Fleischwolf mit Elektromotor

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Schon ewig bin ich auf der Suche nach einem Fleischwolf mit Motorantrieb.

Den Fleischwolf der Größe 22, seit fast einem Jahrhundert sind die Größen in Deutschland normiert, die bekanntesten im Haushalt sind die Größen 5; 8; und weiter.

Dieser Wolf wurde mit einer Kurbel zum praktischen Antrieb hergestellt.
Auf Dauer macht das aber keine Freude und jünger werde ich auch nicht.

Lange musste ich suchen, bis ich einen passenden und auch bezahlbaren gebrauchten Getriebemotor fand.
Er hat eine Leistungsaufnahme von 170 VA bei 3 ~ 400 V, also Drehstrom.
Am Getriebeausgang rollt er mit 60 U/min, das entspricht in etwa der Drehzahl wie sie mit der Handkurbel auch erreicht wird.

Im Winter arbeite ich gerne in meiner Funkwerkstatt, also wurde dort auch das Projekt gebaut.

Einer neue, nicht benötigte Küchenarbeitsplatte wurde die Grundplatte.

Für die Verbindung des Wolf mit dem Motor lies ich mir eine Hülse drehen.
Diese Hülse gleicht die unterschiedlichen Durchmesser beider Wellen aus und ermöglicht
die Mitnahme der Vortriebsschnecke vom Wolf.

Weiterhin war mir wichtig den Wolf mobil zu befestigen und den Motor starr.
Mobil deshalb, weil der Fleischwolf nach dem Gebrauch sorgfältig gespült werden muss.
Im Boden versenkte ich 4 Schlossschrauben mit einem Ø von 8 mm, diese versenkte ich auf der Unterseite ein wenig. Gleich mit dem 30 mm Holzfräser der PBD 40.
Je eine Mutter auf der Oberseite dienen zur Herstellung der Höhe beider Achsen.

Dieser Arbeitsschritt erwies sich als ziemlich knifflig, wenn man nicht haargenau arbeitet!!!
Zum anderen ist die Schnecke am Kurbel ende nicht zylindrisch, sondern ein wenig konisch.
Das I. Einschalten erwies sich als lautes Unterfangen und erforderte ein sofortiges Betätigen des Fußnottaster in der Funkwerkstatt.
Nun musste ich ein wenig improvisieren, hier ein wenig unterlegen, da ein wenig lösen und auch die Hülse auf der Schneckenwelle nur leicht fixieren.
Nun funktioniert auch der Auf und Abbau ganz leicht.

Zum Elektroanschluss stellte ich folgende Überlegungen an:
Der Motor wird mit Drehstrom betrieben, kein Problem, ich habe auch in meiner Wurstküche, welche sich 1/2 im Waschhaus befindet, eine 16 -A CEE Dose.
Nur wird damit der Betrieb arg eingeschränkt, wenn ich mal einem Freund helfe oder in der VHS wieder einmal einen Kurs leite, könnte sich der Anschluss als Fehlanschluss erweisen.

Also die Gehirnzellen und das Elektrolager bemüht, eine Steinmetzschaltung ermöglicht den Betrieb von Drehstrommotoren mit Leistungen bis etwa 2000 VA an 230 V Lichtstrom mit nur geringen Verlusten.
Also den Kondensator musste ich nicht berechnen, ich hatte nur noch einen und der passte.
Der Motor läuft damit immer in der richtigen Drehrichtung an.

Aus meiner Praxis weiß ich sehr wohl, dass es manchmal hilfreich ist den Wolf rückwärts laufen zu lassen.
Also baute ich in die Anschlussdose noch einen Drehrichtungsschalter ein.

Hier ein ganz wichtiger Hinweis: Wer nicht befähigt ist im Umgang mit gefährlichem Netzstrom, sollte sich unbedingt den Motor von einem Fachmann installieren lassen.

Mit einigen Würsten kann dieser ja dann entlohnt werden.

So, seit heute ist eine Abdeckung über Welle.

Eben beim freien Training hat meine Frau dieses bemängelt,
auch würde sich eine wiederholte Reinigung des Elektromotor begrüßen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schlagbohrmaschine
  • Tischbohrmaschine
  • Bandsäge
  • Akku-Schrauber
  • Winkelschleifer
  • Stichsäge
  • Hobel
  • Bandschleifer
  • Handkreissäge
  • Tischkreissäge
  • Diverse Schlüssel
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Materialliste
  • 1 x Küchenarbeitsplatte (nach Bedarf)
  • 8 x Schlossschrauben (8 mm )

Los geht's - Schritt für Schritt

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Grundplatte herstellen

Die Grundplatte sollte pflegeleicht und haltbar sein.
Im Fundus auf dem Dachboden stehen noch bisher nicht genutzte Küchenarbeitsplatten herum.
Eine wurde die Basis für das Projekt.

Angerissen und mit einer Handkreissäge getrennt.

Nun kam für mich die schwierigste Arbeit, das Anreißen der Löcher für die beiden Teile.
Da ich in der warmen Funkwerkstatt arbeitete, konnte ich da auch gleich mit der PBD 40 bohren.

Für die Befestigung des Wolf und des Motor nahm ich 8 mm Schlossschrauben.
Natürlich klemmte alles und ich bohrte die Löcher auf einen Ø von je 10 mm auf, sogar die Löcher in den Füßen vom Wolf. Mit der PBD 40 und 540 U/min kein Problem.

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Verbinden des Wolfes mit dem Motor

Nun wurde die Hülse auf der Motorwelle mit 6 mm Gewindeschrauben befestigt.

Das Gehäuse vom Wolf auf die Grundplatte gestellt und die Welle eingepasst.
Die Schrauben an der Welle vom Wolf nur leicht fixiert.

Nun konnte das Kreuzmesser eingesetzt werden und die Lochscheibe mit der Überwurfmutter festgezogen.
Nur alles leicht handfest, nun habe ich erstmalig wieder Strom an den Motor gegeben und alles lief ruhig und ohne vibrieren.

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Elektrischer Anschluss und Inbetriebnahme

Für den Anschluss habe ich eine Aufputzdose genommen, in ihr ist der Netzschiebeschalter montiert und auch der Umschalter für die Drehrichtung. Den Kondensator habe auf der Rückseite vom Motor befestigt. Für den Netzanschluss habe ich eine schwarze Kaltgerätesteckdose eingebaut.So ein Kabel hat jeder um herligen und keine Strippe stört beim Transport.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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