Indianergeburtstag mit Tomahawk

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    35 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Je nachdem, was gerade nach dem Sandmann lief, gab es verschiedene Wellen, die die Kinder erfassten – sei es der Dino-Wahn (In einem Land vor unserer Zeit...) oder Indianer (Yakari). Joshua war im Yakari-Fieber und so musste ein Indianer Geburtstag gefeiert werden. Damit ihr Bescheid wisst ;-) : Indianer gehen auf eine Jagd, um zu beweisen, dass sie über alle Fähigkeiten verfügen, die sie zu einem vollwertigen Stammesmitglied machen. Begleitet die Kinder doch auf ihrer Jagd...

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Tischkreissäge
  • Schleifer
  • Pinsel
  • Messer
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Materialliste
  • Stiele | Buche, Rundholz
  • Tomahawk-Köpfe | Pappelsperrholz (4mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Zeremonie

Im Internet habe ich mir eine Aufnahme einer Kiowa-Feier runtergeladen und ließ diese als Schleife leise ständig im Hintergrund laufen (wer sich über die äußerst blutigen Stammeskriege wundert, sollte diese Trommeln einfach mal 2 Stunden in voller Lautstärke hören. Danach findet man Skalpierungen oftmals sozial verträglich und eigentlich echt okay...).
Meine Begrüßung mit finsterer Miene schwor die Kinder schon gleich auf die Ernsthaftigkeit der Prüfung ein! Das lässt sich allerdings von mir höchstens 2 Sätze durchhalten. Dann erkläre ich in blumiger Sprache („Seit vielenMonden.::“ „der große Geist sagt uns...“ etc) unter dem Gegiggel der Zwerge, dass harte Prüfungen auf die Kinder warten.
Hierzu liegt die Stammespfeife in der Mitte, die wir aus den Resten des Salzteigs der Fische gemacht haben. Fische? Welche Fische? Geduld– kommt noch. Die liegt nur in der Mitte, weil die Pfeife das heiligste Totem unseres Stammes ist – wir haben uns aber das Rauchen abgewöhnt! ;-)
Dazu wird mit Pfeifendrehen bestimmt,wer sein Geschenk überreichen darf (ein MUSS beim Kindergeburtstagist das Flaschendrehen hier...).
Wir basteln aus vorbereiteten Pappstreifen und Federn Federschmuck und geben jedem Kind seinen Wunschnamen. Man sollte sich schon vorher ein paar Vorschläge überlegen, um den Kindern Anhaltspunkte geben zu können. Die Namen haben wir dann auf den Federschmuck geschrieben. So wenig authentisch dieser Federschmuck auch aussehen mag, „strahlender Regenbogen“und „weiser Adler“ hüten ihn seit 2 Jahren als Schätze und nutzen ihn immer noch im Spiel!
Bevor man sich auf eine so langeWanderung begibt, muss man natürlich noch ordentlich Kraft tanken.Das machen Jungindianer am Besten mit einem großen Stück Schokokuchen.

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Die große Wanderung

Auf direktem Weg ins Land des Bisons –oft von Bleichgesichtern auch schnöde als Park bezeichnet... Dort kommt es am großen Strom – dem Erlenbach (nur wenige km lang, aberseit EHEC sehr bekannt :-( ) zur ersten Prüfung: Da Indianer wahre Meister des Fischfangs sind, mussten dies die jungen Krieger unter Beweis stellen. Auf einer Wiese vor dem Bach legten wir Fische aus Salzteig aus, an die lange dünne Seile mit einem Stock am Ende befestigt sind. Die Fische haben wir im Vorfeld mit den eigenen Kindern gemacht –einfach Salzteig anrühren (2 Teile Mehl, 1 Teil Salz, 1 Teil Wasser), ausrollen oder platt drücken und die die Konturen der Fische mit einem Messer ausschneiden. Ein Loch für die Kordel nicht vergessen! Den Ofen auf 50-100° vorheizen (Je wärmer, desto schneller ist der Salzteig fertig. Bei zu hoher Hitze wirft er allerdings Blasen) und je nach Dicke 1-2 Stunden backen. Anschließend kann der Salzteig mit Wasserfarben bemalt werden.
Alle Kinder standen in einer Reihe und mussten durch Drehen des Stocks das Seil aufwickeln und so den Fisch einholen. Alle meisterten die Aufgabe und durften sich von jetzt an mit den Stammeswesten kleiden. Die Stammeskleidung sindPonchoüberzieher aus Baumwolle, die es für 1-2€ zu kaufen gibt.Die weißen Überzieher haben wir mit Mustern verziert, die uns indianisch erschienen. Dazu gab es Gürtel aus einem gittergewebten Kordel-Geschenkband.

