Günstig und schnell gebaut: Schicke Waschtisch-Säule fürs Gäste-WC

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    150 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Schöne Waschtisch-Unterschränke sind meist richtig teuer. Dabei ist die Anforderung an ein solches Möbel – vor allen Dingen in der Gästetoilette – ja sehr überschaubar: Es soll lediglich ein wenig Ordnung schaffen, ein stilsicheres Waschbecken tragen und die Wasseranschlüsse verbergen – mehr nicht. Und natürlich: Er soll schön sein und „ein bisschen was hermachen“.
Im Fachhandel kommt man da schnell auf einen vierstelligen Betrag, denn im Trend liegen klare Formen und schöne Hölzer, und „das kostet eben…“
Muss es aber gar nicht, denn all diese Anforderungen erfüllt eigentlich auch Ikeas Malm-Kommode mit Schiebedeckel für 45 Euro. Es gibt sie mit Echtholzfurnier in Birke und (hier, wegen der schönen, interessanten Maserung) Eiche, sowie in den beiden Holzfarben Mittel- und Schwarzbraun. Sieht wirklich edel aus, nur: Wie wird sie zum Unterschrank?

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schlagbohrmaschine
  • Stichsäge
  • Akku-Schrauber
  • 19er Dosensenker
  • wasserpumpenzange
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Materialliste
  • 1 x Ikeal Malm Kommode mit Schiebedeckel | Eichenfurnier (Maße)
  • 1 x Waschbecken Keramag Renovaplan 1
  • 1 x Armatur
  • 4 x dicke Filzgleiter
  • 2 x Schrauben oder Kraftkleber
  • Holzkeile

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ganz einfach:

Hochkant gestellt, wird die Kommode zur Säule und der Schiebedeckel zur Schiebetür. Verändern muss man hier gar nichts mehr, denn das Ikea-Kommödchen stellt den praktischen Mechanismus bereits zur Verfügung: Die Schiebetür hängt oben und unten sicher in der Führung.

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Sägen und bohren

Aus der Rückwand – ist nur Presspappe – ist mit der Stichsäge schnell ein Rechteck ausgesägt für Wasseranschlüsse und Abfluss.

Und in die Oberseite des Schrankes gehört jetzt nur noch ein Loch für den Ablauf des Waschbeckens. Am allerbesten geht dies mit einer Bohrmaschine mit großem Dosensenker-Aufsatz: Fertig ist der Waschtischunterschrank!

Im Beispiel ist hierbei allerdings ein Malheur passiert: Das Furnier an der Unterseite ist beim Durchbohren aufgerissen. Nicht, dass das nun ein Riesendrama wäre: Wer guckt schon so genau unter den Schrank? Aber es ist ärgerlich und ist vermeidbar, wenn man erst von der einen, dann von der anderen Seite bis zur Hälfte mit dem Dosensenker durchbohrt und sich die beiden Bohrungen dann in der Mitte der beidseitig furnierten Spanplatte treffen.
Fummeliges Nachmessen kannst Du Dir sparen, indem Du zuallererst nicht mit dem Dosensenker, sondern nur mit dem Bohrer allein von oben nach unten durchbohrst. Dann stimmt die Mitte, und es kann gar nichts – buchstäblich – schief gehen.
Damit die Schiebetür nicht auf dem Boden schleift – hier geht es lediglich um Millimeter, und eigentlich nur um’s Prinzip – steht der Waschtisch auf vier dicken Filzgleitern aus dem Baumarkt.

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Anschließen und absichern

Ein exakt passendes Gäste-Waschbecken ist hier auch schnell gefunden, denn das schlichte, elegante Keramag Renovaplan Nr. 1 ist für nur 69 Euro in fast jedem Baumarkt zu haben und passt so haargenau zu den Maßen und Proportionen seines neuen Unterschrankes, als sei es dafür gemacht.

Nun nur noch das Waschbecken auf den Unterschrank setzen. Hierbei gleichen kleine Holzkeile zwischen Waschbecken und Schrank eventuelle Unebenheiten aus und sorgen für festen Stand und eine ästhetisch-exakte Fuge zwischen den beiden Hauptdarstellern der Waschtischsäule.

Die Wasserzuleitungen einer passenden Armatur durch das dafür vorgesehene Loch im Waschtisch fädeln und Wasserzuleitungen und Abfluss anschließen.
Durch die Schwere des Waschtisches und die sicher verschraubten Zu- und Abflussverbindungen zur Wand steht das Möbel eigentlich auch ohne Hilfe sehr sicher.
Wem das nicht reicht, etwa, weil kleine Kinder im Haushalt leben, der kann den Unterschrank nach dem Aufsetzen des Waschtisches wie hier mit zwei Schrauben durch die Schrank-Rückwand an der Wand befestigen. Dann hält alles wirklich bombenfest, selbst wenn Kleinchen regelmäßig an der Säule ruckelt.
Wo ein Anbohren nicht möglich ist, weil etwa ein Fliesenschild an der Wand nicht zerstört werden soll oder darf, können beidseitig mit Konstruktionskraftkleber bestrichene Holzklötzchen zwischen Wand und Schrankrückwand fast genau so gut für zusätzliche Stabilität sorgen.

Schon ist sie fertig, die schicke Waschtisch-Säule mit Stauraum für Toilettenpapier, Putzzeug und Gästehandtücher. Und, inklusive Armatur, Waschbecken und Unterschrank, für weniger als 140 Euro.
Das Fliesenschild ist übrigens aus Feinsteinzeug-Mosaik, die Tapete heißt Woods aus der Contemporary-II-Collection von Cole & Sons, auf dem Fußboden liegt Elesgo-Country-Laminat in Antikweiß und die Armatur ist ein günstiges Baumarkt-Standardprodukt.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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