Kinderbank

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Kinderbank aus Buchenholz mit geschwungenen Formen

Pate gestanden hat die Konstruktion meines Schwagers, der eine ganz ähnliche Bank einige Wochen vorher gebaut hatte. (Das eigentlich geplante gemeinsame Heimwerkeln hat terminlich leider nie geklappt). Da es nur noch wenig Unterschied macht habe ich für unseren Neffen auch gleich noch eine Bank mitgebaut.
Leider hatte ich damals nur das Endprodukt dokumentier, nicht aber die einzelnen Schritte.

Abmessungen:
Seitenteile: 56cm hoch, 40 breit
Sitzfläche: 72cm breit, 30 tief (vorn und hinten 5cm aufgedoppelt)
Rückenlehne: 72cm breit, 20cm hoch

Los geht's - Schritt für Schritt

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Kinderbank

Allgemeines:

Abmessungen:
Seitenteile: 56cm hoch, 40 breit
Sitzfläche: 72cm breit, 30 tief (vorn und hinten 5cm aufgedoppelt)
Rückenlehne: 72cm breit, 20cm hoch

Ich hatte mich entschieden fertige Buche Leimholzbretter zu kaufen. Pro Bank benötigte ich 2 Stück 80x40 (Seitenteile) und
2 Stück 80x30 (Sitzfläche, Lehne, Aufdopplung Sitzfläche)

Verwendete Werkzeuge:
Tischkreissäge
Stichsäge
Oberfräse
Akkubohrschrauber
Bohrloch-Übertrag-Dornen (wie immer man die auch bezeichnet)
Bohrmaschine mit Zylinderschleifer in Bohrständer
Exzenterschleifer
Schleifmaus

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Seitenteile

Papierschablone erstellen, hier dann auch gleich die Rückenlehne und Sitzfläche einzeichnen sowie die vorgesehenen Dübellöcher.

Erstes Seitenteil mit Stichsäge grob ausschneiden, dann fein zuschleifen. Die Innenrundungen mit dem Zylinderschleifer.

Dübellöcher bohren und mit Dornen auf das zweite noch rohe Brett übertragen.
Dübellöcher in zweites Brett bohren.
Dübel soweit kürzen, dass die beiden Seitenteile miteinander verbunden werden können (dies ist später beim Bündigfräsen wichtig).
Teile zusammen stecken und Form von schon fertigem Seitenteil auf das noch rohe Brett übertragen.

Teile auseinandernehmen und mit 2-3mm Überstand mit der Stichsäge ausschneiden.

Das zweite Seitenteil mit den gekürzten Dübeln mit dem fertigen Seitenteil noch mal zusammen stecken und mit der Oberfräse und einem Bündigfräser mit Anlaufring kopieren.

Jetzt haben beide Seitenteile die gleiche Form, die Dübelbohrungen sind jedoch gespiegelt.

Da ich zwei Bänke gebaut habe hab ich jede noch mal kopiert, wie oben beschrieben.

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Rückenlehen und Sitzfläche

Ursprünglich wollte ich die Bretter 80cm lang lassen, dies hat mir aber von den Proportionen her nicht gefallen, so dass ich sie nachträglich noch mal mit der HKS+Schiene gekürzt habe. Sinnigerweise hätte man das auch vorher machen können, war aber kein Problem

Die Rückenlehne ist aus einem 30cm breiten Brett entstanden. Dies wurde auf 20cm Breite geschnitten. Die restlichen 10cm in zwei gleiche Teile geteilt und damit die Sitzfläche vorn und hinten aufgedoppelt.

Anschließend die Dübellöcher von den Seitenteilen auf Rücken und Sitzfläche übertragen und Bank lose zusammen gesteckt.

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Kantenbearbeitung

Alle Kanten wurden mit einem Abrundfräser r=10mm (mit Anlaufring) abgerundet. Hierfür habe ich die Oberfräse in einen Tisch eingebaut. Speziell bei den geschwungenen Formen ist dies vom Handling her einfacher, da man nicht ständig umspannen muss.

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Oberflächenbehandlung

Alle Oberflächen wurden noch mal bis Körnung 240 mit dem Excenterschleifer geschliffen, die Kanten teilweise von Hand.Anschließend habe ich alles geölt, wobei darauf zu achten ist, dass die zu verleimenden Stellen nicht geölt werden. Vielleicht wäre dies nicht so dramatisch. Jedenfalls denke ich, dass es besser ist erst zu ölen und dann zu leimen. An den Stellen wo sonst der Leim hingekommen ist zieht anschließend das Öl nicht mehr richtig ein und man sieht immer den Unterschied. Dies lässt sich auch nicht mehr ändern wenn man den Leim sofort wegwischt und danach noch etwas wegschmirgeln will. Also öle ich seitdem immer erst und leime später.Das Öl habe ich mit einem Schwamm aufgetragen. Das geht sehr schnell, wird gleichmäßig und man braucht auch weniger Öl. Allerdings werden die Hände etwas ölig. Mich hats nicht sonderlich gestört, da es ein Naturprodukt ist (Leinos Öl). Wenns wäre könnte man auch Handschuhe verwenden.

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Montage

Nach zweimaligem Ölen fehlte nur noch die Montage. Hier heißt es wie immer fix sein, dass alles sitzt bevor der Leim anzieht.Da ich keine Zwingen habe, die so weit spannen können (knapp 80cm) habe ich nach dem Auftragen des Leims gleich die Edelstahlschrauben festgezogen.

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Fazit

Ein schönes Projekt, das mir viel Spaß gemacht hat und auch von unserer Kleinen gut angenommen wird zum Schuhe anziehen, als Ablage oder einfach nur zum drauf rumklettern.Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?Ein kleines Malheur ist mir beim Bohren der Dübellöcher in die Seitenteile passiert: der, auf den Bohrer aufgeschraubte, Tiefenstop hat sich etwas gelöst und ich habs nicht gemerkt. Dadurch hab ich leider ein Loch komplett durch gebohrt ; ( Mittlerweile bohre ich die Dübellöcher meißtens mit der Oberfräse (mit einem speziellen Dübelfräser). Da ist die Bohrtieft exakt Ansonsten bin ich mit dem Ergebnis eigentlich recht zufrieden.


Rechtlicher Hinweis

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