Fußhocker mit geschifteten Beinen

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Für die Sommertage haben wir einen richtig tollen Balkon auf denen man so richtig die Sonne und das Wetter genießen kann.
Nun fehlte aber noch dieses I-Tüpfelchen, diese gewisse Etwas, was zur vollendeten Entspannung dient. Wir haben zwar sehr bequeme Stühle, aber leider können wir unsere Füße nicht hochlegen. Zur absoluten Bequmlichkeit gehört also das, einfach dazu. ;-)

Da ein Balkon nun nicht allzuviel Stauraum bietet, habe ich aus übrig gebliebenen Holz Fußhocker der etwas spezielleren Art gebaut.
Mein Ziel war es nämich, die Hocker aufeinander zu stellen wie Stühle.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PKS 55 A  - Kreissäge (elektrisch)
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Oberfräse
  • Schwingschleifer
  • Stichsäge
  • Schmiege
  • Pinsel
  • Gliedermaßstab und Bleistift
  • Schleifpapier
  • Stechbeitel 12 und 20 mm
  • Holzhammer
  • Anschlagwinkel 80 cm Schenkellänge
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Materialliste
  • 2 x Beine Links 15° | Fichte (33 x 3 x 5 cm)
  • 2 x Beine rechts 15° | Fichte (33 x 3 x 5 cm)
  • 4 x Beine mittig 15° | Fichte (31 x 3 x 5 cm)
  • 2 x Leimholzplatten | Fichte (17 x 27 x 40 (x2,5 cm hoch))
  • 10 x Rundhölzer längsgefräst (Rillen) | Eiche (15 x 0,8 cm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Reste zum Verwerten

Wie ihr sehen könnt, habe ich zwei übrig gebliebene Holzplatten und 3 x 5 cm Latten dazu verwendet, die Hocker herzustellen.

Aus den Platten habe ich mit der Handkreissäge (PSK 55) trapezförmige Platten geschnitten. Das schwierige hierbei war, die Quermaserung. Dafür habe ich aber eine sehr einfache Lösung gefunden, aber später mehr dazu.
Die Platten haben die Aussenmaße von 42 x 30 x 2,5 cm gehabt, ich habe sie zugeschnitten auf 17 x 40 x 27 cm. Wichtig hierbei ist, dass man die 17 cm Kantenlänge auf der einen Seite, in den 27 cm auf der anderen Seite vermittelt. Daraus kann man dann die Schrägabschnitte messen. Ich habe deswegen vermittelt, weil sonst die Maserung später schief verlaufen würde und das würde dann optisch nicht gut aussehen.

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Die Füße

Damit ein Aufeinanderstellen erst möglich wird, habe ich die Füße der Hocker mit einem Winkel von 15° angeschnitten. Für Gleichmäßigkeit sorgt hierbei eine Schmiege zum Anzeichnen und eine Kapp&Gährungssäge.
Hier muss darauf geachtet werden, dass die Beine jeweils einen festen Platz bekommen. Denn sie werden später spiegelverkehrt zugeschnitten.

Durch das Anhalten der Füße, bekommt man den ersten Eindruck, wo man später die Platten ausklinken muss, damit ein Aufeinanderstellen möglich wird.

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Ganz traditionell

Da ich auf keinen Fall Schrauben verbauen wollte, habe ich mit traditionellen Zapfenverbindungen gearbeitet (hier unter Holzwürmern sind Schrauben eh verpöhnt... ;oD ).
Man fängt an, die Beine auf 1,5 cm mit einer Fräse abzufräsen. Das dabei keine Ausrutscher passieren, habe ich ein altes Restbrett als Anschlagschiene benutzt und die Fräse in meinen Werktisch eingebaut. Da normale Fräsen wäre auch gegangen aber sauberer ist es so gewesen.
Aufgepasst! --- Durch die Maserung und die Schräge der Abschnittkanten, rutcht man schnell über den Fräser, also immer schön langsam arbeiten!

Dann stemmt man mit den Stechbeiteln die Zapfenlöcher. Wichtig hierbei ist, dass man den diagonalen Verlauf der Beine berücksichtigt und sehr genau ausstemmt. Wer zuviel Holz für die Zapfenlöcher ausstemmt, kann die Beine nur noch sehr schlecht einbauen, sie müssen sich einklemmen in die Löcher und selber stehen.
Durch die 15° Zapfen, müssen auch die Zapfenlöcher in etwa einen 15° Verlauf aufweisen. Öfter die Passgenauigkeit ausprobieren.
Ist keine Luft mehr zwischen Bein und Ablageplatte und der Zapfen schließt mit dem Zapfenloch bündig ab, geht man nun zum Zusammenbau über.
Es wird ordentlich Holzleim in die Zapfenlöcher eingegeben und die Beine werden fest  eingesetzt. Hier mit dem Holzhammer vielleicht etwas nachhelfen.
 

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Passgenauigkeit beugt dem späteren Wackeln vor

Bevor der Holzleim komplett durchtrocknet (ca. 6-8 Stunden), richtet man die Beinsohlen genau aus.
Dies geschieht am einfachsten mit einem langen Anschlagwinkel. Dieser muss sich ohne Luft auf die Fusssohlen der Beine legen lassen und komplett bündig abschließen.
Zudem müssen die Beine im genauen rechten Winkel zu der Ablageplatte stehen.

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Ausklinken der Beinöffnungen

Nun werden die Einschuböffnungen für die Beine in die Rückseite (27 cm) eingeschnitten. Das macht man am einfachsten mit einer Stichsäge. Die Einschuböffnungen sind im gesamten etwa 5 mm breiter als die eigentlichen Beine. Hier kommt wieder das genaue Arbeiten aus dem Schritt 4 zu tragen. Sind die Beine nicht absolut im Winkel eingebaut, so lassen sich die Hocker nicht mehr aufeinander stellen.

Dann werden mit der Oberfräse noch einmal alle oberen Kanten (Auflagefläche) abgerundet. Mit Schleifpapier werden ungerade Stellen begeradigt. Nun werden alle Flächen das erste mal so richtig schön plan geschliffen.

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Rundhölzer für Stabilität

Da auch Leimholzplatten eine Schwäche bei der Maserung aufweisen, habe ich an den breiten Enden, wo ich wegen den Beinen Ausgeklinkt habe, die Platten sehr geschwächt.
Um hierbei einen Bruch zu verhindern, habe ich mit einem langen Bohrer und Rundhölzern von 0,8 cm Holzdübel von 15 cm Länge quer durch die Holzplatte getrieben.
Das ist unabdingbar, da die Platte sonst durch die Belastung an den ausgeklingten Stellen bricht.

Die Bohrlöcher müssen etwa 3 cm tiefer gebohrt werden wie die Holzstifte lang sind. Damit der gestauchte Holzleim der in die Bohrlöcher eingefüllt wird irgendwo hin kann.

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Lackieren mit Imprägmierung und Klarlack

Ist alles fertig gebaut, werden noch Imprägmierung und Klarlack zu Holzschutz aufgetragen.

Nach zwei Anstrichen sind die Fosshocker fertig und lassen sich schön inerinander stellen. Wer möchte kann sogar noch ein Polster auflegen.

Fertig


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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