Grosse Aussenvoliere für Sittiche

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1300 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Liebe Projekt- und Forumsgemeinde,
nachdem ich schon seit Jahren hier mitlese und wertvolle Tipps hole, habe ich gedacht, ich könnte auch mal ein Projekt präsentieren, auch wenn es schon etwas älter ist.
Alles hat mit dieser Pergola angefangen.
Meine Frau und ich sassen nach Feierabend gemütlich dort draussen.
Ich machte eine Bemerkung, dass dies auch eine ideale Voliere für unsere Vögelchen sein könnte, da diese ja langsam in die Jahre kommt und teilweise durchgerostet war.
Meine Frau lächelte nur und meinte, dass ich zwei Wochen Urlaub habe…. Ich wusste was das bedeutet: Auf geht’s, Material berechnen und bestellen..

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Grosse Säge oder Kettensäge
  • Hammer, Zange, Wasserwage usw.
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Materialliste
  • 12 x Balken | Holz imprägniert (250cm x 12cm)
  • 12 x Balken | Holz imprägniert (300cm x 8cm)
  • 2 x Balken | Holz imprägniert (400cm x 10cm)
  • 12 x Bodenanker
  • 50 x Tellerkopfschrauben | nicht rostend (60mm)
  • 50 x Tellerkopfschrauben | nicht rostend (120mm)
  • 50m x Maschendraht | verzinkt (1cm Maschenweite, 1mm Draht)
  • 10m x Vierkantholz | Holz (6cm x 6cm)
  • 6 x Scharniere
  • 8 x Riegel/Haken
  • 1 Pack x Agraffen

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitung

Die neue Voliere sollte ungefähr folgende Masse aufweisen: (L x B x H): 3,5 m x 2 m x 2,5 m
Zudem mit Schleuse, Windschutz und teilweiser Überdachung.
Problem: Da der ganze Bau mehr als einen Tag in Anspruch nehmen würde, konnten wird die alte Voliere nicht abreissen und die Vögel tagelang im Schutzhaus lassen. Auch aufgrund der sommerlichen Zeit, was im Haus bei geschlossenen Fenstern und Türen zu Temperaturen von über 30°C führen würde. Das bedeutete, dass wir um die alte Voliere herumbauen mussten.

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Fundament

Der Boden der Voliere sollte aus einem bereits betonierten Teil und einem Teil Wiese bestehen.
Damit die Holzpfähle nicht faulen und auch Füchse, Marder und andere Räuber nicht reinkommen, wurde beim Teil mit der Wiese ein Fundament aus Beton gemacht und dort die Halterungen für die Holzbalken einbetoniert (Abstand je ca. 1 Meter).
Beim bestehenden Betonboden wurden im selben Abstand Löcher gebohrt und dort die Halterungen einbetoniert.

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Stützen und Dachbalken

Nach dem Trocknen des Betons wurden die senkrechten Balken auf die Halterung geschraubt und teilweise mit Latten fixiert.
Da ich beim Betonieren nicht darauf geachtet habe, dass alle Halterungen eine bestimmte Höhe aufweisen, konnte ich die Balkenlänge vorher nicht anpassen.
Nachdem die senkrechten Balken standen, habe ich diese mit der Kettensäge auf die passende Höhe abgelängt, so dass ein leichtes Gefälle beim fertigen Dach entsteht.
Die langen Balken habe ich anschliessend mit rostfreien Tellerkopfschrauben (120mm) auf die Pfähle geschraubt. Ebenso die Dachbalken, auf welche dann die Kunststoff-Wellbleche geschraubt werden und die schrägen Verstrebungen.

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Schleuse

Damit uns beim Betreten der Voliere die Vögelchen nicht entwischen, sollte auch noch eine Schleuse eingebaut werden.
Für diese habe ich erst Mal einen Rahmen aus Vierkanthölzern eingebaut. Grundmasse des Schleusen-Innenraums beträgt ungefähr 80x80cm. Die äussere Türe wird gegen aussen geöffnet und kann nach dem Betreten der Schleuse von innen gesichert werden. Danach geht’s durch die zweite Türe, welche in die Voliere geöffnet wird und nach dem Betreten ebenfalls gesichert werden kann. Türmasse ca. 80x200cm.

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Gitter

Als Gitter haben wir Volierendraht mit einer Maschenweite von ca. 1cm und einer Drahtstärke von ca. 1mm genommen. Breite 100cm, weshalb ich die Pfähle auch in diesem Abstand platziert habe.
Dieses haben wir nicht erst am Schluss montiert, sondern immer wieder mal zwischendurch einen Teilbereich abgedeckt, quasi als Abwechslung…
Da wie bereits einleitend erwähnt, die alte Voliere weiterhin stand, konnten wir das Gitter nicht überall befestigen. Aber schlussendlich waren wir soweit, dass das ganze Gitter montiert war. Ausnahme: Die Rückseite, wo das Dach der alten Voliere noch in die Quere kam.

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Wetterschutz

Damit die Vögel bei schlechtem Wetter oder im Winter auch draussen geschützt sind, haben wir auf der Rückseite der Voliere noch eine Bretterwand als Windschutz hochgezogen. Das Dach wurde zu zwei Dritteln mit Kunststoff-Wellblech abgedeckt, ebenso die Schleuse.


Letzten Herbst habe ich nachträglich auf der Seite des Schutzhauses noch Dachlatten montiert, in welche ich eine Nut gefräst habe. Diese Dachlatten dienen als Führungsschienen, in welche wir nun Plexiglas-Scheiben schieben können, damit auch diese Seite geschützt ist, ohne die Sicht zu verdecken.

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Endspurt / Innenausbau

Wie bereits öfters erwähnt, blieb die alte Voliere bis zu Letzt stehen.
Das bedeutete, dass die Vögel schlussendlich doch noch einen Tag im Schutzhaus bleiben mussten, damit wir die Voliere vollenden konnten:
Alte Voliere abbauen – Gitter auf der rechten Seite fertig befestigen – Innengestaltung der Voliere machen – Am Nachmittag Einweihung der Voliere durch die Vögel… dachten wir….
Nun war es so, dass die alte Voliere doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatte.
Nachdem ich über eine Stunde versucht habe, diese ordentlich abzubauen, indem ich sie auseinander schraube, merkte ich dass dies hoffnungslos war: Zu viel Rost, Schmutz usw.
Also blieb nichts anderes übrig als das Ganze mit der Trennscheibe zu zerlegen, wenn wir heute noch fertig werden wollten. Aber auch mit der gröberen Methode brauchte ich bis zum Mittag, bis das ganze "Alteisen" draussen war.
Nachdem auch das noch geschafft war, konnte ich endlich das letzte Stück Gitter montieren und die restliche Arbeit meiner Frau überlassen. Beinahe jedenfalls… Sie hatte doch noch einige Wünsche, wo Halterungen und Latten angebracht werden mussten, so dass sie jeweils die Äste, das Futter und das Grünzeug wechseln konnte
Nachdem alles eingerichtet war, kam gegen Abend der grosse Moment. Die Türe zum Schutzhaus wurde geöffnet und die Vögel durften raus: Ein erfreulicher und zugleich lustiger Moment.
Man konnte den Vögeln beim Verlassen des Schutzhauses richtig ansehen, dass sie völlig verwirrt waren und nicht mehr wussten, wo sie sich befinden.


Rechtlicher Hinweis

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