hochwertige Fräser kaufen...

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der Zusammenbau - Trockenmontage

Hier habe ich die Teile erst mal ohne Leim und Nägel zusammengestellt um zu kontrollieren ob alles paßt.

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der Zusammenbau - jetzt wird ernst

Um die Teile so einfach wie möglich zusammenzuschustern, machte ich mir ein Montagebrett. Dort brachte ich verschiedene Leisten mit Nägeln und Schrauben auf. Dann konnte das erste Kästchen zusammengebaut werden. Hierfür verwendete ich Holzleim und kleine Nägelchen 0,9 x 12 mm.

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das erste Kästchen und die restlichen

Nach Begutachtung folgten die restlichen 29 Stück.

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die Hängeleisten - die Vorbereitung

Nachdem ich die kleinen Kästchen fertig hatte, folgte die Vorbereitung für Montage der Hängeleisten.

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die Hängeleisten - Bearbeitung und Montage

Ich besorgte mir 5 gehobelte Leisten 34 x 34 x 3000 mm, die ich 1000 mm-weise mit der Stichsäge durchgeschnitten habe. Insgesamt habe ich 14 Stück Leisten gebraucht, bei 12 Stück fräste ich eine Falz von 12 x 12 mm. Die jeweils Unteren brauchen ja kein Falz, hier liegen die Kisten nur auf. Die Leisten wurden jeweils 3 Löcher mit einem 5er Holzbohrer durchbohrt. Anschließend habe ich sie im Abstand Oberkante-Oberkante 150 mm mit Spaxschrauben 5 x 60 mm an die Wand geschraubt. Für eine genaue waagrechte Ausrichtung sorgte eine Wasserwaage.

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die Hängeleisten - Anprobe

Hier habe ich die Kästen mal probehalber reingehängt

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die Kästchen - die Breiten kommen

Dann hatte ich 5 Kästen mit der dreifachen Breite hergestellt. Die Maße der einzelnen Teile sind: Rückseite 292 x 115 mm, Boden 292 x 95 mm und Vorderteil 300 x 50 mm. Die Seitenteile bleiben ja im Maß.

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die tiefen Kästen

Anschließend fertigte ich nach dem gleichen Strickmuster 29 Kästen mit 207 mm Tiefe und 100 mm Breite. Ich habe zwar in der Stückliste Material für 30 Stück angegeben, aber ein Kistchen blieb auf der Strecke.. Die Maße: Rückseite 92 x 115 mm, Boden: 92 x 200 mm, Vorderteil 100 x 76 mm. Die Seitenteile entstanden aus 4mm Sperrholzbrettchen 210 x 200, die ich, wie weiter oben beschrieben, mit Hilfe von Queranschlag und Hilfsleiste mit der Tischkreissäge durchtrennt habe.

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die breiten tiefen

Dann hatte ich 5 Kästen 300 mm Breite hergestellt. Die Maße der einzelnen Teile sind: Rückseite 292 x 115 mm, Boden 292 x 200 mm und Vorderteil 300 x 76 mm.

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die Fertigstellung des Systems

Anschließend folgte der Feinschliff der einzelnen Kästen. Um die Kästen vor gewisse Feuchtigkeit, die immer in der Werkstatt herrscht, zu schützen, trug ich eine zweifarbige Lasur auf. Was noch fehlt, ist eine Beschreibung des Inhaltes der Kistchen in Form von einer Profilleiste oder Ähnlichem mit dünnem Karton. Hierfür habe ich bislang noch nichts passendes gefunden.  


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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