Ein neuer Waschbeckenunterschrank

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Mein Schwager der umzogen ist, bat mich um tatkräftige Unterstützung. Mein Wirkungsbereich bei diesem Umzug war alles was mit Strom und Holz zu tun hatte. So bekam ich dann auch den Auftrag, einen neuen Waschbeckenunterschrank zu bauen, da der alte Unterschrank total hinüber war. Ich habe die Maße des alten Unterschrankes herausgemessen, um dann einen neuen mit den selben Maßen anzufertigen. Bei dieser Aktion konnte ich auch schon mal gleich die neue Bosch Akku-Kreissäge PKS 18Li benutzen, die mir ja als Testmaschine zur Verfügung gestellt wurde. Die Maschine hatte mir wirklich sehr gute Dienste geleistet. Es galt Resopalbeschichtete Platten zu schneiden. Ich war sehr überrascht, das der Schnitt so sauber und ohne großartige Absplitterungen der Beschichtung vonstatten ging.

Und hier geht es zu meinen anderen interessanten Projekten.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Flachdübelfräse
  • Akku-Kreissäge
  • Anschlagwinkel
  • Hammer

Los geht's - Schritt für Schritt

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Korpusteile auf Maß sägen

Mit der neuen Akku-Kreissäge PKS 18Li habe ich die Teile für den Korpus aus Restholz auf Maß gesägt. Für die schmalen Teile ( Kopfblende und Sockelleiste) habe ich den Paralellanschlag verwendet. Für die Türen und die Seitenteile habe ich eine 5 mm Aluschiene als Führung verwendet. Ich war sehr angenehm überrascht, was diese Maschine im Stande war zu leisten. Hätte ich ehrlich gesagt nie vermutet. Und nachdem ich alle Teile auf Maß gesägt hatte, war die Akkuleistung immer noch ausreichend hoch um weitere Schnitte zu machen.

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Kantenumleimer aufbügeln, und bearbeiten

Nachdem ich alle Teile auf Maß vor mir hatte, begann ich mit dem Anbringen der Kanntenumleimer. Alle Kanten die später sichtbar sind, habe ich mit Umleimerband versehen. Ich ging folgender Maßen vor. Zuerst habe ich die zu beklebende Fläche mit Druckluf abgeblasen, damit alles staubfrei ist (wegen des besseren Haltes). Von der Rolle anschließend ein Stück Umleimer-Band abschneiden, was ca. 1-2 cm länger ist als die Kantenlänge. Mein altes Bügeleisen (ohne Dampffunktion) auf mittlerere Temperatur aufgeheizt, und die Umleimerkante punktuell auf der Schnittfläche geheftet. Dabei ging ich folgender Maßen vor. Die Umleimerkante mit leichtem Überstand auf die Schnittfläche legen, mit den  Fingern (Daumen & Zeigefinger) darauf achten, das das Band mittig aufliegt, das die Breite des Umleimers nur 2 mm größer war als die Brettstärke. Mit dem Bügeleisen nun an verschiedenen Positionen kurz auf das Band drücken, damit es leicht anhaftet. Anschließend legte ich ein Baumwolltuch oder ein großes Blatt Papier auf die gesamte Fläche, damit das Band durch die Hitze und Laufsohle des Bügeleisens nicht beschädigt wird. Nun unter leichtem Druck gleichmäßig über die gesamte Fläche gleiten, schnell das Tuch oder Papier entfernen, und mit einem glatten kurzen Holzleiste das Band durch reiben fest andrücken. Dabei darauf achten, das man die Holzleiste ab und zu etwas leicht kippt, damit auch die Kanten gut festgedrückt werden. Das Band das gerade aufgebügelt wurde abkühlen lassen, bevor man zum nächsten Arbeitsschritt geht. Zuerst den Überstand auf der Längsachse durch umknicken mit einer Feile abbrechen. Danach mit einer Schlichtfeile die Bruchkante glätten. Auf der Oberseite des Brettes benutze ich einen Kantenschneider, der extra dafür gedacht ist. Brett festspannen, Kantenschneider flächig und eben aufsetzen, und langsam schräg zur Schnittkante den Überstand von ca. 1mm abschneiden. Man kann das auch mit einem scharfen, breiten Stechbeitel machen, wenn man will und kann. Mit diesem Kantenschneider geht das aber sehr gut und sicher. Nachdem beide Seiten bündig geschnitten wurden, nehme ich mein Schleifklotz mit einem feinen Schmiergelpapier, und breche die Kanten noch. Zum Abschluß unbedingt kontrollieren, ob wirklich nichts mehr übersteht. Das ist wichtig, damit man die Kante nicht wieder abreißt, wenn man einen Gegenstand darüber zieht. Wenn die eine Schnittkante komplett fertig ist, kann man die anliegenden Schnittflächen ebenfalls mit Umleimerkante versehen und bearbeiten. Dann hat man auch schöne saubere Ecken. Für all diejenigen die das noch nie gemacht habt. Versucht es einmal und haltet euch an die Beschreibung. Ihr werdet sehen, das dies gar keine so große Kunst ist. Etwas Übung und Sauberkeit beim Arbeiten, und die Bretter sehen aus wie gekauft.

