Fädeltiere - ein kleiner Tierzoo zum Fädeln - Motorikspielzeug für kleine Kinder

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Für meinen Enkel wollte ich ein kleines Mitbringsel sägen. Nach einigem Überlegen was wohl einem knapp 2-Jährigem gefallen würde,  fiel mir ein, daß ich als Kind ein Fädelspiel aus Pappe hatte. Was aus Pappe geht, dachte ich mir, kann ich auch sägen - also war die Idee schon geboren.
Damit aber der kleine Freund meines Enkels, der öfters zu Besuch da ist, auch gleich mit spielen kann, habe ich zwei solcher Fädeltiere gesägt, eines etwas leichter, das andere etwas schwieriger. Doch als die beiden mit den Tieren spielten, waren die Mütter so begeistert, daß ich mich breitschlagen ließ und für die ganze Gruppe der Kita ein Tier gesägt habe. Nun ist es ein kleiner Zoo geworden: zwei Eichkatzerl, zwei Bären, zwei Mäuse, zwei Elefanten, zwei Zebras.
Die Beschreibung ist für alle Tiere sehr ähnlich, deshalb gehe ich nicht mehrfach auf die einzelnen Schritte ein, die Fotos erklären alles.
Ich hoffe, meine Fädeltiere gefallen Euch.
Die Materialkosten sind für alle 8 Tiere, ebenso die Arbeitszeit.


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Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • Multicut S2
  • Föhn oder Heißluftpistole
  • Feuerzeug oder Kerze
  • Kleber zB Uhu Plus
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Materialliste
  • 1 x Massivholz | Hainbuche 19 mm dick (nicht zu klein)
  • 2x x dünne Segelschot | rot+grün+blau+rosa+schwarz je 4 mm dick (120cm lang)
  • 1 x dünne Segelschot | bunt 4 mm dick (140 cm lang (Eichkatzerl))
  • 1 x Schrumpfschlauch | 5mm Durchmesser (schwarz)
  • 1 x Klarlack | seidenmatt
  • 1 x Acrylfarben | weiß, grau, schwarz
  • 1 x Walnußöl

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorlage erstellen - Elefant + Zebra + Eichkatzerl + Bär + Maus

Einfache Variante:
Als leichtes Fädelspiel habe ich einen Elefanten (Maus, Bär) als Vorlage genommen. Da kleine Kinderhände am Liebsten runde Holzteile fassen, habe ich die einfache Formen für die Tiere gewählt. Die Fädellöcher sind ohne Bezug zu der Form der Tiere. Das Kind kann wahllos ein-und ausfädeln

Das Eichkatzerl ist etwas schwieriger, da es mehr Löcher hat.
Hier dienen die Löcher einfach als Fädelloch, das Kind kann selbst entscheiden, wie die Fäden laufen sollen. Hier die längere Schot nehmen.

Schwierigere Form:
Ich suchte mir ein Tier aus, das auch in der Natur Streifen hat - ein Zebra. Die natürlichen Streifen des Zebras sollten als Vorlage für das Ein- und Ausfädeln dienen. Hier ist das Ein-Ausfädeln etwas anspruchsvoller, da die schwarze Schot auf den Streifen aufliegen soll. Außerdem muß man ganz gezielt immer zwei gegenüber liegende Löcher verbinden.
Die Vorlagengrundidee habe ich aus dem Internet "freie Malbuchvorlagen zum ausmalen", dann habe ich sie nur noch leicht für mein Vorhaben abgeändert.

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Holz vorbereiten - Vorlagen aufbringen

Ich habe als Holz Hainbuche genommen. Dieses Holz sägt sich sehr schön und wenn wirklich mal ein kleineres Geschwisterchen in das Holz beißen würde, ist es nicht giftig.
Für den Elefanten, die Maus, den Bär und da sEichkatzerl  habe ich 19 mm dickes Holz genommen. Da ich noch einen Rest hatte, habe ich für das Zebra 17 mm dickes Holz gewählt, damit der Rest wegkam.
Auf das zurecht gesägte Holz habe ich eine Lage Tesafilm aufgeklebt und darauf dann mit Sprühkleber meine Vorlage aufgebracht.

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Löcher anbringen

Auf einem Stück Restholz habe ich unterschiedlich große Löcher gebohrt für das Fädelspiel. Dann habe ich versucht mit meiner Schot einzufädeln. Da ich als Erwachsener da sicherlich geschickter bin als ein Kleinkind, habe ich mich letztlich für den 5,5 mm Bohrer entschieden - auch wenn die Schot nur 4mm dick ist.

In den Elefanten habe ich dann 10 Löcher gebohrt mit dem 5,5 mm Bohrer. Für das Auge des Elefanten habe ich einen 7mm Bohrer genommen.

