Ein stabiles Stativ aus Holz

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    70 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Nach dem ich nach vielen Jahren das Fotografieren wieder neu entdeckt habe, wollte ich unbedingt euch ein stabiles Holz Stativ. Leider sind die Namhaften Hersteller sehr teuer, so kam ich auf die Idee eins selbe anzufertigen. Dies ist mein sogenannter Prototyp, werde mir bei Gelegenheit noch eins oder zwei anfertigen, an denen die Fehler des ersten ausgebügelt sein werden. Ein Stativ aus Holz hat im Gegensatz zu den Alu Stativen , eine bessere Vibrations Unterdrückung. Auch sagt man, das es weniger anfällig gegen Temperaturschwankungen und Wasser sein soll. In den Alu Rohren bleibt oft das Wasser stehen, welches hier einfach abgewischt werden kann. Wer noch weitere Infos haben möchte, kann mich gerne anschreiben, auch über weitere Verbesserungen bin ich sehr dankbar. Beim nächsten Stativ wird auf Jedenfall die Befestigung der Beine geändert, dann kann auch unter Umständen die untere Querstrebe entfallen. Denke auch über einen dreiteiligen Auszug nach, der dann aber auch aufeinander gleiten soll, ebenfalls statt dem Nievelierkopf über einen Mittelauszug. 

Etwas zu den Massen: Das Gewicht beträgt mit Kugelkopf ca. 3,3 Kg. Die Länge ist zusammen geschoben ca. 110 cm und kompl. aufgebaut 155 cm. Die Höhe ändert sich natürlich mit dem Beinabstand.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Beine werden angefertigt.

Zuerst habe ich die Leisten aus 18mm Multiplex gesägt. Die ausziehbaren Beine sind ca. 30 mm und die Schienen ca. 20 mm. Bei der Länge bin ich auf 77 cm gekommen, war halt mein Reststück. Nach dem zuschneiden ging es zur Fräse. Habe mir einen Halbrund Fräser und einen dazu passenden Hohlkehl Fräser genommen, beides sollte mit dem Radius zueinander passen. Zuerst habe ich die Beine gefräst und dann die Schienen, dadurch konnte ich die tiefe der Ausfräsung etwas steuern, damit die Beine auch später gleiten können. Hier ist etwas Geduld und  Augenmaß von Nöten.  

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Oberer Punkt der Beine.

Oben ist dann ein 8 cm langes, eingesägtes Holzstück eingesetzt, dieses muss genau so breit sein wie der Abstand der Leisten zueinander wenn das Bein eingeschoben ist, plus einer kleinen Zugabe, ich habe hier jeweils ein Blatt Papier zwischen gelegt, damit das Bein auch geschmeidig gleiten kann. Das Loch an dem Ende des Einschnitts soll verhindern, dass das Holz reißt wenn das Bein festgespannt wird. Ich habe das Holzstück eingeleimt, man kann es aber auch noch festschrauben. 

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Obere Platte für das Stativ.

Die Hauptplatte an dem die Beine und die Niveliereinheit befestigt wird, habe ich auch aus 18 mm Multiplex gefertigt. So wie sie hier zu sehen ist, sind in einem 120° Winkel die Nasen für die Beine ausgesägt. Ich glaube besser und einfacher ist es, wenn man eine größere Platte ausschneidet und unter diese im 120° Winkel passende Holzstücke aufsetzt, auf die dann die Beine aufgesetzt werden können. Durch das Loch, welches nämlich wie hier die Platte noch einmal schwächt, wäre es in der anderen Lösung stabiler. Bis jetzt habe ich wohl noch keine Probleme bekommen, dabei ist das Stativ mit ca 10 Kg. belastet worden. Als Schrauben habe ich hier Schloßschrauben verwendet, diese drehen nicht mit, wenn die Mutter zum spannen angezogen wird.Der Nivelierausgleich besteht aus zwei gegenüberliegende U-Stücke die aus Sperrholz gefertigt sind. Diese zwei U-Stücke werden durch ein Holzstück beweglich verbunden. Die Spannschrauben mit dem Knauf sind zum festziehen der jeweiligen Verstellung. Hierdurch kann der Kugelkopf genau in die Waage gebracht werden und man kann problemlos Panorama Aufnahmen machen. Darum der Nivelierausgleich. Dieser ist dann aber noch einmal mit einem ausgefrästem Axiallager drehbar gelagert. Der Alu Winkel dient zum feststellen, sonst würde sich das ganze immer verdrehen.

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Schelle für das ausziehbare Bein.

Um die ausziehbaren Beine festzuklemmen, habe ich einfach wie auf dem Foto zu sehen, vorne und hinten ein Stück Sperrholz aufgeschraubt, vor Kopf ein Stück Sperrholz mit einer Einschlagmutter M6 aufgeleimt. Mit der Schraube, hier eine Schloßschraube M6 in einer Scheibe eingesetzt, dient als Spannschraube, man kann auch eine Schraube mit einem Flügelkopf nehmen. Das Beine ist auf der Rückseite mit einem kleinem Holzstück gegen das herausfallen gesichert.

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Damit das Stativ nicht auseinander rutscht.

Damit die Beine beim Aufstellen nicht einfach auseinander gehen, oder ein Bein wegrutscht, ist unten an den Beinstreben noch einmal eine Verstrebung eingesetzt, welche in der Länge verstellbar und nach oben und unten beweglich ist. Das Prinzip ist wie bei den Beinen, nur viel einfacher, ohne Profil. Hier wird nur mit einer Schraube von unten jeweils das innere Teil festgespannt. Hier gibt es auch einfachere Lösungen mit Ketten oder Schnüre. Man kann es aber auch ganz weg lassen, nur ist mir dann die Klemmung oben noch zu schwach.

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Füße

Als Füße kommen hier Stockschrauben zum Einsatz. Das Gewinde Stück habe ich Spitz angeschliffen und ein Gerätefuß aufgeschraubt. Diesen Gerätefuß kann ich nach unten Schrauben, dann ist der Spike oder die Spitze nicht frei und das Stativ kann in der Wohnung aufgestellt werden. Wenn man die Gerätefüße nach oben schraubt, kommen die Spikes hervor und das Stativ kann draußen auf der Wiese oder so benutzt werden. 

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So ich hoffe das nichts vergessen worden ist.

Das war eigentlich der Anfang von allem. Bei dem ersten Versuch habe ich versucht die Beine mit der Kreissäge schräg anzusägen, leider habe ich nie die Mitte gefunden und es wollte einfach nicht Symmetrisch werden. Dann kam mir die Idee mit dem Rundfräsen, das funktionierte mit dem Frästisch sehr gut. Von Hand ist es glaube ich kaum möglich. Hier musste ich nur jeweils die Mitte ausloten und einige Tests fräsen, aber dann ging es recht zügig und einfach. Wenn man anschließend bevor alles zusammen geleimt wird, die Führungen schleift und streicht, ist es nachher einfacher, da man sonst kaum noch innen dran kommt. Natürlich müssen die Stellen die nachher geleimt werden sollen abgedeckt werden, damit der Leim noch halt hat.Das Bein kann man noch etwas dünner schleifen, dann gleitet es später besser durch die Klemmung. Da oben und unten flach ein kleines Brett aufgeleimt wird, muß man entweder das etwas aussparen oder halt das Bein etwas dünner schleifen. Bei mir fällt das Beine selbstständig herunter wenn ich die Klemmschraube öffne, wackelt aber nicht wenn ich sie anziehe.


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