Kinderbank mit Schuhaufbewahrung

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    80 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Da unsere drei Kinder mittlerweile alle in den Kindergarten gehen, wird der Platz auf der Treppe zum Schuhanziehen zu knapp. Deshalb hatte meine Frau die Idee, eine Bank zu bauen, auf der unsere beiden Jungs und unser Mädchen gemeinsam Platz finden. Zugleich sollte noch eine Möglichkeit geschaffen werden, Hausschuhe, Schuhe und Stiefel abzustellen und so immer griffbereit zu haben.
Auf eine Polsterung der Sitzfläche haben wir bewusst verzichtet, da die Kinder nicht lange darauf sitzen. Außerdem sollte die Bank rollbar sein, damit wir darunter leichter sauber machen können. Das dritte Kriterium war, dass die Farbgestaltung des Möbels so sein sollte, dass drei Bereiche klar zu erkennen sind, auf denen jeweils ein Kind sitzt.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Handkreissäge
  • Stichsäge
  • Multischleifer
  • Schlagbohrmaschine
  • Akku-Schrauber
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Dübelhilfe
  • Schraubzwingen
  • Holzbohrer 4/5/6/7/8/10/15 mm
  • Flachfräsbohrer 22 mm
  • Handschleifer
  • Messer
  • Bügeleisen
  • Pinsel, Rollen etc.
  • Lineal, Winkel, Bleistift
  • Schraubendreher
  • Hammer
  • Markierspitzen
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Materialliste
  • 1 x Platte Sitzfläche | Spanplatte (1201 x 305 x 19)
  • 7 x Platte | Spanplatte (300 x 340 x 19)
  • 3 x Verbindungsplatte | Spanplatte (300 x 178 x 19)
  • 1 x Rückwand | MDF (1201 x 340 x 4)
  • 18 x Rundholz | Holz (375 x 20)
  • 3 x Leiste | Holz (1201 x 34 x 17)
  • 26 x Dübel | Holz (8)
  • 21 x Dübel | Holz (6)
  • 4 x Möbelrolle | Plastik (50)
  • 2 x Möbelrolle, feststellbar | Plastik (50)
  • 6 x Bundstift m. KS-Hülse f. Rollen | Metall/Plastik (8 / 10)
  • Vorstreichfarbe | Farbe
  • Lackfarbe | Farbe
  • Holzleim | Leim
  • Kantenumleimer, weiß (1 Rolle) (5000)
  • 7 x Spax-Schrauben (4 x 40)
  • 40 x Nägel | Metall (25)
  • 14 x Verbindungsschrauben (IKEA) | Metall
  • 14 x Topfschrauben (IKEA) | Metall

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Zuerst wurde von uns ein Plan/eine Skizze erstellt, wie die Bank aussehen sollte. Wichtig war, dass alle drei Kinder Platz haben, und dass die sauberen Hausschuhe und (mehr oder weniger) schmutzigen Straßenschuhe bzw. Stiefel aufbewahrt werden können. Der Platz für Schuhe/Stiefel sollte so beschaffen sein, dass diese trocknen können, insbesondere die Sohle.
Die Bank sollte auf jeden Fall einen Farbanstrich erhalten. Dieser sollte so aussehen, dass jedes Kind einen farblich anderen Bereich bekommt, auf dem es immer sitzen soll.
Aus diesem Plan/dieser Skizze ergaben sich dann die in der Materialliste aufgeführten Positionen und Maße. Beim Einkauf ließen wir die Spanplatten und die MDF-Rückwand gleich im Baumarkt zusägen.

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Halterungen für Schuhroste erstellen

Da im Baumarkt nur kürzeste Längen von 10 cm möglich sind, musste ich als erstes die 3 kleinen Platten längs halbieren, damit diese eine Höhe von 5 cm erhielten. Ich habe alle mittels einer Schraubzwinge zusammen gehalten und dann mit der Stichsäge mittig zerteilt.
Dann habe ich durch alle 6 Platten Löcher gebohrt, in die die Rundhölzer gesteckt werden. Wieder habe ich alle mit Schraubzwinge zusammen gehalten und mit Bohrmaschine, Bohrständer und 22 mm Flachfräsbohrer Löcher gebohrt. Diese habe ich mittig in gleichem Abstand angebracht.

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Aussparungen erstellen

Da die Rundhölzer so befestigt werden, dass sie zur Stabilität der Bank keinen Beitrag leisten, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich verhindern kann, dass die Bank durch die entstehende Belastung auseinander geht. Ich habe das so gelöst, dass ich hinten zwei (jeweils oben und unten) und vorne ein (unten) Leiste anbringe, die die senkrechten Platten zusammen halten.Dazu habe ich die entsprechenden Aussparungen gesägt. Beholfen habe ich mich mangels besserer Geräte mit der Handkreissäge und Parallelanschlag. Schnitttiefe und -breite sind von den verwendeten Leisten abhängig (17 mm x 34 mm). Die Schnitte habe ich bei allen Platten gleichzeitig durchgeführt, indem ich diese mit Schraubzwingen zusammen hielt.

