Kinder-Fahrrad "Trekkie"

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    50 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Als das erste Fahrrad anstand, fragte ich meinen Sohn, welches Thema oder Design er wolle. Obwohl ich mir sicher war, er würde Feuer sagen, kam wie aus der Pistole geschossen:“Weltraum!“ - Hmm, okay… Nun überlegte ich mir, wie ich das umsetzen konnte. Da ein Fahrrad ja nur über kleine zusammenhängende Flächen verfügt, dachte ich darüber nach, wo ich eine zusätzliche Fläche anbringen konnte.
Entstanden ist dann ein Sternenflottendesign. Vielleicht gefällts ja nem Trekkie…

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Alles was schleifen kann, Airbrush-Ausstattung, Skalpell
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Materialliste
  • 1 x Kinder-Fahrrad
  • Glasfasermatte oder -vlies
  • Epoxydharz
  • Glasfaserspachtel
  • Feinspachtel

Los geht's - Schritt für Schritt

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Karosseriearbeiten ;-)

Ich wusste nur aus zahlreichen Erzählungen von Autobastlern, wie das mit den Glasfasermatten und dem Epoxydharz funktioniert, hatte selbst aber noch keine Erfahrungen.
Dementsprechend ist das Ergebnis auch ein bissi gepfuscht. Ich legte eine Epoxyd-getränkte Matte über den Rahmen und spannte sie etwas mit Klammern und einer dicken Papierlage dazwischen. Ich unterschätzte dabei Gewicht und Elastizität der Matten, so dass eine extrem wellige Oberfläche entstand, die ich dann mit ner großen Portion Glasfaserspachtel von beiden Seiten einigermaßen ausglich. Dann alles erst mal geschliffen und mit Feinspachtel abgezogen. Und dann wieder schleifen. Ich hab mir nen Wolf geschliffen und nach der Lackierung gemerkt, dass ich mir noch ein ganzes Rudel
hätte schleifen müssen. Beim nächsten mal wird alles besser…
Dann alles mit einem kombinierten Füller und Grundierung grundiert. Jetzt kann man sehen, ob man schon genug geschliffen hat.
Die Räder sind ebenso entstanden. Ich befinde mich wohl gerade im Übergangsstadium zwischen jugendlichem Leichtsinn und der Vergreisung und dachte dementsprechend, der FlipFlop-Lack würde alle Unebenheiten unsichtbar machen. Das tut er natürlich nicht! Also, lieber noch mal schleifen…
Ich habe dann einen zum FlipFlop-Lack passenden Basislack in schwarz aus der Dose gesprüht. FlipFlop-Lacke sind Lacke, die aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln andere Farben zeigen. Es gibt sie unzähligen Farben und vielen Effekten. Im Alltag sind besonders die Ton-in-Ton Lacke interessant (z.B. wechselnd von orange nach apricot), die nicht so auffällig sind und tolle Effekte ergeben.
Für das Fahrrad wählte ich allerdings einen auffälligen Lack der von grün, über blau zu violett changiert. Den Lack habe ich zweimal satt aufgesprüht, bis der Effekt schön zu sehen war.

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Schlagmetall

Am Rahmenkopf habe ich das Sternenflottenzeichen in Blattsilber aufgebracht. Als Herstellerstempel sozusagen. Seitlich am Rahmen ist der Schriftzug „Starfleet“ (Sternenflotte) in Blattsilber und Schlagmetall „Kupfer“ ausgeführt. Auf der Seite steht „Mission for Joshua“ in silber, kupfer und geflämmtem Schlagmetall „goldfarben“. Alle Teile hatte ich mir auf selbstklebender Schablonierfolie mit dem Skalpell ausgeschnitten und aufgeklebt.Das Radinnengehäuse habe ich nur grob geschliffen, aber nicht geglättet. Diese unebene Struktur habe ich dann mit dem geflämmten Schlagmetall in gold belegt. Als sei das Fahrrad aus diesem Material gefertigt worden und innen nicht fertig gestellt…
Ich hatte es ja schon mal beschrieben, hier noch mal kurz das Aufbringen von Schlagmetall, Silber und Gold: Zuerst eine geeignete Anlegemilch aufpinseln. Diese muss nun trocknen. Nach 15min bis 24Std kann man nun das hauchdünne Metall aufbringen. Entweder man hat Transfermetall, dann ist es auf einem Papierblättchen mit dessen Hilfe man es aufbringt, oder man verwendet einen weichen Pinsel und ein vorsichtiges Pusten bei losen Blättchen. Mit einem weichen Pinsel oder Tuch wird dann das Metall noch angedrückt bzw. vorsichtig angerieben.
Die so überzogenen Flächen müssen noch lackiert werden, weil sonst das Metall anläuft (Echtes Gold nicht klarlackieren).

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Star Trek-Design

Die Objekte sind mit der Airbrush entstanden. Die Erde ist mir viel zu kontrastreich geworden, zu hell, zu bunt – na ja, ne gute Laune Erde eben (isch muss misch hald a bissi frohbabbeln,[frankfurterisch für: seine Arbeit schön reden])…
Mit dem Rest bin ich sehr zufrieden. Das Wurmloch in der Seitenansicht ist auf dem Gepäckträger von oben zu sehen. Das große Raumschiff ist, wie ich anfangs meinte, frei erfunden, ähnelt allerdings schon sehr dem StarWars-Sternenzerstörer. Ein besonderer Reiz war, das Raumschiff auf der Seite und von oben durchgehend abzubilden, ohne dass es verschoben wirkt. Die Applikationen sind mit Buntstift und Fineliner entstanden.
Die Enterprise ist nicht sonderlich detailiert und hat mich trotzdem ganz schön Nerven gekostet – sie ist ca. 2,5cm groß…

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Sattel und Räder

Den Sattel habe ich mit Kunststoffprimer (Haftgrund) besprüht, schwarz lackiert und dann die Namensschablone aufgeklebt. Darüber habe ich ein violettes blau gesprüht, anschließend ein Stück Fliegendraht mit etwas Abstand vorgehalten, erst mit hellem blau übersprüht und dann noch die Ränder mit violett angenebelt. Dadurch hat der Schriftzug etwas Struktur. Beim Lackieren dachte ich noch, dass die Reibung den Lack niemals am Sattel halten wird. Es hält aber erstaunlich gut.
Die Räder habe ich mit Spiralnebeln versehen.
Anschließend habe ich den gesamten Rahmen dreimal mit Klarlack lackiert.

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Abschlussarbeiten

Gleich zu Beginn der Montage musste ich feststellen, dass ich die Ausladung der Bremse unterschätzt hatte. Also habe ich eine Aussparung mit dem Dremel gefräst. Den Hauptteil von innen, weil ja schon alles fertig lackiert war. Die jetzt aufgefräste Kante muss ich noch mit Schlagmetall behandeln.
Ein weiteres Problem war der Kettenschutz, der vorher schon kaputt war und jetzt gar nicht mehr gepasst hätte. Ich habe aus Plexiglas mit dem Heißluftfön einen kleinen Kettenschutz gebastelt, der Schutz im Bereich des Kettenblattes gibt. Sicherlich keine Konstruktion, die ein CE-Zeichen bekäme, aber zweckmäßig. Das Material ist so weich geworden, dass ich beim Festzwingen deutlich das Material gepresst habe (Pfeil). Etwas mehr Geduld und weniger heiße Luft lässt das Material stabiler. Wenn es zu heiß wurde wird es spröde und bricht sehr schnell.

Danke im Voraus für eure Kommentare und Bewertungen!


Rechtlicher Hinweis

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