Hochregal

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Nach der Dobok-Garderobe gleich zum nächsten Testprojekt. Immer noch ging es darum, weiteren Stauraum zu schaffen. Also wagte ich mich an ein Hochregal. Dieses sollte in eine Nische zwischen Schrank und Wand. Die Bilder zeigen das Endergebnis und die Ausgangslage.

Gebaut wurde mit dem Testgerät PKS 18 Li, mit der auch die Falze gesägt wurden.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PKS 18 LI  - Kreissäge (Akku)
  • Oberfräse

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorarbeiten

Im Vorfeld überlegte ich mir die einzelnen Arbeitsschritte. Dabei wurde mir klar, dass dabei eine ganze Menge an Löchern an genau definierten Positionen anfallen werden. Von meinen Erfahrungen mit solchen Schablonen vom Projekt der Wickelkommode motiviert machte ich mich an den Bau einer längeren Lochreihenschablone. Die Beschreibung dafür ist etwas umfangreicher, so dass ich sie als eigenes Projekt eingestellt habe.

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Zuschnitte

Ich hatte mir Platten in der benötigten Breite besorgt. Da hatte ich Glück, denn auf Grund des schlechten Wetters musste ich in meine kleine Werkstatt übersiedeln. Für größere Platten wäre da so gar kein Platz gewesen.

Die Platten wurden mit der PKS 18 Li auf die richtige Länge zugeschnitten (Bild 1). Da der Parallelanschlag dafür zu kurz war klemmte ich eine Führungsschiene an und sägte die Platte in gemächlichem Tempo auf MAß (ein schneller Schnitt führt bei beschichteten Platten zu unschönen Absplitterungen).

Aus den Überständen sägte ich die Bretter für den Boden und die Decke des Regals. Aus einer weiteren Platte wurden drei Einlegeböden (mehr waren fürs erste nicht gewünscht).

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Kanten verschönern

Decken- und Bodenplatte bekamen an allen vier Seiten passende Kanten. Die Einlegeböden nur an der sichtbaren Vorderkante.

Die Kanten gibt es in Rollen zu 5m in den gängisten Dekoren. Ich schnitt ausreichend große Stücke von der Rolle (Bild 1). Mit einem Bügeleisen (ohne Dampf!) wird bei mittlerer Hitze die Kante aufgebügelt (Bild 2). Solange die Kante noch warm ist drückt man mit einem glatten Holzstück die Kante fest (Bild 3).
Nach dem Auskühlen werden die Überstände abgetrennt. Das kann man mit einer Feile, einem Hobel oder - wie ich - mit einer scharfen Klinge machen (Bilder 4+5).

Die Kanten werden zum Schluss noch mit einem feinen Schleifpapier (ich nahm 240er) leicht gebrochen (Bild 6). Beim Brechen der Kanten aufpassen, diese können sehr scharf sein!
Soweit sind die Kanten fertig (Bild 7).

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Fräsungen für Lamelloverbinder

An der Boden- und Deckenplatte wurde die Mitte markiert (Bild 1). Dann fräste ich an jeder Seite drei Schlitze für die 20er-Lamellos in die Fläche (Bild 2). Die Seitenteile bekamen deckungsgleiche Schlitze in die Stirnseiten (Bild 3).

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Falz für Rückwand sägen

Ich weiß, dass man den folgenden Schritt mit der Oberfräse schneller hinbekommen hätte. Aber es ging ja um einen Test. Daher beschloss ich, die Falze zum Einsetzen der Rückwand ebenfalls mit der Handkreissäge zu machen. Da dies etwas heikel werden kann, machte ich erst eine Testfräsung.

Ich montierte meinen verlängerten Parallelanschlag und fixierte ihn so, dass er am Sägeblatt anlag (Bild 1). Dann wurde die Schnitttiefe eingestellt (Bild 2) und schon ging die Sägerei los (Video1). Nach jedem Schnitt wurde der Anschlag um eine Sägebreite verstellt bis die gewünschte Breite erreicht ist. Der Testfalz wurde sehr gut (Bild 3), so dass es keine Ausrede mehr gab.

Um die Oberfläche nicht zu beschädigen klebte ich diese mit Paketband ab (Bild 4). Ich stellte den Anschlag auf 1cm ein (Bild 5). Ich sägte die Falze von innen nach außen, das erschien mir besser so (Bild 6 und Video 2).

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Lochreihen fräsen

Nun kam meine Lochreihenschablone zum Einsatz. Der Bau, sowie die Anwendung derselben sind in einem Extraprojekt detailliert beschrieben.

Jedenfalls funktionierte das sehr gut und ging auch schneller als gedacht (siehe Bild und Video).

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Zusammen- und Aufbau

Alle Platten samt dem nötigen Werkzeug brachte ich zur Tochter (Bild 1). Nur gut, dass diese gleich auf der Nachbarstiege wohnt  ;-)

Hatte ich bisher alleine gewerkelt, brauchte ich nun doch helfende Hände. Der Schwiegersohn half beim Zusammenbau des Korpus. Mit Leim und Lammellos wurden die Teile zusammengefügt.

Für die Rückwand schnitt ich vor Ort eine ausgemusterte Platte mit dem Stanleymessser auf Maß und legte sie ein (Bild 2). Da die Platte nicht lange genug war musste gestückelt werden.
Nachdem die Rückwand passte und alles im Winkel war wurde die Platte mit Klammern befestigt (Bild 3).

Der Korpus konnte nun aufgestelt werden. Dabei kontrollierte ich nochmals, ob auch alles im Winkel war (Bild 4). Das mittlere Regalbrett wurde an den Seitenwänden angeschraubt. Dazu habe ich die Löcher für die Regalböden ganz durchgebohrt und von außen Schrauben eingedreht (Bild 5). Da das Regal an den Seiten ansteht stören die Schraubenköpfe nicht.

Zum Schluss kommt das Regal an den vorgesehenen Platz. Dazu musste ich die Türe aushängen und die Scharniere aus dem Türstock drehen. Aber das war schnell gemacht und wenige Minuten später war alles an seinem Platz. Noch die Einlegeböden an die gewünschten Stellen und es war geschafft (Bilder 6+7).

Zumindest was das Projekt betraf. Fragt sich nur, wer nun die Werkstatt aufräumt (Bild 8).


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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