Instandsetzung eines (Pferde-)Anhängers:

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    250 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Das war mein Projekt in den Sommerferien 2013... da ich erst seit kurzem im Forum bin ist auch nicht alles so genau dokomentiert, aber vielleicht macht es dem ein oder anderen hier Mut einfach mal DInge anzufangen und auszuprobieren.

Der Anhänger ist von 2002 und ich habe ihn gebraucht gekauft. Größere Mänge hatte er keine, aber ein bißchen Pflege konnte er schon vertragen ;)

Ich habe damals ca. vier Wochen an dem Anhänger gearbeitet. Meist vier Tage immer ein paar Stündchen, muss aber dazu sagen, das ich sowas noch nie gamcht habe und ich in viele Dinge einfach reinfummeln musste... Ich glaube, dass es schneller geht, wenn mans drauf hat *g*

Los geht's - Schritt für Schritt

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Grundreiningung und Beleuchtung

1. Grundreiningung: Als erstes habe ich den ganzen Anhänger gewaschen, was sich später als riesen Problem rausgestellt hatte, da er von innen beschädigt war und das ewig brauchte um zu trocknen. Man sollte den Anhänger auf keinen Fall mit den aggressiven Düsen des Hochdruckreiningers waschen, da die Polybeschiechtung Schäden erleidet. Das hatte der Vorbesitzer gemacht und lauter Kreise auf der Beschichtung hinterlassen. Ich habe eine Schaumbrüste verwendet und anschließend mit einen Wasserschlauch abgewaschen. Abschließen habe ich mit der Hand die restlichen Flecken entfernt. Mithifle von Leitern haben wir das Dach gewaschen.

2. Instandsetzung der Beleuchtung: Die Innenbeleuchtung war schon beim Kauf defekt, als ich sie losschraubte, wusste ich wieso! Sie war komplett mit Rindenmulch befüllt. Von aussen hui (wie neu) von innen pfui. Das Metall war stellenweise so stark korrodiert, dass es nicht mehr zu verwenden war. Das Problem: man bekommt nur die gesamte Lampe, aber das Innenleben einzeld wird nicht verkauft. Da die Plastikabdeckung der einen Rückleuchte ebenfalls kaputt war, kaufte ich die Rückleuchte neu und verwendete das Innenleben der alten Rückleuchte für die Innenbeleuchtung. Nach einigem Tüfteln und Telefonieren mit "Papa" ;) hats geklappt und nun leuchtet die Lampe wieder fröhlich vor sich hin!

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Anhängermaul und Dichtungen

3. Erneuerung des Kuplungsmauls: Das alte Maul war deffekt, das neue schnell gekauft bei einer Wohnwagenwerkstatt. Mit dem Einbau hatte ich meine Schwierigkeiten und habe das nur mithilfe meines Freundes und eines Reiterkollegen, der das schon mal gemacht hatte, geschafft. Ich weiß nicht mehr ganz genau wie wirs gemacht haben, aber wir haben mit einer Brechstange eine Feder soweit zurück gedrückt, dass das neue Maul drauf passte. Damit das neue Maul und die gesamte Elektrik vorne geschützt ist habe ich eine Anhängerachsenplane besorgt. Um mein Auto vor weiteren Schäden an der Stoßstange hinten zu bewahren gabs von einer Reitkollegin ein "Soft Dock"  für das Maul. Das ist ja mal ne prima Erfindung!

4. Erneuerung der Dichtungen: Alle Dichtungen an dem Anhänger waren beschädigt, außen (siehe Bild) waren keine  und das Wasser lief zum Teil innen rein. Also habe ich vorsichtig mit einem Cuttermesser den Silikon entfernt, die Nischen nochmal sauber gemacht und neues Silikon drauf geschmiert. Ich habe Silikon aus unserem Baumakt verwendet. Wobei ich sagen muss, dass das teuerste für mich am schlechtesten zu verarbeiten war. Ich habe das Silikon aufgetragen und mit den bermühmten Spülmittelfingern glatt getrichen. Ich musste gefühlte 1000x absetzten um die Kartusche vernüftig zu bedienen und trotzdem kann sich das Ergebnis sehen lassen. Gut, mein Badezimmer wurde ich jetzt nicht selbst machen, aber für meinen Anhänger hats gereicht ;)

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Innenraum

5. Die Wände sind sowohl vom meinem Pferd als auch von dem Pferd des Vorbesitzters beschädigt worden und waren immer wieder feucht (hauptsächlich hinten, da das Wasser bei einer Fahrt im Regen über die Anhängerklappe rein konnte), also habe ich das lose Holz entfernt und einiges an der Polybeschichtung auch noch, um wirklich sicher zu gehen, das sämtliches faulendes Holz entfernt worden ist. Dann habe ich es grob geschliffen und anschließend verspachtelt. Das ist keine besonders hochwertige Arbeit geworden, aber da der Anhänger einen Seitentrittschutz bekommen sollte, war das egal.

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Seitentrittschutzwand

6. Die Gummimatten habe ich im Internet bestellt und sie kamen unterschiedlich lang. Man könnte sie prima zu schneiden... Naja egal.

7. Dann haben wir Löcher in die Seitenwände des Anhängers gebohrt, die Gummimatten mit dem dazugehörigen Kleber versehen und diese mithilfe von Panzerklebeband an den Seitenwänden festgemacht. Danach wurden die Löcher durch das Gummi gebohrt und die mit Silikon versehenen Schrauben festgezogen. Die Idee fand ich eingetich ziemlich gut, aber auf den Bildern sieht man schon das Problem! Wir haben es nicht geschafft, dass die Matten gleichmäßig anlagen. Es war mit Sicherheit zu wenig Kleber!

8. Nachdem ich das Panzerband entfernt habe, habe ich die Ränder der Gummimatten mit Silikon abgedichtet, damit auf keinen Fall Feuchtigkeit hinter die Matten kommt.

9. Zum Schluss habe ich den Ganzen Innenraum weiß gestrichen und den Anhänger außen mit einer Pflegepaste bearbeitet, die wasser- und schmutzabweisend ist und dem Anhänger wieder eine schöne dunkelgraue Farbe gegeben hat. Alle Schrauben erhielten dann eine Ziermutterkappe, die ich auch mit Silikon angeklebt habe! So kommt kein Wasser rein und auf dem Turnier klaut die Dinger keiner! Fast wie neu :)


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