Ich war mal ein Ausziehtisch

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

könnte man so sagen. Unser Esstisch war jetzt langsam echt nicht mehr schön. Also wirklich nicht. Zumindest die furnierte Platte hat doch sehr unter der ständigen Nutzung für Bastelarbeiten, Hausaufgaben, Mahlzeiten und Überwemmungen durch Saft & Co gelitten. Schön, wenn wenigstens der Unterbau noch genutzt werden kann. Damit entfällt nämlich die "Und? Wie bauen wir jetzt die Tischbeine stabil?" Überlegung.
Klar gibt es wieder Dinge wo ich jetzt schon "Das hätt ich aber anders gemacht!" deutlich höre, aber immer im Rahmen der Möglichkeiten und Fähigkeiten betrachtet haben wir aus den vorherrschenden Sachen das beste gemacht.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PST 900 PEL  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elekt
  • PEX 220 A  - Exzenterschleifer (elektrisch)
  • PSR 18 LI-2  - Bohrschrauber, Bohrmaschine, Schlagbohrschrauber (Akku)
  • Pinsel
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • 2 x Arbeitsplatten | Leimholz Buche (2400 x 600 x 270)
  • 1 x Dose (Hartwachs)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Man nehme...

einen ziemlich abgeranzten ausziehbaren Esstisch, 2 Leimholz-Arbeitsplatten in Buche, was zum sägen, was zum schleifen, was zum anstreichen und ganz viel Zeit. gemischt mit dem einen oder anderen Denkfehler kann am Ende aber tatsächlich ein ansehnlicher Esstisch dabei rumkommen.
Denkfehler weil: Wir machen einen sechseckigen Tisch mit 1,20 m Durchmesser und verrechnen uns vorher mal gründlich bei der Planung. Ausgehend von "Wir können ja die bereits abgerundete Kante der Arbeitsplatte nutzen, dann wird der Tisch doch recht groß" mussten wir beim Anzeichnen feststellen, dass wir uns beide gehörig vertan hatten. 
Übrigens ist das ein Gemeinschaftsprojekt,m weshalb ich mal mehr oder weniger in der "Wir-Form" schreibe. Ich bin nicht plötzlich in den Pluralis majestatis gewechselt und fühle mich jetzt ganz wichtig. Das nur am Rande.

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Dann mal los

Wir hatten so eine schöne Konstruktion angedacht, bei dem mittels Kreisen das Sechseck angezeichnet wird. Also schnell aus Nadel, Faden und Bleistift einen Behelfszirkel gezaubert und dann...
Dann haben wir festgestellt, dass unser Denkfehler und etliches an Verschnitt kostet, ist aber letztendlich auch egal gewesen. Der neue Tisch hat nun fast genau so viel Fläche wie der alte, sieht aber deutlich besser aus als das abgewrackte Ding.
Wir hatten beide die Außenkante der Arbeitsplatten gerechnet und dann festgestellt, dass das nicht stimmt, wir so nicht auf ein gleichseitiges Sechseck kommen. Also mussten wir umdenken und umplanen.
Aber die Kantenlängen von 60 cm haben wir nun beibehalten und nach a=r und Winkeln von 120° unser Sechseck angezeichnet. Schließlich ist das Mittelteil zur Veränderung zum Achteck auch 60 cm tief. Und gleichmäßig sollte es schon werden.

 

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Jetzt aber

Mit der Stichsäge ging es an den Zuschnitt. Alter Verwalter, das Holz ist echt hart und die Säge hatte arg zu kämpfen. Das war aber Männes Part. Ich hab mich aufs Schleifen und andere Handlangertätigkeiten beschränkt. Schleifen mach ich ja gerne. Und natürlich das Übliche vom groben zum Feinen Papier und auch brav anfasen. ja, alles bedacht. Schliesslich soll sich ja keiner beschweren können dürfen.

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altes weg - neues her

Während ich also Krach gemacht hab, hat Männe die alten Tischplatten abgeschraubt, da wir die Unterkonstruktion weiter verwenden wollten. Auch wenn das Holz nu nicht unbedingt Ton in Ton ist. Aber das ist mir ehrlich gesagt nicht ganz so wichtig. Auch dass die Unterkonstruktion eher mit Rundungen daherkommt, während wir auf eckig gesetzt haben.
Also das Anschrauben der Schienen und der Trägerplatten an die neue Tischplattenkonstruktion war der Knaller. Das Mistding hat sich ständig in sich selbst verdreht und trotz Halten, gucken und vorsichtig schrauben hat sich das Mistding immer wieder verdreht und verzogen. Es war echt die Pest!

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na endlich

Aber irgendwann war endlich alles so festgeschraubt, wie es sollte. Streichen und das Abendessen an den Couchtisch verlagern. Nein, ein Bild vom Essen gibt es nicht, das findet ihr auf meinem Blog. So ätsch! 
Am nächsten Tag ging es dann aber mit der Fertigstellung weiter. Leisten sollten das Gestänge von dem Ausziehdingens verdecken und auch vor "Boah nee, jetzt hab ich mir wieder das Knie gestoßen" schützen. Die mussten aber erst einmal zugesägt werden. Da es keine Buchen-Leimholz-Leisten gab, mussten wir Dachlatten nehmen. Kommt zwar jetzt mit der farbe nicht ganz hin, aber Holz dunkelt ja nach. Und in spätestens 2 Jahren fällt das nicht mehr auf.
Also, Leisten zusägen, abschleifen, anschrauben
 

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pffffff

und weil es ja so schön ist, ist nach dem Streichen vor dem Schleifen. Oder so.
Bei unseren immer noch recht unachtsamen Kindern ist mindestens 2 Mal Hartwachs aufbringen Pflicht. Inzwischen tendieren wir zu dreimal. Aber das muss ich morgen nochmal sehen. 
Also, Abschleifen und nochmal streichen und wieder warten.
Soweit sieht es ganz gut aus. Natürlich ist der Farbunterschied zwischen einer Dachlatte und einer Buchen-Arbeitsplatte nicht zu übersehen. Trotzdem hat der Tisch optisch gewonnen und ich freue mich drauf, dass ich nicht mehr an diesem ranzigen Ding sitzen muss, was nach dem Abwischen auch nicht anders aussah als vorher. 
Und wehe, eins der Kinder kommt auf den Trichter, da hübsche Buntstiftzeichnungen drauf malen zu wollen. Dann gibt es aber böse Ärger mit mindestens einem Chef im Ring!


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