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Anschleichen

Wie verschlingen Kinder eine Riesenmenge Rohkost? Wenn's Spaß macht! Die bleichgesichtige Mama hat das Essen bewacht. Die Mini-Indianer mussten sich leise anschleichen und durften jedes Mal ein Beutestück mitnehmen. Die Kinder waren so aufgeregt, dass sie sich das erstbeste griffen und schnell aßen, damit sie sich erneut anschleichen konnten. Obst wäre wahrscheinlich der noch größere Renner gewesen.

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Balance über dem Schlangenpfad

Am Ende des Schlangenpfades warten Beutel aus kostbarem Leder . Doch nur wer den Pfad nicht verlässt, kommt ans Ziel. Wer den Pfad verlässt, muss schnell zurück zum Beginn des Pfades – doch Vorsicht! Abseits des Pfades lauern giftige Schlangen. Oder für die Realisten: Die Kinder mussten über die Baumstämme balancieren, damit sie einen Lederbeutel bekommen.

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Howling Wolf

Ein Wunsch war „Elektrisches Bonbon“ zu spielen. Es liegen ca 10 Schätze (oft Süßigkeiten) in der Mitte. Ein Kind dreht sich um. Die Gruppe wählt einen Schatz zum elektrischen Bonbon. Nun darf das Kind sich so lange Schätze nehmen, bis es das elektrische Bonbon wählt. Dann ist das Spiel vorbei und das nächste Kind darf. Bei uns hieß das Spiel „Howling Wolf“ (statt „elektrisches Bonbon“ zu rufen, mussten die Kinder wie ein Wolf heulen) und statt der Bonbons gab es Perlen und schöne Steine.

Murphy schlägt zu: Es liegt in der Natur der Sache, dass auch mal als erster Schatz der „Howling Wolf“ gezogen wird. Dies geschah bei uns. Der tapfere Indianer verlor sofort alle Tapferkeit und die Tränen schossen in die Augen. Kein Problem, natürlich durfte er nochmal. Als er wieder auf Anhieb das Heulen der Wölfe vernehmen musste, verlor er gänzlich alle Fassung und brach sofort in Tränen aus. Wieder beruhigt, nahm er auch beim dritten Mal zielsicher den heulenden Wolf! Ich glaube, für ihn war der Tag gelaufen! Er durfte sich dann ein paar Schätze einfach so nehmen. Nochmal hätte kein Anwesender einen Versuch starten wollen...

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Flußüberquerung

Auf dem Heimweg mussten die Indianer nun noch einen reißenden Fluss überqueren. Sie haben Trittsteine (aus PVC-Rest geschnitten) dabei – aber nur einen mehr als Krieger. Sie kommen nur im Teamwork über den Fluss. Der Vorderste muss den überzähligen Trittstein vor sich legen, auf diesen wechseln und alle Anderen müssen nachrücken. Der Hinterste nimmt jetzt den hintersten Stein und gibt ihn nach vorne durch. Das Spiel hat den Kids Riesenspaß gemacht und sie haben sich extra Umwege gelegt, um es zu verlängern.