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Noch mehr Löcher für die Schuhroste

Weiter ging es dann mit dem Bohren weiterer 22 mm-Löcher für die Rundhölzer. Hier habe ich in die senkrechten Platten Nr. 2, 4 und 6 in gleicher Weise wie oben beschrieben mit dem Flachfräsbohrer Löcher gebohrt.

Zum Verständnis:
Die Schuhroste bestehen aus 18 Rundhölzern á 37,5 cm Länge, jeweils 6 für jeden Abschnitt. Diese werden durch die kleinen Platten, die noch an die senkrechten Platten 1, 3, 5 und 7 drangeklebt werden, gehalten, und durch die Löcher in den senkrechten Platten 2, 4 und 6 geführt.

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Dübellöcher für die Verbinder

Die senkrechten Platten 1 und 2, 3 und 4 sowie 5 und 6 werden durch eine Platte verbunden, sodass letztendlich drei Teile in H-Form entstehen. Für eine feste Verbindung habe ich die Variante mit Holzdübeln gewählt.Die Dübellöcher habe ich mit einer Dübelhilfe (sehr praktisch!) erstellt. Hier nach Anleitung vorgehen. Genommen habe ich 8 mm Dübel, also sind 8 mm Löcher zu bohren, jeweils 4 in jede Verbindungsplatte (erstes Bild). Hat man diese Löcher fertig, werden dies auf die senkrechten Platten übertragen (zweites Bild). Hier ist wieder die Dübelhilfe ein großer Helfer.Nach diesem Arbeitsschritt konnte ich schon mal die Teile zusammen stecken und so einen Eindruck von der Passgenauigkeit und dem späteren Endergebnis bekommen (Bild 3)

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Aufkleben der Halterungen für die Schuhroste

Der letzte Arbeitsschritt für den ersten Tag bestand darin, die kleinen Halteplatten auf die senkrechten Platten zu leimen. Auf die Platten 1 und 7 (jeweils für die Innenseiten) werden je eine, auf die Platten 3 und 5 je zwei Halteplatten geklebt. Dazu schön Leim auftragen und alles mit Schraubzwingen zusammen pressen. Ich habe das ganze über Nacht trocknen lassen.

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Rundhölzer ablängen

Aus den drei Rundstäben habe ich insgesamt 18 Rundhölzer mit einer Länge von 37,5 cm gesägt. Dazu habe ich eine Gehrungslehre und die dazu passende Säge benutzt. Die eine Platte habe ich als Anschlag an der Palette, auf der ich arbeitet, mit einer Schraubzwinge festgemacht. So konnte ich mehrere Stäbe gleichzeitig sägen.

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Dübellöcher für die Sitzfläche

Im nächsten Schritt habe ich dann in die Oberseiten der senkrechten Platten mittels der Dübelhilfe Löcher gebohrt (8 mm). Diese habe ich für die Platten 1, 3, 5 und 7 auf die Sitzfläche übertragen, ebenfalls mit Dübelhilfe (Bilder 1 und 2).Um die Löcher für die restlichen senkrechten Platten 2, 4 und 6 zu übertragen, habe ich diese wie in Bild 3 zu sehen zusammen gebaut und zusätzlich mit einem der anderen Verbinder den genauen Abstand auf der Sitzfläche hergestellt. Hier habe ich die Löcher mit Markierspitzen übertragen

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Leimen: je zwei senkrechte Platten mit einer Verbindungsplatte

Der letzte Arbeitsschritt des zweiten Tages bestand darin, die senkrechten Platten 1 und 2, 3 und 4 sowie 5 und 6 mit der Verbindungsplatte zu verleimen. Hierzu werden zuerst die 8 mm-Holzdübel in die Stirnseiten der Verbinder geklebt und diese dann mit den zugehörigen senkrechten Platten verleimt. Hierbie die Stirnseite sparsam, aber vollflächig mit Holzleim bestreichen. Das ganze mit Schraubzwingen fixieren und über Nacht trocknen lassen.
(Leider keine Bilder!)

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Das erste Mal vorstreichen

Da meine Frau unbedingt auch etwas zu diesem Projekt beitragen wollte, übernahm sie die Farbgestaltung. Sie konnte nicht warten und hat zwischendurch schon mal die H-Elemente sowie die einzelne senkrechte Platte vorgestrichen.

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Befestigung der Sitzfläche vorbereiten

