F1 Rennwagen, 3D-Modell

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    30 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Ein 50er steht demnächst ins Haus. Das Geurtstags"kind" ist ein großer Formel 1 Fan (Ferrari). Also überlegte ich mir, wie man die Geldgeschenke entsprechend verpacken kann. Dabei ist dieses Modell eines Rennwagens entstanden. Die Maße des fertigen Modells sind 80 x 40 x22 cm.

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Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • PSR 14,4 LI-2  - Bohrschrauber, Bohrmaschine, Schlagbohrschrauber (Akku)
  • JSG-96
  • Multicut-2S E
  • GTS 10 XC Professional
  • Schleifpapier
  • Schlüsselfeilen
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Materialliste
  • 1 x Sperrholz 6 mm | Birke (250 x 150 cm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorarbeiten

Ich hab echt lange nach einer geeigneten Idee/Vorlage gesucht. Letztlich konnte mich nur das Modell "Race Car" von make-cnc überzeugen. Also habe ich den Plan heruntergeladen.

Der Plan kommt für 3 und 6 mm Platten. Ich habe beim Holzdealer meines Vertrauens gleich eine ganze Platte (3500 x 1500 m) bestellt, da ich den Rest für diverse Weihnachtsbasteleien brauchen werde.

Hinweis:
Die Platten weichen in der Dicke immer etwas ab. Diese hatte eine Dicke von 6,52 mm. Das mag nicht viel scheinen, macht aber bei einem solchen Modell doch einiges aus. Damit auch alles wie gewünscht zusammenpasst habe ich die Vorlage nach Corel Draw importiert und so vergrößert, dass es der dickeren Platte entspricht (Bild 1).

Über Easy Print wurde die Vorlage ausgedruckt. Das ergab 70 (!) A4-Seiten. Diese mussten dann zur fertigen Vorlage zusammengeklebt werden.
Als erste klebte ich jeweils 10 Seiten zu einer Bahn zusammen (Bild 2). Das ergab sieben Bahnen (Bild 3). Nun die Bahnen zur fertigen Vorlage zusammenfügen (Bild 4). Das ergab eine Vorlage von etwa 270 x 150 cm.

Viele Teile werden mehrfach benötigt, wie die Detailaufnahme zeigt (Bild 5). Dazu später mehr.

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Hinterradaufhängung

Natürlich kann man mit einer so riesigfen Vorlage nur schwer arbeiten (erst recht in einer so kleinen Werkstatt wie der meinen). Daher empfiehlt es sich, Schritt für Schritt vorzugehen.

Ich habe die Teile für die Hinterradaufhängung sowie die beiden größten Teile (Bodenplatte und obere Abdeckung) aus der Vorlage getrennt und den Rest zur Seite gelegt.
Aus der Platte trennte ich ausreichend große Teile um die Bodenplatte und die obere Abdeckung zu sägen.

Für die Aufhängung werden die Teile meist doppelt, einige sogar mehrfach benötigt. Daher sägte ich die Teile im Stapel (Bild 1). Generell habe ich es bei einer maximalen Stapelhöhe von 4 Teilen belassen, alles darüber währe zu mühsam gewesen.

Nach einer Weile waren die benötigten Teile gesägt (Bild 2). Die runden Aussparungen in den Streben machte ich mit einem 6 mm Holzbohrer.
Die ersten Teile werden zusammengesteckt (Bilder 3+4). Da ich immer am inneren Rand der Linien gesägt habe gingen die Teile recht streng zusammen, so soll das sein.

Die Teile für die radhalterung gingen sehr schwer zusammen, hielten dafür bombenfest (Bild 5). Die erste Radaufhängung war geschafft (Bild 6).

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Mittelaufbau

Da das fertige Modell ja als Verpackung eines Geldgeschenkes dienen wird habe ich auf der Bodenplatte die Umrisse der Öffnung angezeichnet, durch welche man das Geld entnehmen kann (dazu in einem eigenen Punkt nähee Details).

Nachdem ich die Hinterradaufhängung samt "Motorblock" auf die Bodenplatte gesteckt hatte kam das Cockpit an die Reihe.
Die beiden langen Seitenteile waren schnell gesägt und eingesteckt (Bild 1).

