• Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1900 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Die alte Treppe im Hauseingangsbereich meiner Eltern war in die Jahre gekommen und brüchig. Das Haus wurde 1936 erbaut, die Treppe inklusive des Treppenhauses ist wohl in den 50er/60er Jahren entstanden. Etwas neues, modernes musste her. Vadda wollte schon den Bauunternehmer rufen, nix da! Mach ich natürlich selbst!

Die Materialwahl fiel dann auf Granitstein. Die alte Bruchsteinmauer sollte unbedingt erhalten bleiben. Das alte verzinkte Geländer wurde durch ein modernes aus Edelstahl ersetzt.

Seht selbst...

Anmerkung: Der Versatz der obersten Stufe zur Mauer rechts hat den Grund, dass die historische Eingangsstufe vor der Haustüre erhalten bleiben sollte und ich mit der Granitstufe nicht weiter rein konnte. Weiter raus ging auch nicht, da sonst kein Auto mehr durchkommt (U-förmiger Hof). Als nächstes wird der Hof neu gemacht, und der alte, rissige Teerbelag wird durch Pflaster ersetzt.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Hammer
  • Spaten
  • Traufel
  • Blockstufenzange
  • Bagger
  • Stemmhammer
  • Flex
  • Rüttelplatte
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Materialliste
  • 6 x Blockstufen | Granit
  • 2m² x Steinplatten | Granit
  • 2m³ x Sickerbeton
  • einige x Mauersteine | Bims + Ziegelstein
  • 15Sack x Trasszement
  • 2m² x Schotter 0/32 | Basalt
  • einige x Rundstäbe | Stahl
  • 2 x Geländer | Edelstahl

Los geht's - Schritt für Schritt

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Abriss

Erstmal das Schönste: Der Abriss der alten Treppe!

Da kann man sich so richtig auspowern und Aggressionen abbauen.
Aber Vorsicht, die Bruchsteinmauer soll erhalten bleiben und das darauf aufbauende Treppenhäuschen darf nicht einstürzen.
Die alten Stufen waren nicht im ganzen Block sondern mit Beton ausgegossen und gut abzureißen. Unter der Treppe gab es eine Rümpelecke, wo immer Gartenwerkzeuge abgelegt wurden. Diese wurde nicht mehr benötigt und zugemauert.
Mit Beton hat man früher wohl gespart, die Stufen lagen auf einem Mix aus Stein und Lehm. Einzig das Podest der Treppe war betoniert, sogar mit Armierung. Da musste dann der Stemmhammer ran.

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Fundament

Nachdem alles abgerissen war, musste ein frostsicheres Fundament für die 1. Stufe erstellt werden (ca 80cm tief). Dieses wurde dann mit Schotter (0/32) und den alten Bruchsteinen verfüllt.

Da der Stauraum unter der alten Treppe nicht mehr benötigt wird, wurde dieser mit Bimssteinen zugemauert.
Natürlich darf in der neuen Treppe die Armierung nicht fehlen.
Da keine Baustahlmatte vorhanden war, habe ich hierfür einige Rundstäbe aus dem Restebestand mit Röteldraht verbunden.
Die Bauaufsicht (mein Neffe) war stehts dabei und hat alles genau begutachtet.

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Treppe betonieren

Nachdem der Schotter mit einer leichten Rüttelplatte verdichtet wurde, ging es an den Wiederaufbau der Treppe. Hiervon habe ich leider keine Bilder gemacht, es hat mich aber einen ganzen Arbeitstag gekostet.

Bei der Treppe habe ich mich an DIN 18065 orientiert und aus den ehemals 5 Stufen wurden nun 6. Damit wurde sie nach vorne etwas länger, aber die Stufenhöhe wurde deutlich reduziert. Sie lässt sich nun sehr angenehm gehen.

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Granitblockstufen setzen

Als der Beton ausgehärtet war, ging es ans Setzen der Stufen. Da die Dinger sauschwer sind, war dies nur mit einem Minibagger und einer speziellen Greifzange möglich. Leider habe ich davon auch keine Bilder mehr...

Die Stufen werden in Trasszement gelegt und etwa 3cm überlappt.
Wichtig ist ein leichtes Gefälle nach vorne, damit Regenwasser ablaufen kann.

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Podest und Restarbeiten

Fürs Podest werden jetzt die 5cm dicken Granitplatten exakt zugeschnitten. Diese werden ebenfalls in Trasszement gelegt und anschließend verfugt. Der alte Maueransatz wird mit einem Reststück verblendet und später beigeputzt.
Die Seite der Treppe habe ich mit den alten Bruchsteinen wieder aufgebaut und anschließend verfugt.
Das hässliche verzinkte Geländer wurde durch ein modernes aus Edelstahl ersetzt, das von einem benachbarten Metallbauer angefertigt wurde.


Ich bin mächtig Stolz auf mein Werk und freue mich auf eure Kommentare!


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