Die Sitzfläche sollte beidseitig gestrichen werden. Somit hatte ich Bedenken, dass diese nicht halten würde, würde ich sie auch leimen. So entschloss ich mich, die Sitzfläche in der Art zu verbinden, wie auch Möbelteile (z.B. die von einem großen blau-gelben Möbelhaus) verbunden werden. Also habe ich mir auch dort diese Teile - die nennen sich dort Verbindungsschrauben und Topfschrauben - besorgt.Die Verbindungsschrauben benötigen in den Stirnseiten der H-Elemente Bohrungen von 7 mm Durchmesser (8 mm gehen auch noch). Diese habe ich wie in Bild 1 zu sehen angefertigt, anfangs noch mit 6 mm Durchmesser. Hier habe ich die Dübelhilfe verwendet, habe diese mit dem mittigen 10er Bohrloch auf den 8 mm Dübel gelegt, zur Mitte hin angedrückt und mit dem 6 mm Bohrer durch die Dübelhilfe die Löcher rund 30 mm tief vorgebohrt (Bild 2).
Dann wurden mit der Dübelhilfe die Löcher für die Topfschrauben markiert (Bild 3). Hier musste ich nun dummerweise auf die Außenseiten der H-Elemente ausweichen, da ich diese bereits zusammen geklebt hatte und der Platz zum Bohren nicht ausreichte. Die Dübelhilfe wird so eingestellt, dass die Löcher 35 mm von der Oberkante - dort, wo sich bereits die Verbindungsschraubenlöcher befinden - entfernt sind. Später werden an den Markierungen 15 mm Löcher gebohrt, die tief genug sein müssen, um die Topfschraube aufzunehmen.
Die Löcher der Verbindungsschrauben werden nun mittels Markierspitzen auf die Sitzfläche übertragen. Hier können die bereits vorhandenen 8 mm Dübel als Hilfe beim Anbringen verwendet werden (Bild 4). Sind die Löcher markiert, werden sie mit einem 5 mm Bohrer in die Sitzfläche gebohrt (Bild 5). Diese Löcher nehmen dann am Ende die Verbindungsschrauben auf.

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Befestigen der Sitzfläche vorbereiten (weiter)

Die Löcher für die Verbindungsschrauben waren gebohrt, mussten allerdings noch auf 7 mm erweitert werden. Die Löcher für die Topfschrauben waren markiert. Letztere habe ich nun mit einem 15 mm Bohrer gebohrt (Bilder 1 und 2).

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Dübellöcher für die Stabilisierungsleisten erstellen

Die der Stabilität dienenden Leisten hinten und vorne hatte ich noch liegen. Zuerst musste ich ein wenig schleifen, da diese noch sägerauh waren.In die Aussparungen der senkrechten Platten habe ich mit der Dübelhilfe Löcher für 6 mm Holzdübel gebohrt (Bild 1). Dann habe ich alle Teile auf die Sitzfläche gesteckt für gleichen Abstand. Die Löcher habe ich dann mit den Markierspitzen auf die Leisten übertragen und ebenfalls gebohrt (Bild 2).

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Löcher für die Rollen bohren

Da die Bank rollbar sein sollte, haben wir insgesamt 6 Rollen (2 davon feststellbar) eingeplant. Dafür mussten die entsprechenden Löcher mit einem Durchmesser von 10 mm gebohrt werden. Jeweils zwei davon kamen in die senkrechten Platten 1 und 7, je eine mittig in 3 und 5. Gebohrt habe ich auch hier mit der Dübelhilfe.

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Farbgestaltung

Da nun alle Teile so weit vorbereitet waren, hat meine Frau die nächsten Tage gestrichen. Alles, was sichtbar ist, wurde einmal vorgestrichen und zweimal lackiert. Wir haben seidenmatte Farbe verwendet.
Zur Trennung der Farbbereiche beim Streichen haben wir Abdeckklebeband auf die entsprechenden Stellen geklebt. Damit nichts verläuft, ist es wichtig, das Klebeband an den Rändern fest anzudrücken.
Nach dem Streichen wurden alle sichtbaren Stirnseiten, die ja bei Spanplatte nicht wirklich schön aussehen, mit Kantenumleimer beklebt. Dieses wird mit dem Bügeleisen aufgebracht, überstehendes Material wird mit einem scharfen Messer abgeschnitten und die Schnittkanten mit dem Handschleifer begradigt.

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Zusammenbau (1)

Endlich konnte der Zusammenbau erfolgen. Aber auch der erstreckte sich über zwei Tage.Ich habe zuerst die H-Elemente und die eine äußere Platte mit einer der hinteren Stabilisierungsleisten verleimt (Bild 1). (Hier fiel mir auf: Ich brauche unbedingt mehr und größere Schraubzwingen!) Zuvor habe ich natürlich die Rundhölzer in die entsprechenden Löcher gesteckt.Analog verfuhr ich mit der zweiten hinteren Leiste, nachdem der Leim bei der ersten fest und eine gewisse Stabilität vorhanden war.Die vordere Leiste habe ich hingegen angeschraubt, die Dübel aber verleimt. Ich habe Spax-Schrauben 4x40 mm verwendet, und die entsprechenden Löcher in der Leiste gebohrt (Bild 2). Damit die Schrauben nicht sofort auffallen, habe ich einen Klecks Farbe drauf getan. Dann kamen noch die Rollen dran (Bild 3).Die Bank war nun noch ohne Sitzfläche.

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Zusammenbau (2)

In die Sitzfläche wurden die Verbindungsschrauben - 14 an der Zahl - geschraubt (Bilder 1 und 2) und diese dann auf das Unterteil gesteckt. Anschließend das Ganze mit den Topfschrauben fest gezogen (Bild 3).Zum Schluß fehlte nur noch die Rückwand. Die wurde mit ein paar Nägeln befestigt.


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