Es folgten die Teile vom Cockpit zum Motor (Bild 2) und die Teile für den Heckflügel (Bild 3). Es war etwas knifflig, diese Teile zusammenzustecken - da wäre eine dritte Hand eine groß Hilfe gewesen.

Die beiden Auspuffrohre bestehen im Plan aus mehreren Einzelringen. Ich habe stattdessen zwei Stücke eines Rundholzes abgetrennt, mittig durchbohrt und aufgesteckt (Bild 4).

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Seitenteile

Die Seitenteile am Cockpit (Luftkästen) bestehen jeweisl aus mehreren übereinanderliegenden Teilen. Diese sind im Plan mittelsVierkantstift (6 x 6 mm ) verbunden und sind im Original sehr dünn.

Ich machte die Wände dicker (Münzen können ganz schln schwer sein) und verband die Teile mittels Rundholz.
Die Teile wurden in drei Stapeln gesägt, mittels Rundholz fixiert und aufgesetzt (Bild).

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Lenkung

Weiter geht es mit der Lenkung. Diese ist voll funktionsfähig.

Zuerst die Einzelteile sägen (Bild 1), dann Lenkrad montieren (Bild 2) und alles einbauen (Bild 3).

Hinweis:
Das Lenkgestänge und das Lenkrad müssen eingesetzt werden bevor die Abdeckuplatte eingeschoben wird!

Den Fahrer habe ich nicht gesägt und eingesetzt. Stattdessen dient der für die Befestigung des Piloten vorgesehene Schlitz nun als Geldenwurf.

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Vorderradaufhängung

Ich schnitt die benötigten Teile aus der Vorlage und baute Stapel. Von den Querstreben werden jeweils vier benötigt (4 Stk. sind etwas länger als die anderen) - die wurden in einem Rutsch gesägt.

Damit die zusammengeklebten Stapel sich nicht verschieben können bohrte ich zuerst die Aussparungen und setzte Rundstäbe ein. Bald waren alle benötigten Teile gesägt (Bild 1).

Die Teile passen sehr genau zusammen und halten sehr fest zusammen (Bild 2). Sobald eine Seite fertig war (Bild 3) wurden zum AbschlussFixierplättchen eingesetzt (Bilder 4+5), die ein Herausrutschen der Streben verhindern sollen.

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Geldzugang

Damit der Beschenkte an sein Geld kommt baute ich in der Bodenplatte eine "Tür" ein. Dieser Arbeitsschritt kann eigentlich gleich nach dem Sägen der Bodenplatte erfolgen. Da ich zu diesem Zeitpunkt aber noch keine genaue Vorstellung von der Umsetzung hatte, machte ich das nachträglich.

Ich habe einen möglichst großen Ausschnitt an der Bodenplatte gemacht (Bild 1). Das ausgesägte Teil wurde an den Kanten geglättet. Zuerst wollte ich hier kleine Scharniere anbringen, entschloss mich dann aber zu einem anderen Weg:
An der Vorderseite leimte ich zwei Leisten auf (Bild 2). Diese wurden zusätzlich mit jeweils 3 Drahtstiften fixiert.
Die Platte wird leicht schräg angesetzt (Bild 3) und bis zum Anschlag eingeschoben (Bild 4). Durch die Leisten wird sie in Position gehalten. Ein Hineinfallen ist auch nicht möglich, da sie durch das "Innenleben" daran gehindert wird.

Nun der Verschluss. Auch hier gäbe es viele Möglichkeiten. Ich hatte mir diverse Varianten überlegt. Wichtig war in meinem Fall, dass sich der Mechanismus einfach greifen und bewegen lässt. Hier meine Lösung:
Ich sägte die beiden Verschlussteile (Bild 5), legte diese übereinander und machte eine Bohrung von 6 mm. In den langen Teil (der eigentliche Verschluss) leimte ich einen Rundstab. Diesen fixierte ich zusätzlich mit einem Nagel, dazu wurde vorgebohrt (Bild 6).