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Flachdübel setzen

Ich arbeite gerne mit Flachdübel, oder sogenannte Lamellos. Das geht sehr schnell, und man hat eine gewisse Toleranz beim setzen der Dübel. Zuerst legte ich die Positionen der Dübel fest. Bei der Schranktiefe habe ich pro Verbindung 3 Flachdübel verwendet. Wenn man mit Flachdübel arbeitet, ist es am besten, wenn man sich einmal eine Technik aneignet, und dann beibehält. So wird es dann schneller zur Routine. Meine Vorgehensweise war wie folgt. Alle Fräsungen die auf der Stirnseite eines Brettes erfolgten, (Boden, Zwischenbrett, Sockelleiste u. Kopfblende) wurden flach auf dem Tisch liegend gemacht. Ich habe nur die Positionen der Dübel einmal Festgelegt, und verwende dieses Maß jetzt immer wieder. Der Dübelschlitz liegt zwar nicht genau in der Mitte, aber das spielt keine Rolle. Man muß jetzt nur darauf achten, das die Fräsungen in den Seitenteilen richtige positioniert werden. Dafür habe ich die Unterseite des jeweiligen Brettes angezeichnet, eine Hilsleiste oder Brett als Anschlag festgeklemmt, und dann ebenfalls die Fräsungen gesetzt. Wenn man darauf geachtet hat, das die Lamellofräse immer die gleiche Auflagefläche (Bezugsfläche) hatte, passt das immer. Da ich die Sockelleiste und die Kopfleiste 3mm nach innen setzen wollte, habe ich beim Seitenteilfräsen noch eine Beilage von 3mm zwischen Anschlag und Lamellofräse gelegt, dadurch wurde der Schlitz ebenfalls um 3mm verschoben. Das sieht dann optisch besser aus. Bevor

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Topfscharniere und Halteplatten montieren.

Bevor der gesamte Schrank zusammengebaut wurde, habe ich noch die Montageplatten  für die Topfscharniere an die zuvor festgelegten Positionen geschraubt. Den Randabstand und die Lochabstände habe ich mit einer Bohrschablone angerissen. Anschließen noch die Löcher 35mm für die Topfscharniere in die Türen gebohrt. Das hatte ich schnell an der Ständerbohrmaschine erledigt, auch hier kam wieder die Bohrschablone zum Einsatz. Zum Schluß die Scharniere in die Löcher stecken, mit dem Anschlagwinkel ausrichten, mit einem Stichel die Löcher angebohrt und anschließend festgeschraubt. Fertig

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Korpusteile zusammenstecken, und verschrauben

Nachdem nun alle Teile fertig waren, habe ich die Korpusteile zusammengefügt. Mit dem Gummihammer die Bretter schön bündig zur Kante ausgerichtet. Das ist nun der Vorteil von den Flachdübeln, das man die Teile noch ein wenig verschieben kann. Da man ja seitlich nicht auf den Schrank blicken kann, habe ich einfach die Mitte der Bretter auf dem Seitenteil angrissen, und Durchgangslöcher für die Schrauben in das Seitenteil gebohrt. Die Löcher noch schön angesenkt, und mit Hilfe des Akkuschraubers verschraubt. Die schmale Kopfblende von 50mm habe ich mit 2 kleinen Winkeln von innen an dem Korpus befestigt. Zum Schluß noch 2 Türgriffe an die Türen geschraubt. Fertig ist der Schrank, der nur noch unter das vorhandene Waschbecken geschoben werden muß, und mit der Arbeitsplatte verbunden wird.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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