Fräsvorrichtung für kurze Rundstäbe mit der Tischkreissäge

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Ich hab mal wieder Zeit gehabt ein kurzes „to do“ zu erstellen und diesmal hab ich mich von anderen Tüftlern inspirieren lassen, selbst Rundstäbe an der Kreissäge herzustellen. Mein Bedarf beschränkte sich vorerst auf kurze Längen von ca. 30 cm weshalb das „Projekt Rundstab“ verhältnismäßig kurz und knapp ausfällt da es auch mit wenig Aufwand realisierbar war.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitung

Zu erst hab ich mir ein paar geeignete Stücke Material für die Grundplatte (Pertinax/Hartpapier) sowie den Anschlag und die beiden Endstücke (Multiplex) passend geschnitten. Die Maße lasse ich an dieser Stelle bewusst weg, da diese eh‘ individuell vom gewünschtem Endprodukt abhängig sind.
Die Grundplatte wird mit dem Anschlag im rechten Winkel verschraubt.
In den beiden Endstücken sind Kugellager eingelassen um einen sauberen Lauf zu gewährleisten. Die Lager sollten auch einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser haben, da diese so nah wie möglich an der Außenkante platziert werden müssen. In meinem Fall habe ich Lager mit 16mm Außendurchmesser genommen da ich Rundstäbe von 30mm Durchmesser brauchte. Der Innendurchmesser der Lager taugte ideal dazu eine M5 Maschinenschraube zu führen, ohne das diese Spiel hatte.
Das vordere Endstück habe ich mit der Grundplatte und dem Anschlag fest verschraubt, das hintere wurde allerdings mit einem Stahlwinkel und zwei Schlossschrauben flexibel angebracht um den Wechsel der Rundstäbe einfacher zu gestalten, weitere Rundstablängen sind somit ebenfalls machbar.

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Sicherheit

Nichts desto trotz hab ich mich weiterhin entschieden, mir noch einen abgewinkelten Haltegriff aus Multiplex zu zuschneiden und diesen auf die Oberkante des Seitenanschlages zu montieren. Ohne diesen wäre mir das Handling wohl doch zu „heiß“ und somit bekomme ich meine Hand weiter vom Sägeblatt weg, denn Finger kann man nie genug haben! ;-)

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Werkstücke vorbereiten

Um die zukünftigen Rundstäbe vernünftig „einzuspannen“ habe ich zwei Methoden benutzt. Die erste war die, die Werkstücke beidseitig mittig mit Einschraub-Gewindebuchsen zu versehen. Dadurch hatten die M5 Schrauben mit Hilfe von Kontermuttern einen sehr festen und zuverlässigen Halt, der Nachteil war allerdings der Arbeitsaufwand.
Bei der zweiten Methode (im Video zu sehen) habe ich, da es sich um Buche/Hartholz handelt, in die Mitte des Werkstückes schlicht und einfach ein M5 Innengewinde geschnitten, die Schraube hielt ebenfalls sehr gut, wenn man es diese nicht allzu stark anzieht.
Wichtig ist bei beiden Methoden, dass man die Werkstücke immer „rechts“ herum drehen lässt, damit sich die Verschraubung nicht löst.

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„Drechseln“

Das Abdrehen an der Kreissäge funktioniert recht gut und für schnell benötigte Kleinstserien von ein paar Stück ist diese Möglichkeit recht passabel, besonders wenn die Vorrichtung bereits vorhanden ist.
Trotzdem ist das agieren mit Bohrmaschine UND Tischkreissäge nicht „ohne“ und man sollte schon konzentriert sein.

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Abschluss

Nach dem „Sägedrechseln“ ist natürlich die Oberfläche verhältnismäßig rau und muss noch gründlich geschliffen werden, wozu sich die Vorrichtung ebenfalls gut eignet.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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