• Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    3700 €
  • Dauer
    4 h
  • Wertung

Ich bin zwar neu in der Community, aber ich finde das ist ein passendes Projekt und mal einen guten Einstieg mich hier auch mit einem Projekt vorzustellen.
Wir haben uns 2007 ein Haus aus den 70er Jahren gekauft.
Die Scheiben unserer Fenster waren teilweise angelaufen und das Isolierglas 1970 entspricht bestimmt auch nicht mehr den heutigen Standards.
Nach mehreren Angeboten ließ ich die Fenster auch von unserem örtlichen Schreiner begutachten.
Da die Fenster allesamt aus Lärchenholz gefertigt wurden (der Vorbesitzer war Schreiner) und kein Fenster einen Verzug aufwies, gab mir unser Schreiner den Rat (DANKE Franz !!), die Fenster zu erhalten, neue Gläser einzusetzen und Dichtungen einzufräsen.
Die Arbeiten von einem Schreiner machen zu lassen wäre wirklich teuer gewesen, also kann ich Euch so mein 6-Monats-Projekt vorstellen .....

Los geht's - Schritt für Schritt

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SCHLEIFEN

Wie man auf dem Titelbild schon sieht, waren manche Fenster, besonders die auf der Ostseite des Hauses, stark verwittert.
Das Grundholz aller Fenster war und ist jedoch tadellos in Ordnung.
Also gings ans Schleifen. Wer sich in der Projektbeschreibung gedacht hat, für was man 6 Monate brauchen kann - 2/3 des Projekts waren Schleifarbeit.
Was das verwendete Werkzeug angeht - ich hatte alle möglichen Schleifer von Bosch ja schon zu Hause, aber teilweise hielten bei der Belastung die Schleifscheiben nicht lange auf der Aufnahme und vor allem die Staubbelastung war extrem.
Ich weiß, daß ich heir im Bosch - Forum bin, aber für dieses Projekt war der Multimaster genial.
Alle Fensterstöcke und Fenster wurden bis auf´s gesunde Grundholz abgeschliffen.
Der Unterschied ist Wahnsinn, nach dem Lasieren sehen die Fenster aus wie Neu :-)
 

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Austausch der Gläser

Der zweite große Schritt sollte der Austausch der Gläser werden.
Alle Scheiben wurden ausgemessen und beim freundlichen Glaser in der Nähe bestellt.
Als der Lastwagen kam, hatte ich kurz Zweifel ....
Aber hilft ja nix, wenn mal anfängt ....

Ich hab ein Fenster Schritt für Schritt fotografiert, das Ganze wurde bei 19 Fenstern, 4 Terassentüren und der Haustür wiederholt.

Also, so gehts :

Alle Fenster natürlich ausbauen.
Da ich das ja ein paar mal machen nusste, habe ich mir eine Vorrichtung gebaut, auf die ich die Fenster legen konnte.
Hilfreich waren hier zwei höhenverstellbare Holzböcke und Dachlatten.
Durch die Höhenverstellung konnte ich die Fenster beim Bearbeiten auch schräg stellen und der "ergonomen" Arbeitshöhe anpassen.

Als Erstes: Ausglasen.
Die Scheiben waren mit geschraubten Holzleisten befestigt. Die Schlitzschrauben der 70er Jahre bereiteten mir richtig Freude, das kann ich Euch sagen.
Also Leisten ab, Glas raus und im Bauhof entsorgt.

Danach die zeitraubenste Arbeit beim Ausglasen. Alle Scheiben waren mit Fensterkit eingeglast worden. Diesen habe ich mit Hammer und Stemmeisen in Kleistarbeit entfernt.
Danach: Schleifen und Lasieren
Nächster Schritt: Einglasen
Auf beiden Seiten der Scheiben wurde Dichtungsband aufgeklebt und diese dann mit Abstandsplättchen im Fensterrahmen ausgerichtet. Die alten Befestigungsleisten waren aufgrund der höheren Scheibendicke nicht mehr passend und mussten abgefräst werden.

Beschläge:
Alle Beschläge wurden entfernt, gereinigt, teilweise lackiert, gefettet und wieder ordentlich verbaut. Bei den Türen wurden zwei Hebel ausgetauscht. Gab´s überraschender Weise immer noch zu kaufen und waren über´s Internet leicht zu Besorgen
Als letzter Schritt wurden die Fenster noch mit Fenstersilikon verfugt.
 

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Dichtungen einfräsen

Um die Fenster besser abzudichten, wurden Dichtungen eingefräst.
Die Fräse wurde mir freundlicherweise vom Glaser ausgeliehen :-))) ... kost nix, nur 3 Fräser !
Super Sache, kann man leicht selber machen

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Abschluß

Ja, zum Abschluß einfach wieder alles zusammenbauen.

Im Zuge der Arbeiten haben wir auch noch sämtliche Rollos ausgetauscht und die Rollokästen abgedichtet, wenn man schon mal dran ist ...

Hier noch ein paar Bilder.
Zum einen unsere Wohnzimmerscheibe: Knapp 3m auf 1,5m und über 100 Kilo schwer ...
Zum anderen ein paar Bilder von den Türen.

Fazit:
Ne Menge Arbeit, aber es lohnt sich.
Bei den Kosten sind die Werkzeuge mit Schleifer und Absaugung schon mit eingerechnet. Mir ist klar, das das keine neuen Fenster sind, aber mit "günstigen" Fenstern allemal vergleichbar.

Ich hoffe für meine erste Projekteinstellung passts !
Bis demnächst,
Gruß,
HolzHoSt


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