Ding oder doch was Nützliches?

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Um eine Entscheidung zu treffen, ob ich meine 10 Jahre alte Drechselbank (Die hab ich damals angeschafft, weil ich 8 Füße für zwei Schränke brauchte und das Ausstellungsstück den gleichen Preis hatte wie die 8 Füße) nun entgültig einmotten soll, oder ob es sich lohnt, dafür einen festen Platz in der Werkstatt einzurichten und ihr einen eigenen Tisch zu bauen, habe ich ein "Ding" gedrechselt. 
Nachdem es fertig war und ich es betrachtete erinnerte ich mich an ein Video von Guy Bradbury aus Amerika, in dem er eine Massage-Rolle gedrechselt hat.
So ist aus dem "Ding" eine Massagerolle geworden.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Bandsäge
  • Bandschleifer
  • Drechselbank
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Materialliste
  • 1 x Reststück | Buche massiv (40cm x 5cm x 5cm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Drechselrohling zuschneiden

Als Erstes habe ich aus einem Rest-Buchenstück einen Drechselrohling angefertigt.
Dazu erst einmal quadratisch zugesägt, dann die Kanten auf 45° vorgeschnitten, so dass ich einen 8-kantigen Querschnitt erhielt.
Als 3. den Mittelpunkt vorgebohrt um den Rohling zwischen die Spitzen einzuspannen.

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Zylinder drechseln und Grundform festlegen.

Da ich seit dem ich die Drechselbank hatte nichts als Zylinder gedrechselt habe (siehe meine Nachttischlampe) bin ich ziemlich nervös, ob das ganze hier klappen wird.

Na ja, die Drechselbank hätte auch nervös sein sollen, denn hierbei ging es ja schließlich um ihre Existenz!

Also als erstes den Zylinder gedrechselt.

Dann die Länge und die tiefsten Punkte anzeichnen und mit dem (ich glaube das Ding wird so genannt) Abstecher eingeschnitten.

Bis hierher ziemlich einfach und für mich nichts Neues.

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Kanten abrunden

Nun wirds schwer, Alles neu für mich:

Die Kanten abrunden und dem Ganzen eine rundlichere Form verleihen.

Ich hatte meinen Bauch zur Vorlage für die "rundlichen Formen" genommen, und genau so unförmig sahen meine ersten "Kugeln" und "Scheiben" auch aus, von Symetrie keine Spur! 
Und das Schlimmste: diese Drechseleisen machen immer das Gegenteil von dem was sie eigentlich machen sollen. Nach 2 Stunden an der Drechselbank und einigen "Ausrutschern" später war ich kurz davor die Drechselbank in die Tonne zu treten, aber ich hab die Zähne zusammen gebissen und daran gedacht, das meine Exfrau ja die beiden Schränke mitgenommen hat und ich nur noch die Drechselbank habe. Ich konnte es nicht übers Herz bringen die Drechselbank weinen zu sehen.

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Schleifen, Schleifen und nochmal .......... Schleifen. Eincremen und (fast) fertig

Da meine erste Drechselkunst so ziemlich in die Hose gegangen war, blieb mir nichts Anderes über als Schleifen (60er Korn), Schleifen (120er Korn), Schleifen (180er Korn), Schleifen (240er Korn); Schleifen (370er Schleiffließ) und ......... noch einmal ...... Schleifen (1500er Schleiffließ).

– Ich hasse Schleifen –

Puh, hab mir vorher gedacht das wäre einfacher.

Aber das "Ding" glänzte schon mal wie ein Kinderpopo.

Wie bei jedem Kinderpopo zum Schluss eincremen.
Für das "Ding" hab ich Möbelwachs genommen und bei laufender Maschine einpoliert.

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Überstehende Enden absägen, wieder ....... schleifen und fertig

Die überstehenden Enden hat meine Bandsäge abgeknabbert und der Bandschleifer hat diese dann in Form gebracht.
Nach einer abschließenden Heilbehandlung der nun nackten Enden mit Möbelwachs bin ich von dem "Ding" doch so begeistert, dass es seinen neuen Namen "Massagerolle" mit stolz tragen darf.

Ich war von diesem ersten Ergebnis so begeistert, dass ich gleich im Anschluß eine Schwester (DIE Massagerolle) gedrechselt habe. – keinen Zwilling denn diese Schwester ist dunkelhäutiger und gleichmäßiger in ihren Proportionen geworden (so wie ich die Frauen liebe)

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Alternative Herstellung einer Massagerolle und Video von o.a. Baubeschreibung

Wenn sich der geneigte Leser (oder die geneigte Leserin) nun eine Massagerolle wünscht, er (oder sie) aber keine Drechselbank, Tischkreissäge, Bandsäge, Bandschleifer und und und sein (oder ihr) Eigen nennt, dann hier im Folgenden die Alternativemethode der Herstellung:

Leider keine Bilder da sich diese Rolle nur in meinem Kopf befindet.

1. benötigtes Material: 4 Holzkugeln (ca 5 cm Druchmesser), 1 Rundstab (mind. 10 mm Durchmesser)

2. benötigtes Werkzeug: Holzbohrer im Stabdurchmesser, Säge und Leim

Arbeitsschritte:
Loch in den Holzkugeln auf Stabdurchmesser erweitern, Kugeln auf den Stab aufziehen und verleimen, den überstehenden Stab abschneiden und verschleifen.
(Huch, hab oben das Schleifpapier vergessen, wohl weil ich auf Kriegsfuß mit "Schleifen"  stehe) 

Vom Material her ein wenig teurer, dafür aber wesentlich billiger beim Maschinenpark


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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