Holzlager für Brennholz

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Vor 2 Jahren haben wir uns ein Häuschen gekauft, in dem auch ein Ofen vorhanden ist. Es war aber kein geeigneter Lagerplatz für das benötigte Brennholz vorhanden. Die Vorbesitzer haben den Ofen wenig benutzt und das notwendige Holz in der Garage gelagert.

Hierfür musste also ein geeignetes "Gebäude" her. Hinter dem Haus befindet sich eine alte, nicht mehr genutzte Terasse, die mit Platten und Steinen gepflastert ist. Außerdem hatte die Wand an dieser Seite auch keine Fenster.

Die Kosten habe ich grob beschätzt, da ich Unterlagen mehr zu den verbauten Materialien habe.

(Da das ganze schon fertig ist, gibts vom Bau leider keine Bilder, aber ich versuche es so zu beschreiben, das es nachvollziehbar ist.)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Bohrhammer
  • Multifunktionswerkzeug
  • Winkelschleifer
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Materialliste
  • 80 x Laufende Meter Dachlatten | Holz (38x58)
  • 28 x Möbelwinkel | Stahl (40x40x40)
  • 44 x Lochplatten | Stahl (40x150)
  • 24 x Spax Schrauben Dübel | Stahl (6x120)
  • Jede Menge Spaxschrauben (Torx) | Stahl (5x100)
  • Jede Menge Spaxschrauben (Torx) | Stahl (4x35)
  • 12 x Gewindestangen M6 | Stahl (M6 X 1m )
  • 6 x Gewindestangen M8 | Stahl (M8 x 1m)
  • Muttern und Karroseriescheiben | Stahl (M6 u. M8)
  • 6 x Dachplatten, Trapezprofil | Stahl (900 Lang, ca, 1100 Breit)
  • 100 x Laufende Meter Latten | Holz (24x48)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ständerwerk

Das Ständerwerk ist als eine Art Leitergrüst ausgelegt.

1. Als Grundbefestigung werden 7 Dachlatten (2m) mit des schmalen Seite im Abstand von 1m an der Wand mit je 4 Spax und Dübeln befestigt. Abstand zwischen den Latten: 96 cm. Alle natürlich mit der Wasserwaage auf gleicher Höhe. Abstand vom Boden ca. 10-12 cm über der Höhe, auf der die vorderen Latten nachher stehen, damit ein brauchbare Dachneigung entstehen kann.

2. Die unteren und mittleren Querlatten werden auf 66 cm abgelängt. Die unteren werden an einem Ende seitlich mit 2 Lochplatten bestückt, so dass diese ca. 5 cm überstehen, am anderen Ende wird oben und unten je ein Möbelwinkel angeschraubt. Die mittleren Latten erhalten auf beiden Enden einen Winkel an der Unterseite. Alles mit Spax 4x35 befestigt. 

3. Die unteren Querlatten werden mit dem mit den beiden seitlichen Lochplatten bestückten Ende über die hintere Latte geschoben und verschraubt. Dabei ruhig die hintere, senkrechte Latte 1-2 cm nach unten überstehen lassen. Danach wird diese mit der Wasserwaage ausgerichtet und vorne der Abstand zum Boden gemessen und notiert.

4. (Bild 2)Die vorderen Ständer werden unten mit einem Metallwinkel bestückt, damit diese nicht auf dem Boden stehen und vermodern. Hierbei den Abstand zum Boden (aus dem vorherigen Schritt) beachten. Die Pfosten sollen mindestens 2cm über dem Boden stehen. Also an dem Pfosten, bei dem der Abstand zum Boden (aus Schritt 3) am geringsten ist, beginnen und den Winkel entsprechend verschrauben. Danach die anderen und den Winkel entsprechend tiefer befestigen.

Nachtrag: Nach dem ersten Winter erwiess sich, dass die Befestigung der Winkel an den Füßen mit 4 Spax zu wenig war. Die Schrauben waren teilweise verbogen oder bereits komplett geköpft. Also habe ich mit einem Wahenheber unter der unteren Querlatte das ganze etwas angehoben, die Schrauben soweit entfernt und stattdessen je 2 Schloßschrauben 8 mm eingesetzt. Seitdem hält das.

5. Dann die vorderen Pfosten mit den unteren Querlatten verschrauben (Querlatte in Waage!) und anschließend die mittleren Querlatten befestigen. Zusätzlich erhalten die beiden Querlatten eine Schraube (6x100 Spax) von vorne zur zusätzlichen Stabilisierung.

6. Abschließend wird noch die obere Latte montiert. Diese wird auf 85 cm geschnitten und direkt von oben mit je einer 6x100 Spax in die beiden senkrechten Latten geschraubt.

