Fahrender Hase

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Hmm, Frühlingswettbewerb… Was kann ich da machen??? Einen kleinen Flitzer mit einer Mausefalle als Antrieb wollte ich schon lange mal bauen. Dann kam mir die Idee mit dem flitzenden Osterhasen, der ein Ei verliert. Da ich vorher nicht abschätzen konnte, wie viel Kraft eine Falle hat, habe ich mich quer durchs Sortiment gekauft und ein paar Versuche angestellt.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge
  • Winkelschleifer
  • Multifunktionswerkzeug
  • Akku-Schrauber
  • Tischkreissäge
  • Trennständer
  • Dremel Oberfräsenaufsatz
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Materialliste
  • 1 x Dekorplatte | Laminat (60x16cm)
  • 1m x Holzleiste (15x20mm)
  • 2 x Platten als Seitenteile | Pappelsperrholz 4mm (60x40cm)
  • 2 x Rattenfallen
  • 2 x Alurohre 15mm | Alu (ca 6cm)
  • 1 x Alurohr 12mm | Alu (17cm)
  • 1 x Ostereiermast | Buchesperrholz 8mm (12x40)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Funktionsprinzip

Die Rattenfalle dient als Antrieb. Die Falle hat am verlängerten Ende der Schnappfeder eine Schnur befestigt, die um die Hinterachse gewickelt wird. Nach Auslösen zieht die Falle an der Achse und wickelt die Schnur ab. Der Hase beschleunigt und es sieht aus, als fiele dem Osterhasen ein Ei aus seinem Korb. Als Hinterachse habe ich es erst mit einer Gewindestange versucht. Das war allerdings zu schwer. Die Hinterachse ist nun ein Alurohr mit 12mm Durchmesser, das in einem 15mm Alurohr (Innendurchmesser 13mm) sauber läuft. Als Räder wählte ich CDs, weil ich mir davon minimierten Reibungswiderstand erhoffte. Witzig find ich’s allemal. Da es sich um einen Prototypen handelt, den ich etwas stabil gebaut habe, war eine zweite Rattenfalle zur Unterstützung nötig. Bei optimierter Konstruktion wird es allerdings auch mit einer Falle funktionieren. Wenn man dann noch eine kugelgelagerte Hinterachse hinbastelt,wird daraus sicher ein Megaflitzer…

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Aufbau

Die Teile stammen – bis auf die Fallen und die Bockrolle vorn – aus der Restekiste. Das „Chassis“ ist eine Laminatplatte von 60x16cm, Die Seiten aus 4mm Pappelsperrholz 60x40 und werden mit Leisten 15x20mm fixiert. Das Achslager ist eine Fichteleiste mit 5,5x3x13cm.Das fliegende Osterei ist aus Buchensperrholz 8mm (leider zuschwer) Ursprünglich wollte ich vorne Holzräder und eine Gewindestange als Hinterachse nehmen...

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Hinterachse

Aus einer Fichteleiste mit 5,5x3x13cm entsteht das Achslager. Zuerst mit einer Standbohrmaschine in gewünschter Achshöhe ein Loch für die Achslager durchbohren. Dann auf der Tischkreissäge 4cm tiefe Schnitte eng nebeneinander setzen. Mit einem scharfen Beitel kann man die verbliebenen Stege einfach seitlich herausbrechen. Mit der Powerfeile ist der Boden dann in 2Sekunden geglättet. Mit dem Trennständer und dem Winkelschleifer sind die Lager aus 15mm Alurohr schnell hergestellt.Die Alurohre habe ich nach dem Lackieren des Holzes mit 5-min-Epoxydkleber eingeklebt. Die ganze Konstruktion dann mittig an die hintere Kante des Chassis verschraubt und fertig. Die CDs werden mit einer Rändelschraube verklebt, die mit einem10mm-Schaft perfekt in die Achse geklebt werden kann. Zum Zentrieren der CD habe ich aus einem Dichtungssortiment eine passende Gummidichtung eingeklebt.In der Mitte der Achse habe ich ein 3mm-Loch gebohrt. Dort stecke ich einen Bolzen (aus einem Nagel) rein, der beim Auffädeln nötig ist.Wenn die Schnur vollständig um die Achse gewickelt ist, ziehe ich den Stift heraus und stecke ihn in eine passende Bohrung im Lagerblock.In die Laminatplatte habe ich einen Dachpappstift geschlagen mit einer Schnurschlaufe. So kann man die Vorrichtung „rennfertig“ arretieren.

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Antrieb

Zuerst habe ich den Schnappbügel auf die 8mm Sperrholzplatte gelegt und die Umrisse nachgezeichnet. Den Bügel dann im Sperrholz nachgefräst,so dass er bündig hineinpasst. Im Gegenstück musste ein kleines Stück herausgefräst werden,dass sich beide Teile ohne Spalt aufeinander legten. Bevor ich das fliegende Osterei in Form brachte, sägte ich in der Mitte einen 4mm-Schlitz auf der Tischkreissäge für die zweite Ostereierform. Jetzt lässt es sich gut am Anschlag führen. Nach dem Zusägen wäre es schwierig.

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Seiten

Das Motiv habe ich direkt mit Bleistift auf das Pappelsperrholz gezeichnet, mit doppelseitigem Klebeband die beiden Platten miteinander fixiert und dann mit der Dekupiersäge ausgesägt.

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Lackieren

Die Dekorfarben verhalten sich wie Plaka-Farben. Sie trocknen sehr schnell. Leider sind auch ältere Farbbestände mit Krümeln dabei und ich war zu faul zum Filtern.Lediglich das Osterei ist etwas aufwendiger mit metallic lackiert. Ansonsten ist die Farbgestaltung unspektakulär.

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Ferdisch

Um es zu verdeutlichen, habe ich den Hasen an der Tischkante gestoppt und einzelne Phasen fotografiert.Auf Turnhallenboden schafft der Flitzehase bis zu 5m. Auf Asphalt über3m. Ich denke, dass gewichtsoptimiert und kugelgelagert noch einiges mehr drin ist.

Ist in der Form kein Renner, hat aber Potential...


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