• Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    25 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Mein Freund wollte schon immer mal einen Stuhl aus Holz bauen, wusste aber lange Zeit nicht, wie man als Laie eine Konstruktion ohne Kippeln und Wackeln hinbekommt. Großen Respekt hatte er vor allem vor der festen Verbindung von Sitzfläche und Rückenlehne. Profi-Tischler arbeiten dort mit verleimten Zapfen, was er sich aber nicht zutraute.
Dann sah er auf einem Foto einen zusammensteckbaren Stuhl, bei dem man ohne Verzapfung auskommt und der den zusätzlichen Vorteil hat, dass man ihn auseinandergenommen wie einen Klappstuhl platzsparend in die Ecke stellen kann. Den hat er dann nachgebaut, allerdings mit einer Rückenlehne aus Holz.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Bohrer (4 mm)
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Aufreiber (spezielles Werkzeug für die Feinbearbeitung von Bohrungen)
  • Winkel
  • Schleifklotz
  • Sandpapier
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Materialliste
  • 15 x Leisten aus Kiefernholz | Holz (15 x 33 x 400 mm)
  • 2 x Leisten aus Kiefernholz | Holz (21 x 33 x 520 mm)
  • 2 x Leisten aus Kiefernholz | Holz (21 x 33 x 700 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zuschnitt

Aus Kiefernholzleisten 21 x 33 mm (noch edler wird’s mit Eiche) die vier Beine herstellen: 2 Stücken in 520 mm Länge für die vorderen, 2 Stücken in 700 mm für die hinteren. Außerdem aus etwas dünneren Leisten 15 x 33 mm insgesamt 15 Querstücke in 400 mm Länge für die Sitzfläche und die Rückenlehne zuschneiden. Wenn alle Teile anschließend schon mal geordnet hingelegt werden, ist auf einen Blick zu erkennen, ob alle Längen stimmen.

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Bohren und glätten

Die Enden der Beine mit einer Stichsäge abrunden und mit Schleifpapier nacharbeiten.
Die 9 Querstücke für die Lehne 10 mm vor dem Ende mit einem 4 mm Bohrloch versehen. Die anderen 6 Querstücke für den Sitz jeweils 32 mm vom Ende ein Bohrloch.
Die Bohrungen mit einem Aufreiber behandeln, damit die Schraubköpfe später gut eingesenkt werden können. Anschließend alle Kanten mit Schleifpapier brechen (abrunden). Die Schleifarbeiten kosten zwar etwas Zeit, verhindern aber, dass sich später jemand Splitter einreißt. Das ganze Möbel fasst sich dadurch auch angenehmer an.

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Rückenlehne

Die beiden längeren Beine 70mm von unteren Ende anreißen und dort das erste der Querstücke mit Schraube und Leim montieren. Versetzt auf der anderen Seite das zweite Querstück 155 mm von der unteren Kante anbringen. Auf der gleichen Seite schließlich das dritte Querstück am oberen Ende montieren. Dabei auf die Rechtwinkligkeit achten. Werkstück abermals umdrehen und auf der zuerst bearbeiteten Seite die Sprossen für die Rückenlehne ab 100 mm von oben mit jeweils 15 mm Abstand ansetzen und wiederum mit Leim und Schraube befestigen. Für gleichmäßige Abstände und parallele Leisten konnte ich einfach eines der Querstücke hochkant als Lehre einlegen, weil die Leisten ja 15 mm stark waren.
Die fertige Rückenlehne von der Seite. Die Lehne und ein einzelnes Querstück sitzen auf der Seite im Bild oben, zwei weiter Querstücke gegenüber.

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Sitzfläche

Die Sitzfläche funktioniert so ähnlich wie die Rückenlehne und ging darum schon einfacher von der Hand. Eine Besonderheit waren hier jedoch die unten abgeschrägten Beine, die für einen stabilen Stand benötigt werden. Ich habe dafür eine Schmiege benutzt, also einem verstellbaren Winkel, der auf einVerhältnis von 3:6 eingestellt wurde. Dann einfach Schräge anreißen und mit der Stichsäge zuschneiden. Das erste Querstück der Sitzfläche bündig mit der vorderen Kante und das nächste 270 mm von der Kante entfernt anleimen und anschrauben. Achtung: Diesmal auf einen Überstand von 22 mm je Seite achten! Er ergibt sich aus der verwendeten Leistenstärke von 21 mm plus 1 mm für das freie Spiel beider Stuhlteile. Die noch übrigen Querstücke gleichmäßig verteilt auf der Sitzfläche montieren. Wenn man mit den 22 mm Überstand alles richtig gemacht hat, lässt sich die Sitzfläche jetzt sauber und ohne zu klemmen in das Teil der Rückenlehne einschieben.

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Optional: Holzschutz für den Garten

Die Sitzhaltung im Stuhl ist ähnlich einem Liegestuhl, und man kann ihn dafür auch prima im Garten benutzen. Eine textile Polsterauflage ist allerdings für längere „Sitzungen“ empfehlenswert. Auf einen Holzschutz haben wir bewusst verzichtet, weshalb wir jetzt allerdings darauf achten müssen, dass der Stuhl bei Regen nicht draußen bleibt. Das wäre bei einem gekauften vielleicht anders, aber Echtholzmöbel im Gartenmarkt haben auch einen ganz anderen Preis als unser Schmuckstück. Wer sich für einen Nachbau mit Holzschutz entschließt, sollte die Hölzer nach dem Zuschnitt, aber vor der Montage mindestens 2-mal mit Holzschutzmittel streichen und jeweils mindestens einen Tag Wartezeit bis zum Trocknen einplanen.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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