Jaguar - 3D Wandbild

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Wandbild Jaguar
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    7 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

In einem meiner zahlreichen Bücher fand ich dieses tolle Puzzle. Es ist ein Mittelding zwischen Puzzleschnitt, Fretwork und Intarsia.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge
  • Akku-Bohrschrauber
  • 1 mm Bohrer
  • Diverse Pinsel, Farbschalen
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Materialliste
  • 1 x Leimholzplatte 18 mm | Fichte (je nach Vorlage)
  • etwas x farbige Holzbeizen | Pulver (nach Bedarf)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ergänzung

kleiner Fehler
Schleifarbeiten
Farbe aufrollen
Höhendifferenz ausgleichen
mittig aufkleben
Klammern setzen

Mittlerweile habe ich mich für eine Hintergrundfarbe entscheiden - und zwar für ein dunkles Violett - und das Puzzle auf eine Sperrholzplatte montiert.

Als Platte verwendete ich eine 4 mm dicke Pappelsperrholzplatte mit einem kleinen Schönheitsfehler mittig in der Platte (Bild 1). Die Platte wurde geschliffen (Bild 2) und nach dem Entstauben mit der Abtönfarbe gerollt (Bild 3).

Während die Farbe trocknet habe ich auf der Rückseite des Puzzles ein paar Leisten angeklebt um die Höhenunterschiede auszugleichen und so eine bessere Auflagefläche fürs Kleben zu beommen  (Bild 4). Wenn alles trocken ist kann das Bild aufgeklebt werden. Ich habe es mit einem Pflasterstein beschwert und über Nacht trocknen lassen. Zur Sicherheit habe ich von der Rückseite noch ein paar Klammern geschossen.

Leider kommt die Farbe auf den Fotos nicht so wie sie in natura ist. Alle meine Kameras machen den Hintergrund blau, obwohl er violett ist. Ich habe versucht mit dem Grafikprogramm die Farbe an die Realität anzupassen - ist aber nicht ganz gelungen.

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Aufhängung und Wandmontage

einfache Aufhängevorrichtung
Kanten gestalten
Lasieren
fertiger Hintergrund
an der Wand

So, das Bild hängt!
Ein ausreichend großes Stück Sperrholzplatte wurde rechtwinkelig zugesägt und geschliffen. Mittels zweier kurzer Holzschrauben, einem Stück 5 mm dicker Schnur und zweier Beilagscheiben bastelte ich eine einfache aber haltbare Aufhängung die auch nicht zu sehr aufträgt (Bild 1).

Zuvor habe ich mit einem Hohlkehlfräser die Umrandung der Platte etwas schöner gestaltet (Bild 2). Nach dem Schleifen und Entstauben konnte Lasiert werden. Die Platte bekam zwei Anstriche mit schwarzer Holzlasur (Bilder 3+4).

Nach dem Trocknen der Farbe wurde das Puzzle mittig montiert (Leim und zwei Schrauben von der Rückseite) und das Bild aufgehängt (Bild 5). Die Wand an der es hängt habe ich zuvor weiß bemalt (die war ursprünglich etwas bunter).

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Vorarbeiten

Vorlage bearbeiten
Größe anpassen
Paketband anbringen
Vorlage fixieren
Sägeblätter
alles im Winkel

Die Vorlage aus dem Buch wird gescannt und am PC aufbereitet (Bild 1). Über ein Posterprogramm wird die gewünschte Vergrößerung eingestellt (Bild 2) und die Vorlage ausgedruckt.

Auf einer 18 mm Fichtenleimholzplatte wird ein ausreichend großer Bereich mit Paketband beklebt (Bild 3). Darauf wird die Vorlage mit Sprühkleber fixiert (Bild 4).

Mit einem Blatt #5 (Bild 5) wird der beklebte Teil der Platte abgetrennt. Da kann gleich kontrolliert werden ob alles genau im Winkel ist (Bild 6). Da einige sehr kleine Teile zu sägen sind ist eine absolut rechtwinklige Ausrichtung des Tisches unabdingbar um zu einem ansprechenden Ergebnis zu kommen.

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Motiv aussägen

Außenkontur sägen
aufteilen
Bohrungen für Innenschnitte
Innenschnitte sägen
Vorlage abziehen
fertiges Teilstück
Passprobe
ein Ohr
Zusammensetzen
fertig gesägt

Mit dem selben Sägeblatt (#5) wird die Außenkontur des Kopfes gesägt (Bild 1).

Ich wechselte danach auf ein feines Sägeblatt #1. Mit diesem teilte ich das Motiv in handlichere Stücke (Bild 2). In diesen Teilstücken wurden die Bohrungen für die vielen Innenschnitte gesetzt (Bild 3). Danach können Stück für Stück die Innenschnitte gemacht werden (Bild 4).

Nach dem Sägen kann die Vorlage abgezogen werden (Bild 5) und ein Teilstück ist fertig (Bild 6). Eine Schiebeprobe zeigt, dass die Teile auf beiden Seiten durchgeschoben werden können (Bild 7), was für einen exakten Sägewinkel spricht.

Stück für Stück wird gesägt. Erst die Innenschnitte, dann die größeren Trennschnitte (Bilder 8+9). Ist alles gesägt wird das Motiv zusammengesetzt (Bild 10).

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Schleifen und Ersatzteil fertigen

Oberfläche schleifen
Teil verloren
Nachzeichnen
Umriss übertragen
gesägtes Ersatzstück
passt

Zum Schleifen der Oberfläche habe ich das Motiv mit einem Rahmenspanner straff fixiert (Bild 1). Mit 240er Körnung wird die Oberfläche geschliffen.