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Bisonschwanz und Tomahawk

Relativ kurzfristig kam noch die Idee mit dem Bisonschwanz-Spiel dazu. Der Bison ist ganz simpel und entstand in einer knappen Stunde. Erst habe ich die Form auf einer 4cm-Styroporplatte (100x50cm) vorgezeichnet und mit dem Messer ausgeschnitten. Dann den hinteren Bereich mit braunem Packband umwickelt. Etwas weiter als nötig, um weiße Stellen zu vermeiden. Der vordere Teil wird dann mit schwarzem Klebeband umwickelt. Zum Schluss habe ich noch mit weißem Lackstift das Gesicht und das Horn aufgemalt.Aufgabe der Indianer ist nun dem Bison seinen Schwanz wieder an zu stecken. Der Schwanz ist ein Bündel schwarzes Dekobast, das auf einem Schraubenzieher (ein Dart geht noch besser) steckt. Das Kind bekommt die Augen verbunden und muss nun blind den Schwanz am Bison anbringen – die Kinder lachen sich schlapp dabei! Erklärt den Kindern vorher, dass sie keinen Quatsch machen dürfen, wenn sie die Augen verbunden haben!
Als nun vollwertige Indianer erhalten alle ein Tomahawk.

Die Tomahawks habe ich aus zwei Teilen hergestellt. Die Tomahawk-Blätter habe ich vorgezeichnet und aus 4mm-Pappelsperrholz ausgesägt. Ich habe auf Papier verschiedene Formen gezeichnet, bis eine mir nach Tomahawk aussah. Die Schneide habe ich mit dem Schleifer „geschärft“ und anschließend silber lackiert. Die Stiele habe ich eng aneinanderliegend mit doppelseitigem Klebeband auf ein Holzbrettchen geklebt und dann auf der anderen Seite ebenfalls ein Brett gegen geklebt. So habe ich ein ausreichend stabiles Paket, bei dem sich die einzelnen Stiele beim Sägen nicht verdrehen. In die Stiele müssen nämlich Einschnitte gesägt werden, die das Blatt aufnehmen. Die Tiefe sollte mindestens 5mm über der Blatthöhe liegen. Für einen 4mm breiten Einschnitt muss der Anschlag um einen mm versetzt werden. Durch das Brettchen lässt sich das Paket sehr gut am Anschlag entlang führen.Die Stiele werden dunkel gebeizt und 1x klar lackiert. Der Klarlack bindet die noch vorhandenen losen Beizepartikel und verhindert, dass sie das silberne Blatt bräunlich färben, wenn man beides verbunden lackiert.Dann werden Stiel und Blatt miteinander verklebt, mit 2 Holzdübeln verbunden und anschließend 3x klar lackiert. Mit einem Tropfen Kleber auf beiden Seiten halten die Federn (je 2 pro Seite) und die „Befestigung“ des Blattes mit braunem Zierbast. Die Tomahawks sind auch jetzt noch der Renner beim Spielen - auch bei Gastkindern...

8 10

Restaurierung

Da die Tomahawks dauernd im Spiel verwendet werden, sind die Zierfedern im Laufe der Zeit ausgefallen.Zur Restaurierung der Tomahawks habe ich neben geflochtenem Kunstleder, gewachster Kordel, kleinen Perlchen und Metallzierperlen auch wieder Federn (Hühner, natur diesmal) verwendet.Ich finde, sie sehen jetzt sehr indianisch aus...

9 10

Stockbrot auf die Schnelle

Zum Abschluss gab es wieder Stockbrot am Feuerkorb. Wir haben schon häufig Stockbrot mit unterschiedlichsten Ergebnissen gemacht. Um etwas Arbeit einzusparen, kam mir die Idee mit Knack&Back – aber auf keinen Fall den Brötchenteig nehmen, da die Teiglinge kaum trennbar und am Stock wieder zu befestigen sind. Die Croissants oder Hörnchen eignen sich super für Stockbrot. Der absolute Renner: Nutella auf den dreieckigen Teig! Und dann um einen Stock wickeln (frisch entrindet oder besser noch mit Alufolie umwickelt). Die Kinder rösten sich ihr Brot selbst – und lieben es!

10 10

Schlussbemerkungen

Mit Kleinigkeiten gelingt es, für Kinder Phantasiewelten zu erschaffen. Es lohnt die Mühe, die Spiele in eine passende Geschichte einzubetten. Theoretisch kann man auch vier Jahre hintereinander die gleichen Spiele machen und sie in eine zum jeweiligen Motto passende Geschichte verpacken. Wenn die Geschichte stimmig ist, nehmen es die Kinder dankbar an. Spielideen findet man zu Hauf im Internet und die Kinder haben ja auch immer Wunschspiele.


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