(Nachtrag: Der so entstehende Überstand von ca. 10cm ist eigentlich noch etwas zu gering, besser mit 20cm planen, das trockene Holz wirds danken).

7. Fehlen noch die Dachlatten fürs Dach. Beginnend von der Mitte des ganzen werden vorne und hinten je 4 Latten a 2m auf die fertigen Ständer geschraubt. Vorne bündig mit den oberen Querlatten, hinten ca. 5 cm von der Wand.

Damit steht das Grundgerüst.

Das ganze wurde dann noch mit roter Consolan-Farbe passend zur Wand und den Dachplatten gestrichen.

(Nachtrag: die zweite senkrechte Latte an der Vorderseite ist nachträglich dazugekommen. Hierzu wurde die 3. Latte der Roste jeweils gekürzt (Multifunktionswerkzeug mit schmalem Sägeblatt), in das so entstehende Loch eine Dachlatte gesteckt und an der mittleren Querlatte mit seitlichen Lochblechen befestigt. Dann eine weitere zwischen der mittleren und oberen Querlatte befestigt. An den Außenseiten unten jeweils zusätzlich ein Lochblech, da aussen ja kein Rost ist zum gegenhalten.)

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Dachplatten

Die Platten für das Dach sind fertig auf 90 cm geschnitten und stehen somit etwas über die vordere Dachlatte heraus. Damit wird erreicht, das bei Regen die Latten weitestgehends trocken bleiben. In der Breite sind sie etwas mehr als einen Meter, mit 6 Platten steht das Dach also entsprechend über.

1. Beginned von der Mitte aus werden die Platten aufgelegt, so dass am Ende rechts und links der gleiche Überstand entsteht. Dann werden die Platten mit den zugehörigen Schrauben in der unteren Rille befestigt. Die Schrauben haben eine Dichtung eingebaut, so dass es Wasserdicht wird. Die überlappenden Rillen werden ebenfalls verschraubt.

2. Mittig unter die äußersten Rillen wird jeweils ein Stirnbrett befestigt. Die noch überstehenden Dachlatten entsprechend kürzen und das Brett befestigen (auf Bild 2 erkennbar).

3. Optional gibt es passende Winkelbleche, um das ganze noch zu verkleiden. Die hatte ich aber vergessen mitzubestellen.

4. Die Halterungen der Dachrinne können direkt auf die Strinseiten der oberen Querlatten des Ständerwerks geschraubt werden, sie ist dann etwas geneigt. Oder man unterfüttert sie mit Keilen.

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Roste

Damit das Brennholz nicht auf dem Boden liegt, erhält das ganze noch Roste. Die Roste bestehen aus Latten 24x48mm.

1. Zugeschnitten werden folgende Teile (je Rost):
  - 14 Latten 1m
  - 1 Latte 96cm
  - 44 Stücke 48mm

2. In die langen Latten wird mittig ein 8,5mm Loch und an den Enden jeweils 5cm vom Ende ein 6,5mm Loch gebohrt (für die 96cm Latte je 3cm vom Ende).

3. In die kurzen Stücke werden ebenfalls Löcher gebohrt, 30 mal 6,5mm 14 mal 8,5mm.

4. jetzt 2 Gewindestangen M6 und eine M8 an einem Ende mit einer Hutmutter und Karroseriescheibe bestücken. Vom anderen Ende der Gewindestangen her werden jetzt die Holzleisten aufgefädelt. Zuerst die 96cm Leiste, dann abwechselnd eine Reihe der kurzen und danach eine 1m Leiste. Nach dem Auffädeln jeder 1m Leiste das ganze mit einem Hammer zusammenschlagen. Dabei eine Unterlage verwenden, da die Hutmuttern sich sonst in der Werkbank verewigen.

5. Als letztes werden werden auf die beiden äußeren Gewindestangen zwei der kurzen 48mm Stücke aufgefädelt, in der Mitte fehlt dieses. Dann wird das ganze zusammengeschraubt mit Karroseriescheiben und Muttern. 

6. Die überstehenden Gewindestangen werden mit einem Winkelschleifer abgetrennt.

7. Jetzt kann der Rost in das Grundgerüst eingelegt werden. Die Hutmuttern nach vorne. Die 96cm Leiste liegt dabei zwischen den vorderen Sändern, die letzte Reihe der kurzen Leisten zwischen den hinteren.

8. Beim Stapeln des Holzes habe ich vorne eine Reihe eingelegt, dann rechts und links je eine Reihe so dass das Holz ein U bildet. In den mittleren Raum dann u.a. die Holzscheite, die sonst nich reinpassen, weil zu lang, zu kurz oder Astgabeln haben. So steht jedes Feld für sich und es kann eines geleert werden, ohne dass das Holz aus den benachbarten Feldern umfällt.


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