Beim Zebra habe ich mir mit Bleistift am Rand entlang eine dünne Linie gezeichnet und dann immer gegenüber liegend die Löcher gebohrt, so daß immer zwei Löcher ein Paar bilden. Auch hier habe ich den 5,5 mm Bohrer für die Löcher verwendet, für das Auge habe ich einen 6 mm Bohrer genommen.
Bei den anderen Tieren bin ich ähnlich verfahren. Zuerst habe ich auf der  Vorlage die Löcher angezeichnet, dann gebohrt. Das Eichkatzerl hat die meisten Löcher abbekommen, da der Schweif so gut geeignet ist und viel Platz bietet.
Alle Löcher habe ich mit der PBD 40 Ständerbohrmaschine gebohrt.

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Alle Tiere: Elefanten, Eichkatzerl, Bären, Mäuse und Zebras aussägen

Nach dem alle Löcher gebohrt waren, habe ich die Umrisse des Elefanten ausgesägt. Da alles schön glatt rund geworden war, brauchte ich nicht viel nachschleifen. Nur an den Bohrlöchern habe ich mit ganz feinem Schleifpapier nochmals die Kanten nachgearbeitet.

Ebenso bin ich bei dem Zebra und allen anderen Tieren vorgegangen.bei manchen Tieren mußte ich etwas mehr schleifen, weil ich ein anderes Sägeblatt verwendet hatte.

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Maus und Bärchen brennen

Als ich so meine ausgesägten Tiere betrachtete, fand ich, daß ich manche ruhig noch etwas peppen könnte. Ich habe einen uralten 55 Jahre alten Brennstift, der wahrscheinlich mit nichts Heutigem mehr zu vergleichen ist. Er ist halt mit mir zusammen gealtert. Aber so ein bißerl rummalen hoffte ich, daß er gerade noch schaffen würde. Also habe den Brennstift angeworfen und ein bißerl außen am Rand leichte Konturen angedeutet, ein bißerl die Nase, Augen bei der Maus, beim Bärchen ein kleines Gesicht usw. - mein Uraltmodell hat das prima geschafft......
Die Elefanten habe ich in natur gelassen, das Zebra wird sowieso bemalt.

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Elefant, Maus, Eichkatzerl und Bär ölen

Nachdem nun auch noch die Gesichter fertig waren, habe ich die ausgesägten Tiere  alle ich mit Walnußöl noch eingeölt und anschließend mit einem weichen Tuch feste poliert. Falls die Kinder doch mal dran lutschen, ist das Walnußöl vom Geschmack her nicht so schlimm und ausserdem auch nicht giftig.

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Zebra bemalen

Das Zebra habe ich mit lutschsicherer Acrylfarbe angemalt und anschließend mit seidenmattem Klarlack überzogen.
Für die Grundierung habe ich schwarz mit weiß zu hellem Grau gemischt, die Streifen habe ich mit schwarz gemalt.

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Stopper für die Fädelschnur sägen

Auf mehreren Resthölzern habe ich kleine Vierecke oder Kreise aufgezeichnet und in die Mitte ein kleines Loch gebohrt. Das Loch ist gerade so groß, daß die Fädelschnur schwer durchgeht. Dann habe ich die Vierecke und Kreise ausgesägt und ein bißerl zurechtgeschliffen.

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Fädelschnur fertig machen

Für die Fädelschnur habe ich unterschiedlich farbige,  4mm dicke Seglerschot hergenommen. Für das Ende der Schoten habe ich die vorbereiteten Stopper hergenommen. Die Schoten wurden durchgesteckt und mit einem Knoten beendet. Den Knoten habe ich am Stopper festgeklebt.
Die anderen Ende, also die Einfädelenden habe ich über einer brennenden Kerze erhitzt, damit das Ende verschweißt ist und sich leichter in den Schrumpfschlauch einfädeln läßt. Dann habe ich sie in einen passenden Schrumpfschlauch gesteckt, dann mit der Heißluftpistole erwärmt bis sich der Schlauch feste um die Schot schmiegt. Dann habe ich mit den Fingern noch ein bißerl gedrückt, daß alles eine schöne Form bekommt. So hat der Anfang der Schot ein widerstandsfähiges, etwas festeres  Stück, mit dem das Einfädeln gut geht.

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Fertige Tiere

Nachdem keine rauhen Stelle mehr zu finden waren, die Bemalung fertig war und alle Tiere eine schön bunte Schot zum Einfädeln bekommen hatten, konnte ich meine Fädeltiere als vollendet betrachten und ihrem Bestimmungszweck übergeben.

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Übergabe in Kinderhand

Es ist immer wieder erstaunlich wie geschickt so kleine Kinderhände sind. Die Begeisterung war groß und ich daher sehr zufrieden.
Eigentlich hätte ich noch mehr Aufträge für Fädeltiere, aber man muß ab und zu auch nein sagen können und ich habe schon wieder viele andere Ideen.
Ich hoffe, meine Fädeltiere gefallen Euch.


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