Klebebandabroller für die Werkstatt

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Ordnung in der Werkstatt ist ja immer wieder ein Thema. Und natürlich auch Platz. Die Schränke sind voll und wo soll man nur hin mit weiterem Material? Und jetzt hat mich das Endlich-mal-wieder-Aufräumfieber gepackt ...


In einer Schublade liegen massenweise Klebebänder herum. Und wenn man eines rasch braucht, geht die Sucherei los und man braucht Schere oder Cuttermesser. Wirklich ärgerlich ist dann die Suche nach dem Anfang der Rollen. Schluss damit, jetzt wird aufgeräumt. Oder nein! Ich brauche einen Abroller - aber für viele Sorten. Restholz ist genug da und eine French Cleat-Schiene hängt schon an der Wand. Also los geht's ...

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Tischkreissäge
  • Tischbohrmaschine
  • Rundfeile
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • Multiplex-Reststücke
  • Buchenrundholz
  • Abflussrohrstück
  • ein paar Schrauben
  • Leim

Los geht's - Schritt für Schritt

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Abflussrohr als Welle

Die Klebebandrollen sollen in einem Halter untergebracht werden. Dazu braucht es natürlich auch eine Art Welle auf der die Rollen aufgeschoben sind und sich darauf bewegen können. Eine solche Welle ist rasch gefunden: 


Ein Abflussrohr aus Kunststoff hat den idealen Durchmesser. 

Interessant, alle Klebebandrollen haben den gleichen Innendurchmesser. Gibt es hierzu vielleicht eine Norm? Offenbar. 

Also mal alle Rollen, die ich in der Werkstatt so verwende aufgereiht: 
Panzerklebeband grau und schwarz, Paketband, Malerkrepp und doppelseitiges Klebeband. 

Wozu braucht man das? Das Pamzerklebeband wenn man z.B. Müllsäcke fest zukleben möchte, Paketband als Splitterschutz für die TKS oder zum Abdecken beim Verleimen. Malerkrepp verwende ich gerne um Holzzuschnitte zu beschriften oder zum Anzeichnen des Sägeschnitts. Doppelseitiges Klebeband ist beim Kopier-Fräsen ganz hilfreich. Irgendwie kann man immer alles irgendwann brauchen ...

Also Abflussrohr passend bestücken, anzeichnen der Länge und passend zusägen.

Hierzu verwendet man am besten eine Metall-Bügelsäge. Mit Cuttermesser Grat entfernen und mit etwas Schleifpapier säubern. 

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Eine Welle für die Welle

Eine Aufnahme für die Rollen haben wir nun schon. Aber diese soll ja nun auch noch irgendwie aufgehängt werden. Also braucht es eine kleine Welle in der großen.


Sperrholz zusägen und einpassen - Welle einbauen

Leider habe ich keinen so großen Lochbohrer. Also ausmessen, mit dem Zirkel anzeichnen und mit der Stichsäge kreisrund aussägen. Es passt mit minimalem Druck. Prima! Jetzt in die Mitte noch ein Loch. 16er Bohrer für ein 16er Buche-Rundholz. Geschickt: Vom Zirkel sieht man noch die Einstichstelle. Mit Holzbohrer und Zentrierspitze wird das Loch perfekt in der Mitte. 

Damit die Sperrhölzer an ihrem Platz an den beiden Enden des Abflussrohrers bleiben wird vorgebohrt und geschraubt. 

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Test und Maß nehmen

Erst mal aller Rollen aufgesteckt - es passt von der Breite. 


Jetzt brauche ich einen Kasten rundum. Also mal ausmessen, welchen. Abstand brauche ich für die größte Rolle - welche Länge und Breite braucht mein Kasten. 

Maße notieren, passendes Holz suchen und anzeichnen, zusägen ...

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Zusammenbau

Vom Sägen habe ich keine Bilder. Aber im ersten Foto das Bohren der Seitenbretter. Ich habe hierzu beide Seitenteile aufeinandergelegt und durch das obere ins untere gebohrt. Das obere entfernt, ins angebohrte Bohrloch neu angesetzt und in ein Reststück durchgebohrt. So minimieren sich Ausrisse und beide Hözer haben exakte Bohrungen.


