Holzschale - Übungsstück

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Meine Enkeltochter wollte unbedingt "so ein Körberl" für ihr aktuelle liebstes Stofftier, Tigger, von Winnie Puuh.

Da traf es sich gut, dass ich gerade am Überlegen und Planen einer Holzschale war. Diese werde ich aus zwei unterschiedlichen Hölzern machen, gesägt wird natürlich mit der Dekupiersäge. Da ich mir bei den Winkeln für die Schnitte noch nicht sicher war entschloss ich mich, aus "billigem" Holz ein Probestück zu sägen. Sollte es gelingen, hätte die Kleine ihr "Körberl".

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitungen

Auf dem PC machte ich eine Vorlage und druckte diese aus. Vorlage gibt's hier.

Schönes Vollholz war mir für den Test zu schade (ich hab auch nicht mehr viel davon). Aber von meinem Jaguarpuzzle hatte ich genügend Leimholzreste um davon 5 Stücke abzutrennen. Ein etwa 3 cm breites Mittelstück, zwei etwa 1 cm schmale Leisten und zwei  breitere Leisten.

Diese wurden unterschiedlich gebeizt: das spätere Mittelstück schwarz, die schmalen Leisten rötlich und die breiteren gelblich.

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Winkelbohrschablone

Die Trockenzeit der Beize nützte ich zum Anfertigen zweier Winkelschablonen. Einmal mit einem 25°-Wiunkel, die andere mit 28° (wurde dann aber nicht gebraucht).

Dazu trennte ich zwei Leisten von einer 25 mm dicken Multiplexplatte. Der Tisch der Dekupeirsäge wurde eingenullt und dann mithilfe des elektronischen Winkelmessers auf die entsprechenden Grade eingestellt (Bild 1). So wurden die beiden Teile gesägt. Beschriften nicht vergessen (Bilder 2+3).

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Brett fertigen

Die Beize ist trocken. Die Teile werden passend aufgelegt (Bild 1). Dabei erkennt man leichte Verziehungen durch die satt aufgetragene Beize. Ist aber kein Problem, das lässt sich mit genügend Druck korrigieren.

Auf die Schmalseiten wird Leim aufgetragen (Bild 2) und die Teile in der richtigen Folge zusammengefügt. Mit genügend Zwingen und Zulagen wird aus den Leisten ein ebenes Brett (Bild 3).

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Sägen

Wie in Schritt 2 erwähnt wird der Tisch für den Außenschnitt auf 35° eingestellt (Bild 1). Diese Angabe entnahm ich einer Anleitung die ich einmal irgendwo im Netz gesehen und mir notiert hatte.

Die Außenkontur der Schale wird gesägt (Bild 2). Dann kommt erstmals eine Bohrschablone zum Einsatz. Der erste Innenschnitt wird mit 25° gesägt. Entsprechend dazu legte ich die passende Schablone an der Linie an und bohrte mit einem 1 mm-Bohrer ein Loch (Bild 3).

Ein Sägeblatt #3 wird durch das Loch gefädelt und der erste Innenschnitt gemacht (Bild 4).
Der oberste Ring kann nun abgenommen werden. Er wird auf die Restplatte aufgelegt, ausgerichtet und die Innenkontur nachgezeichnet (vor lauter Werkeln habe ich auf Fotos vergessen).

Schon beim Auflegen merkte ich, dass es einige Abweichungen gab. Daher entschloss ich mich entgegen der ursprünglichen Anleitung weiterzumachen. Nach dieser hätte ich alle Folgeschnitte mit 28° machen sollen. Ich beschloss, bei dem 25°-Winkel zu bleiben.

Das nun schon bekannte Spiel: Bohrschablone an der gezeichneten Linie ausrichten, Loch bohren, Sägeblatt durchfädeln und Kontur sägen. Wichtig dabei, immer entgegen dem Uhrzeigersinn sägen!

Dann den gesägten Ring lösen, oben auflegen, ausrichten, Kontur nachzeichnen, Bohrschabalone anlegen ...
Je mehr solcher Ringe man sägt, desto höher wird die Schale aber desto geringer die Bodenfläche. Ich beließ es bei insgesamt drei Ringen. Die Vorlage abziehen und die Teile in der richtigen Reihenfolge stapeln (Bild 5).

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Abschlussarbeiten und Fazit

Die Ringe werden zusammengeleimt und nach dem Trocknen wird die Innenseite geschliffen. Dann wird der Ringteil mit der Bodenplatte verleimt. Ein schwerer Pflasterstein fixiert die Teile bis zum Abbinden des Leims (Bild 1).

Ist dieser getrocknet geht es ans Schleifen. Wie man auf dem ersten Bild sehen kann ist der oberste Ring etwas überstehend. Wäre er nicht schon angeleimt könnte man ihn außen rund schleifen um einen "Kragen" als oberen Abschluss zu haben. In meinem Fall war es dazu zu spät. Ich entschloss mich also dazu die Außenkante in einer durchgehenden Schräge zu machen.

Dabei war der Bandschleifer eine große Hilfe (und Fichtenleimholz lässt sich ja GsD leicht schleifen). Bald war die Holzschale, pardon, das "Körbchen" fertig geschliffen (Bilder 2+3) und Tigger konnte einziehen. Eine Kuschelwindel als Matratze fand auch noch Platz (Bild 4).
Die fertige Schale ist ca. 270 x 180 x 72 mm.

Abschlussbemerkung:
Ich bin froh dass ich die Holzschale zuerst als Übungsobjekt gemacht habe. So konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln. Mal sehen, was diese bei meiner nächsten Holzschale bringen werden.


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