Fußplatten für halbstationäre Elektrogeräte & Co

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Hallo zusammen

Nachdem meine Werkbank soweit fertig ist, stellte sich mir die Frage, was ich mit meiner Säulenbohrmaschine und meinem Schraubstock machen soll.
Beide waren einfach durch die Platte meines alten Arbeitstisches gebolzt worden.

Die neue Arbeitsplatte ist nun aber etwas dicker, und außerdem war die alte Lösung sehr unflexibel. Einfach lose draufstellen, ist aber auch doof, da gerade die Säulenborhmaschine einen schmalen Fuß und einen hohen Schwerpunkt hat.

Meine Lösung: Siebdruckplattenreststücke verwerten :)

PS: Meine Dekupiersäge hat auch einen solchen Fuß bekommen - Sie kann zwar kaum umfallen, wandert aber im Betrieb, auf der sehr glatten Oberfläche meiner neuen Werkbank, leichtfüssig umher (in Stufe 2 ist sie auf 100m fast so schnell wie Ben Johnson 1988 in Seoul) ;)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Handkreissäge
  • Dekupiersäge
  • Schlagbohrmaschine
  • Oberfräse
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Materialliste
  • 1 x Multiplex-Platten für die Böden | Holz (s. Bauanleitung)
  • 1 x Schrauben, Muttern, U-Scheiben (nach Bedarf)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Bearbeiten der Grundplatte 1

Aus Reststücken einer Siebdruckplatte wird ein ausreichend großes Stück ausgeschnitten.

Die richtige Größe bestimmt sich hauptsächlich durch die gewünschte Stabilität des finalen Konstruktes.
In meinem Fall habe ich aber noch, falls notwendig, zusätzlichen Platz für Handgriffe, eine Kiste mit Maschinenzubehör (Bohrfutterschlüssel o.ä.) und - recht wichtig - Angriffspunkte für Schraubzwingen eingeplant.

Als nächstes markiere ich die Position der Handriffe auf Kreppklebeband. Die Breite der Handgriffe habe ich mit 2cm angesetzt; die Länge kann man m.E. großzügig wählen (der Schwerpunkt der Konstruktion ist ggf. schwer zu bestimmen und längere Aussparungen erhöhen da die Flexibilität).

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Bearbeiten der Grundplatte 2

Nun mit einem 10mm Holzbohrer je zwei Löcher in die Enden der angezeichneten Handgriffe bohren und den Rest per Dekupier-, Stichsäge o.ä. rausschneiden (ich hab's mal mit meiner neuen Tauchsäge probiert - klappte recht gut ... es bleiben aber u.U. Stege stehen).

Anschließend habe ich die Schnittkanten noch gesäubert und alle Kanten per Oberfräse abgerundet (Das Klebeband stört bei diesem Vorgang eher und sollte daher besser entfernt werden).

Im Anschluss an das Bohren der Löcher zur Aufnahme des Gerätes habe ich noch die Unterseite mit einem 35mm Forstnerbohrer (Keine Ahnung, warum ich immer Faustnerbohrer schreiben will ^^) gesenkt, um Platz für den Schraubenkopf zu schaffen.

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Montieren des Elektrogerätes

Die Montage erfolgt mittels passender Bolzen und U-Scheiben.

Lediglich bei der Dekupiersäge habe ich Sicherungsmuttern genommen, da das Gerät doch stark vibriert.

Als Gimmick habe ich einigen Geräten noch angeschraubte und verschließbare Plastikdosen für Zubehör und Kleinteile verpasst. Jetzt fliegt u.a. mein Bohrfutterschlüssel nicht immer sonst wo rum :)

Die Platte für meinen Schraubstock kommt noch - ich gehe davon aus, dass die Schraubzwingenbefestigung auch beim Schraubstock brauchbare Dienste leisten wird.

Vielen Dank für's Lesen und viele Grüße!
Nermal

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Nachtrag

Die Oberfläche der Siebdruckplatte ist doch recht glatt und jedes Holz wird darauf mehr oder weniger gleiten.

Antirutschmatten werden, wie einige von euch bereits vorgeschlagen haben, dieses Problem beheben. Vielen Dank für den Hinweis! :)
Ich habe aber bereits die Erfahrung gemacht, dass mir die Möglichkeit gefällt, die Geräte mit geringem Kraftaufwand verschieben zu können.

Bei meiner Säulenbohrmaschinenkonstruktion (ca. 50x050cm Grundplatte) sind mir trotz häufiger Nutzung keine Stabilitäts- oder Rutschprobleme aufgefallen. Die größten auftretenden Kräfte sollten sich m.E. in der Konstruktion der Bohrmaschine gegenseitig aufheben und der Rest wird doch eher senkrecht nach unten gerichtet sein. Im Zweifelsfall werden Zwingen das Thema aber erden.


Zum Schraubstock: Ich selber besitze nur ein durchschnittliche Exemplar der Gattung „Fingerus Quetschus“. Die Bodenplatte ist entsprechend klein ausgefallen und sollte wohl besser nicht ohne Zwingen verwendet werden.
Die Hauptarbeitsgänge sind Sägen und Feilen - freilich, gedengelt und gebogen wird auch mal, aber selten.

Selbst mit Schnellspannzwingen erscheint der Schraubstock gut gesichert und zeigt beim Sägen und Feilen keine von der Werkbank unabhängige Bewegung. Ich habe ihn auch mal mit „ordentlichen“ Schraubzwingen angeknallt (siehe Bild) und ein altes, gewinkeltes Tischbein eingeklemmt. Da kann ich dran schaukeln! So wird das Ganze eher zum sprichwörtlichen „Griff zum Wegwerfen“ für die Werkbank ;)
Die Nachahmung wird nicht empfohlen XD

Viele Güße und Danke für eure Kommentare!
Nermal


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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