Auch die Rückseite wird auf dieselbe Weise geschliffen. Die Teile werden zerlegt und vorsichtig geschliffen. Dabei habe ich nur die Kanten ganz fein geschliffen, ohne die Schnittflächen zu berühren. Das garantiert, dass das Puzzle später gut und möglichst spielfrei zusammenhält. Da das fertige Bild ja nicht mehr zerlegt wird muss hier nicht auf Leichtgängigkeit geachtet werden.

Trotz aller Vorsicht musste ich beim neuerlichen Zusammenbau feststellen, dass ein Teil des Puzzles auf wundersame Weise abhanden gekommen war (Bild 2). Dieser Teil war einfach nicht mehr zu finden - und glaubt mir, ich habe echt gesucht.

Ich musste also ein Ersatzteil fertigen. Dazu wurden die Umrisse des fehlenden Teils nachgezeichnet (Bild 3), ausgeschnitten und auf ein passendes Stück Holz übertragen (Bild 4). Nun kann das Ersatzstück gesägt und eingepasst werden (Bilder 5+6).

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Beize zubereiten

vorbereitete Gläser
abgemischte Beize
Mischproben
eingefärbte Teile
passt

Zum Bemalen der Teile verwendete ich Holzbeize. Es werden nur drei bis vier Farbtöne benötigt. Deutlich günstiger als abgemischte Beize ist Pulverbeize (kostet bei selber Menge nur rund ein Drittel). Ich ergatterte sechs Farbtöne. Was man hat, hat man.

Sechs Einmachgläser wurden mit der jeweiligen Farbe beschriftet (Glas und Deckel). Dann kam das dazugehörige Pulver ins Glas (Bild 1). Nebenbei kochte ich mit dem Wasserkocher eine ausreichend große Menge Wasser und bereitete einen Messbecher vor (pro Glas werden 250 ml heißes Wasser benötigt).
Nach dem Aufkochen wird das Beizpulver aufgegossen und gut umgerührt. Bis zum Auskühlen bleibt der Deckel offen (Bild 2).

Beachte: Da Holzbeize sehr stark färbend ist unbedingt die Umgebung ausreichend abdecken!

Ist die Farbe ausgekühlt kann sie verwendet werden. Auf einem Reststück habe ich ein paar Mischversuche gemacht (Bild 3). Zuvor hatte ich ein paar Teile ausgesägt um diese zu bemalen. Nach dem Trocknen werden die Teile wieder eingesetzt. Das geht relativ leicht und die Teile sitzen gut (Bilder 4+5).

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Bemalen

mit Marker bemalen
dunkle Beize
beim Malen
Grillschalen als Malbecher

Jetzt geht es ans Bemalen. Das Puzzle hat gut 180 Teile, so dass hier einige Arbeit auf mich wartete. Noch dazu werden alle dunklen Teile zweifach bemalt. Zuerst mit einem schwarzen Permanentmarker (Edding) (Bild 1). Danach mit Beize im Farbton Nuss dunkel (Bild 2). Das geht schneller, da die kleinen Teile einfach in die Beize getaucht werden können.

Während die dunklen Teile trocknen geht es mit dem Bemalen weiter (Bild 3). Zum Verdünnen der Beize (um hellere Töne zu erreichen) verwendete ich Alugrillschalen (natürlich die ohne Löcher ;-)) (Bild 4). Diese lassen sich leicht reinigen und Platz sparend stapeln.

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Zusammenbau und Kleben

Teile einpassen
Bild zusammenfügen
alles passt
Tiefe einstellen
Überschuss entfernen
Rückseite schleifen
Gruppenweise fixieren
Rückseite
es wird
fast geschafft
fertiges Bild
3D-Effekt

Nach dem Trocknen der Beize wird das Puzzle zusammengebaut um zu sehen, ob alles auch gut passt (Bilder 1-3). Eigentlich könnte man den Jaguarkopf auch so belassen und auf eine Platte kleben.

Wir wollen aber einen 3D-Effekt des fertigen Bildes erzielen. Dazu werden die Teile in unterschiedlichen Ebenen zusammengeklebt. Es sind insgesamt sieben unterschiedlich hohe Ebenen. Details dazu gab es in der Anleitung.

Ich zerlegte das Puzzle in einzelne Gruppen. Nach Anleitung werden die entprechenden Ebenen erstellt. Das ging ganz einfach indem ich die Teile mithilfe einer Schiebelehre entsprechend verschob (Bild 4). Heißkleber fixiert die Teile an der gewünschten Position. Überschüssiger Kleber wird mit einer Spachtel abgenommen (Bild 5). Tief liegende Teile werden an der Rückseite noch geschliffen (Bild 6). So werden nach und nach die einzelnen Gruppen fixiert (Bild 7) und danach zum Bild zusammengesetzt. Die Rückseite sieht etwas wild aus (Bild 8) während die Vorderseite schon erahnen lässt wie es einmal werden wird (Bilder 9+10).

Die letzten Randteile werden mit Holzleim befestigt. Ist auch dieser getrocknet ist das Bild fertig (Bild 11+12).

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Anmerkung

Farbalternativen

Das Bild kann mit einer Aufhängung versehen an die Wand gehängt werden.

Wahrscheinlich kommt es aber besser zur Geltung wenn man es auf eine schöngemaserte Platte klebt und diese mit einer passenden Farbe beizt. Da ich mich noch nicht für eine Farbe entscheiden konnte habe ich diesen Schritt aber noch nicht gemacht.
Aber ich habe eine digitale Version mit verschiedenen Hintergründen gebastelt die mir bei der Entscheidung helfen soll:

Gif-Animation


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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