Die Bodenplatte bekam ebenfalls eine Bohrung. Durch diese führte ich von der Unterseite den Rundstab. Den oberen Teil habe ich durch Einkerbungen "griffiger" gestaltet. Dieser Teil wird ebenfalls aufgesetzt, angeleimt und mit einem Drahtstift gesichert (Bild 7).
Die letzten beiden Bilder zeigen die Stellung in geschlossenem (Bild 8) und geöffneten (Bild 9) Zustand.

Das letzte Bild zeigt die eingesetzte uind geschlossene Platte am fertigen Modell (Bild 10).

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Felgen

Fehlen "nur" noch die vier Räder.
Die werden recht breit und sind mit jeweils zwei "Felgenteilen" an der Radaufhängung befestigt. Der hintere Teil stellt die Verbindung zu den "Gummis" her, der vordere fixiert alles an der Aufhängung.

Zuerst sägte ich die Halteplatten (Bilder 1+2). Dabei sägte ich deutlich innerhalb der Linien! Die Teile wurden einer nach dem anderen mittels Schlüsselfeilen angepasst bis er fest an der Aufhängung saß (Bild 3).

Die vier Verbindungsteile sägte ich gleich im Stapel (Bild 4). Alle Teile wurden montiert (Bild 5). Da ich mit dem Ergebnis zufrieden war konte ich mit den "Gummis" weitermachen.

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Reifen

Die Räder selbst bestehen, zusätzlich zu den jeweils zwei Felgenteilen, aus 7 großen und 5 kleineren Ringen (Hinterräder) oder 6 großen und 4 kleineren Ringen (Vorderräder).

Die Ringe habe ich im Dreier- oder Viererstapel gesägt. Mit der TKS wurden etwa 15 cm breite Streifen von der Platte getrennt und zu Quadraten gesägt. Diese wurden mittels Kreppband zu Stabeln verklebt (Bild 1). Darauf kam mittels Sprühkleber die Vorlage (Bild 2).

Jeder Stapel bekam drei Bohrungen. Eine an der Innenkante (für den Innenschnitt) und zwei innerhalb des Ringes. In diese steckte ich abgelängte Teile eines Rundstabes (verhindert ein Verschieben der Ringe beim Sägen). Ich sägte erst die Innen- dann die Außenkante (Bild 3).

Die erste Hälfte eines Reifens wurde zusammengesteckt (G-K-G-K-G *) und mit den beiden Felgenteilen fixiert. Das passt schon mal (Bild 4).

Die äußeren Ringe wurden gesägt (Bild 5) und probehalber zusammengesteckt. Als alles passte wurde das erste Rad montiert. Abweichend vom Plan (wo alle Teile mittels Kanthölzchen zusammensteckt werden) verwendete ich Rundstäbe und leimte die Ringe zusammen. Nach dem Trocknen des Leims sägte ich die überstehenden Rundstäbe ab (Bild 6). Das erste Rad war somit geschafft (Bilder 7).

Die weiteren Räder wurden auf die gleiche Art gesägt und montiert. Dabei haben die Hinterräder zusätzlich jeweils einen großen und einen kleinen Ring an der Innenseite. Nach der Montage des letzten Rades war mein Modell fertig.

Ich werde es bei Gelegenheit lackieren, muss mir dazu aber noch einiges überlegen. Wäre jedenfalls eine Gelegenheit mich endlich mit Airbrush zu beschäftigen ;-)

* G = großer Ring,  K = kleiner Ring

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Funktionalität

Zum Abschluss ein kurzes Video, welches zeigt, dass Lenkung und Hinterraddämpfung funktionieren.

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Nachtrag: Farbgestaltung

So, spät aber doch habe ich die Zeit gefunden mich mit dem Bemalen des Autos zu befassen. Das war zugleich ein erster Test für mein Airbrushset.

Mein Fazit:

  • noch viel üben
  • für manche Arbeiten besser selbstklebende Schablonen verwenden damit die Farben nicht unter die Schablone laufen (hab da einiges mit dem Pinsel nachkorrigieren müssen
  • Schablone gerade anbringen und
  • die Teile besser vor dem Zusammenbau anfärbeln

Aber ich bin ja lernfähig!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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