Da das Buche-Rundholz nur stramm in die Löcher passen werden die Löcher der rechten Seite mit einer Rundfeile geweitet. auf der linken Seite dürfen die Rundhölzer durchaus stramm sitzen, dort werden sie sogar eingeleimt. Denn drehen muss sich nichts, die Klebebandrollen haben etwas (2 bis 3 mm) Spiel und drehen sich selbst auf dem Abflussrohr. 

Die Konstruktion ist einfach. Ein Brett als Boden, ein Brett als Rückwand und zwei Seitenteile. Das linke Seitenteil und Boden/Rückwand werden vorgebohrt, Verleimt und verschraubt. Das rechte Seitenteil wird hingegen nicht verleimt, sondern nur verschraubt. Sxhließlich müssen leere Klebebandrollen auch mal durch neue ersetzt werden. Hierzu wird dann einfach die rechte Seite (3 Schrauben) losgeschraubt. 

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Die Funktion

Das Klebeband steckt auf dem Abflussrohr und das Ende des Bandes wird auf das vordere Buchenrundholz aufgeklebt. Dort kann man dann ohne den Anfang des Bandes suchen zu müssen abziehen und dann mit einem Cuttermesser abschneiden. Der Vorteil hierbei ist auch, dass das abgezogene Stück Klebeband am Rundholz klebt und man nach Weglegen des Cuttermessers beide Hände frei hat um das Band sothin zu kleben, wo man es braucht. Nichts klebt zusammen, nichts verheddert ...

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Die Wandbefestigung

Ich habe über der Kommode neben meiner Werkbank bereits einige Hilfsmittel angebracht. Zum einen eine große Papierrolle - so was wie eine Küchenrolle nur viel größer und meine Akku-Ladegeräte. Ich habe dort auch eine Leiste als Frech-Cleat-System angebracht. Keine Ahnung, wie das auf Deutsch heißt. Aufhängeleiste vielleicht.


Jedenfalls kommt auf die Rückseite meines Halters eine Leiste, die angeschrägt ist und eine zweite Leiste, die als Abstandshalter dient, damit mein Klebebandhalter senkrecht hängen wird. Im Bild 2 sieht man das Gegenstück der abgeschrägten Leiste. Ein solches Gegenstück ist bereits an der Wand festgeschraubt. 

Der Klebebandabroller wird einfach auf die an der Wand befestigte abgeschrägte lwiste aufgesetzt. Durch die Schräge hält dieser von alleine und kann nicht herunterfallen. Da aber beim Abrollen des Klebebandes durchaus Zug erforderlich ist, wird von oben eine Sicherungsschraube eingedreht. Mit dem Akkuschrauber ist diese aber jederzeit leicht zu entfernen und der Halter kann zum Nachfüllen oder wenn man anderswo Klebeband braucht einfach mitgenommen werden. 

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Das Ergebnis

Da hängt also mein neuer Klebebandabroller an der Wand. Auf Bild 2 sieht man, wie man das Band einfach abschneidet. Wenn das Buchenholz nach Jahren abgenutzt sein sollte, wird er eben ausgetauscht. 


Ich habe zunächst überlegt, ein Metallsägeblatt in das Rundholz einzulassen. Man könnte evtl. das Band dann so wie bei einem Tesa-Abroller abreißen - aber der Nachteil ist eben, dass dann mit etwas Pech das Band sich aufrollt und mit sich selbst verklebt. Mir ist es lieber, es klebt am Rundholz so lange ich schneide und das Messer weglege. 

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Akku-Ladegerät am French-Cleat

Mein Akkuladegerät habe ich auf ein Sperrholz geschraubt und ebenfalls mit einer abgeschrägten Leiste versehen. So liegt dieses nicht irgendwo herum, sondern wird an der Aufhängeleiste platziert. Dort kann auch ein Akku geladen werden. Will ich das Ladegerät mitnehmen, wird es einfach abgehängt. Ich finde diese Lösung sehr praktisch. 


Im Bild 3 sieht man meine Papierrolle, das Ladegerät und meinen neuen Klebebandabroller. 

