Grabstein aus Holz, mein emotionalstes Projekt

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Mir wurde die große Ehre zu Teil, einen Grabstein aus Holz für den Vater meiner Schwägerin zu bauen. Ein sehr emotionales Projekt, das aber auch sehr viel Spaß gemacht hat. Ich bin sehr Stolz darauf, etwas für die Erinnerung an einen geliebten Menschen beitragen zu dürfen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Bandsäge
  • Bandschleifer
  • Kantenfräse
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Materialliste
  • 1 x Baumstammscheibe | Holz (45 x 40 cm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Rohform und Versuch einer Note

Als mein Nachbar vor einem Jahr ein paar seiner Bäume auf seinem Grundstück gefällt hatte, hab ich mir gleich eine Scheibe gesichert. Jetzt gab es eine passende Verwendung dafür. Da der Verstorbene ein Musiker und Musiklehrer war, wollte ich noch Noten mit auf den „Stein“ bringen. Ich dachte an eine Note, die zur Hälfte aus dem Stamm oben raus schaut. Das Ergebnis war aber nicht wie erhofft geworden.

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erster Plan B

Der Stamm war einfach zu dick und Unhandlich, um so enge Sachen mit der Bandsäge auszuschneiden. Ich hab mich dann dafür entschieden oben eine Welle reinzuschneiden, um eine glatte Oberfläche zu bekommen. Die Noten habe ich dann auf Eiche aufgemalt und mit der Bandsäge ausgesägt. Sie werden Später dann auf den „Stein“ geklebt. Die Vorderseite war etwas von den Spuren der Kettensäge übersät. Das hab ich mit dem Bandschleifen weitestgehend korrigiert.

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Namen einfräsen

Bei meinem Bruder und meiner Schwägerin ging es dann weiter. Für den Namen hatten wir überlegt, welche Schriftart wir verwenden. Da kam die Schwägerin auf die Idee, die Unterschrift des Verstorbenen dafür zu benutzen, da diese zum einen leserlich und zum anderen Recht schön ist. Zudem bekommt der „Stein“ dadurch noch mal eine persönlichere Note. Die Unterschrift also Abfotografiert, auf A4 vergrößert und mit Pauschpapier auf das Holz übertragen. Der von mir gewählte Fräser war aber leider zu breit dafür. So sah der Name von weiten zwar gut aus, war aber nicht zu lesen, besonders wenn man näher dran stand.

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zweiter Plan B

Nun war guter Rat teuer. Wie bekommt man das wieder weg. Vor allem mit den vorhandenen Mitteln. Ich beschloss den Namen einfach auszufräsen. Dazu einen Rahmen um den Namen gezeichnet und dann in der richtigen Tiefe ausgefräst. Plötzlich war die Optik gleich noch viel cooler. Durch den ersten Fehlschlag ist noch mal ein Eyecatcher entstanden.

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Nochmal Namen einfräsen

Jetzt kam das nächste Problem. Mit der Fräse bekomme ich dort keinen Namen mehr reingefräst, weil diese an der Kante Kippeln oder hängen bleiben würde. Die Grundplatte ist dafür zu klein. Ich musste also provisorisch eine größere Grundplatte bauen. Mein Bruder hatte noch ein dünnes Brett liegen, welchen mal unten in der Hundebox zur Stabilisierung diente. Davon habe ich zwei Stücke ausgesägt und als neue Bodenplatte Präpariert. Nun konnte es mit einem Kegelfräser weiter gehen und der Name erneut eingefräst werden.

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Finishing

Das Datum wurde ebenfalls ausgedruckt und mit Pauschpapier auf das Holz übertragen und eingefräst. Danach kamen die Noten an ihre Position und wurden dort mit Holzleim befestigt. Zu guter letzt musste ne Menge Klarlack auf das Holz, damit es Wetterfest wird und recht lange hält.


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