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Vorher - nachher

So sah es vorher in der Kommode aus. 


Jetzt hängt das meist benötigte Band an der Wand. 
Vorbei ist das lästige Suchen an den Bandrollen nach dem Anfang. Es geht jetzt bei weitem schneller. 

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Zwei Videos als Nachtrag

Aufgrund der in den Kommentaren geposteten Überlegungen zu Cuttermesser und Sägeblatt habe ich vorhon mal zwei Videos gedreht. 


Video 1: Hier die Variante für die ich mich entschieden habe: Das Klebeband klebt auf dem Rundstab, ich rolle ab, schneide mit einem Cuttermesser das Band ab und verwende es.

Video 2: Ich mache hier zwei Versuche: Metallbügelsäge. Ich halte die Söge vor sen Halter und versuche die Bönder über das Sägeblatt abzureissen. Anfangs hatte ich Probleme mit der Stabilität. Ich habe daraufhin die Säge seitlich auf den Halter aufgelegt. Und siehe da, ich konnte die relativ normalen Klebebänder abreissen. Mit dem silbernen Panzerband und dem doppelseitigen Klebeband hat es nicht dunktioniert (nicht im Video). Danach ein Versuch mit einer Cutterklinge. Ich versuche pber diese abzureissen. Auch das funktioniert. Man sieht jeweils, dass ich Kraft aufwenden musste, das liegt aber daran, dass die Klinge bzw. das Sägeblatt nicht fest montiert waren. 

Fazit:
  • Es funktioniert bei nicht zu festen Klebebändern gut. Auch das im Video gezeigte schwarze Band - ein Band ähnlich einem Isolierband aus dem Elektrobereich - kommt man mit einem Sägeblatt aber auch mit einer Vutterklinge zurecht. 
  • Bei sehr gestem Band wie doppelseitigem Klebeband oder Panzerband geht es nicht.
  • Die Cutterklinge fest montiert birgt Verletzungsgefahr - würde ich deshalb nicht verwenden.
  • Beim Sägeblatt allein sehe ich das Problem, dass das Klebeband nicht Immer Sägeblatt haftet und so herunterfällt. Insbesondere bei längeren Stücken kommt es dazu, dass es sich mit sich selbst verklebt. Durch den Ruck des Abreissens fällt zudem das lose Stück Klebeband an der Rolle nach unten so dass ich dieses erst wieder am Rundholz ankleben musste. So ist dies bei der nächsten Entnahme wieder greifbar. Ich würde bei der Umsetzung der Variante Sägeblatt das Blatt an eine AugüfnHme montieren, so dass das Klebeband zumindest rollenseitig so wie bei einem Tesa-Roller kleben bleibt.
Ich bleibe bei meiner Umsetzung: Klebeband abeollen und auf das Rundholz kleben. durchschneiden, Cutter weglegen und nun mit der jetzt frei gewordenen Hand das Stück Klebeband abnehmen. 

Ich weiß übrigens, warum alle Klebebänder gleiche Durchmesser haben. Es gubt diese Handabroller. Und diese haben einen genormten Durchmesser an den sich die Hersteller offenbar halten. Insofern sollte alles was man so kaufen kann, diesen Durchmesser haben und so sollte das Abwasserrohr immer passen. 

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Noch ein Nachtrag

Dieser Tage fand ich im Metallschrott eine Abreissschiene. Diese stammte von einem Folienabroller, knapp einen Meter lang. Gezackte scharfe Zähne, etwa 2 mm hoch wie eine Säge.


Gleich mitgenommen, mein Rundholz aufgesägt, die Abreissschiene eingepasst, durchbohrt, mit drei Schrauben befestigt. Und dann die große Enttäuschung. Kreppband funktioniert gut, Packband reisst teilweise in Längsrichtung, Panzerband geht gar nicht, doppelseitiges Klebeband überhaupt nicht. Da reisse ich den Halter fast aus den Wanddübeln. 

Es gibt für mich folglich keine Alternative zum Cuttermesser. Ich bau die Schiene wieder ab.

4.3.16 - Rainerle


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