Diese Knöpfe halten jede Hose

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Beim letzten Besuch meiner beiden Enkelsöhne habe ich bemerkt, dass in unserem Gästezimmer eine zusätzliche Garderobe fehlen würde. Da ihre Jacken und Hosen meist auf dem Fußboden gelegen haben, entschloss ich mich, als nächstes Projekt den Bau einer solchen anzugehen.

Zusammen mit meinem Bauleiter Ronny überlegte ich tagelang, wie denn diese Garderobe wohl aussehen könnte. Es sollte kein Teil von der Stange sein und sie sollte so aussehen, dass die beiden Jungs mit Freude ihre Bekleidung dort aufhängen würden.

Jetzt kam Ronny ins Spiel. Nach dem morgendlichen Wecken, Kuscheln und Herumtoben hatte er mir unabsichtlich einen Knopf vom Hemd abgerissen. Der Knopf fiel zu Boden und als ich ihn aufnahm, kam mir ein Geistesblitz.

Eine Garderobe aus XXL-Knöpfen wäre doch ein Hingucker. Ich sah mir den Knopf etwas genauer an und hatte auch gleich schon das große Teil vor Augen. Aus Holzscheiben ließe sich ein solches Teil bestimmt einfach nachbauen. Eine Holzscheibe mit Rand, 4 Löcher hineinbohren und mit Band den Zwirn andeuten. Der Anfang war gemacht, aber nur 1 Knopf war natürlich für eine Garderobe viel zu wenig. Es müssten mehrere Knöpfe nebeneinander sein, die jeweils mit Haken ausgestattet wären. Aber wie könnte man die Knöpfe miteinander verbinden?

Egal, ich hatte zwar noch nicht das ganze Projekt vor Augen, aber was nicht war, kann ja noch werden. Das Ergebnis meiner Vorstellungen möchte ich Euch nicht vorenthalten. Über die Farbzusammenstellung könnte man diskutieren, aber bedenkt bitte, es ist eine Garderobe für 2 kleine Jungs im Alter von 6 und 3 Jahren.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PST 18 LI  - Stichsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (Akku)
  • Tischbohrmaschine
  • Schwingschleifer
  • Säbelsäge
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Materialliste
  • 3 x Fichtenregalbretter (80 x 40 cm, 20 mm stark)
  • 1 x Wasserfester Holzleim
  • 5 x Metallhaken
  • 1 x Holzfarbe

Los geht's - Schritt für Schritt

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Der Prototyp eines Knopfes wird hergestellt

Bei Beginn meines Projektes hatte ich noch keine genauen Vorstellungen über die Größe und das Aussehen der Garderobe. Ich wußte nur, dass mehrere XXL-Knöpfe nebeneinander aufgereiht werden sollten. Die Knöpfe sollten eine unterschiedliche Größe haben.

Ich war mir sicher, ein solches Teil irgendwann einmal in einem Katalog oder im Internet gesehen zu haben, aber wo, wußte ich nicht mehr. Ich fing also ohne jegliche Vorstellungen über das Endprodukt mit dem Prototypen eines Knopfes an.

Aus einem Fichtenholzregalbrett sägte ich zwei kreisrunde Teile mit einem Durchmesser von 36 cm heraus. Die Kreise wurden mit einem Zirkel auf das Brett übertragen und anschließend mit der Stichsäge ausgesägt. Da ein Knopf am Rand dicker war als an dem Teil, wo sich die Löcher zum Annähen befanden, wollte ich auf die eigentliche Grundplatte eine etwa 5 cm breiten Ring aufleimen und diese beiden Teile anschließend zurecht schleifen.

Die Grundplatte hatte eine Stärke von 2 cm. Als ich den zusätzlich ausgesägten Außenring auf die Platte legte, bemerkte ich, dass der Rand viel zu hoch werden würde. Also entschloss ich mich, die Stärke des Außenrings zu halbieren und sägte dieses Teil mit einem Fuchsschwanz mittig durch, Ich hatte jetzt 2 Außenringe mit einer Stärke von 1 cm abzüglich der Sägeblattstärke. Diesen Außenring leimte ich mit Holzleim auf die Grundplatte.

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Schleifen, schleifen, schleifen

Der erhöhte Rand eines Knopfes ist nie eckig, sondern immer abgerundet. So passt er eigentlich auch viel besser durch das Knopfloch.

Nach dem Zusammenleimen hatte ich jedoch jetzt einen Knopf geschaffen, dessen Rand mehr oder weniger eckig war. Außerdem wies die Schnittkante leichte Unebenheiten durch den freihändigen Schnitt mit der Stichsäge auf.

Um diese Unebenheiten zu beseitigen und den Knopf wirklich kreisrund erscheinen zu lassen, bearbeitete ich die Außenkante mit meiner Standbohrmaschine und einer Schleifrolle. Um auch wirklich ein kreisrundes Teil herzustellen, klemmte ich am Ende meines Schleiftisches das runde Holzstück fest, dass bei der Herstellung des Außenringes abgefallen war. Dieses Teil wurde in einem Abstand von 35,5 cm zur Schleifrolle am Tisch festgeklemmt.

Da die Grundplatte einen Durchmesser von 36 cm hatte, mußten jetzt 5 mm hiervon abgeschliffen werden. Die Grundplatte mit dem aufgeleimten Außenring wurde jetzt gegen den Anschlag gedrückt und mit langsamen Drehbewegungen an die Schleifrolle herangeführt. Da auch der Anschlag rund war, konnte ich den Druck auf die Schleifrolle selbst bestimmen. Es wurde so lange geschliffen, bis die Grundplatte sich zwischen dem Anschlag und der Schleifrolle hindurchschieben ließ. Durch diese Variante hatte ich ein wirklich toll geschliffenes kreisrundes Teil geschaffen. Ich war stolz auf meine Erfindung mit dem runden Anschlag. Anschließend wurden die Kanten mit dem PSM 1400 Schleifer abgerundet.

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Es sieht schon aus wie ein Knopf

Da die meisten Knöpfe über 4 Löcher zum Annähen verfügen, bohrte ich 4 Löcher in den Mittelteil des XXL-Knopfes. Hierfür wurde ein Quadrat in der Größe von 8 x 8 cm mittig auf die Grundplatte aufgezeichnet. Das Bohren der 10 mm großen Löcher erfolgte jeweils an den 4 Ecken.

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Farbe und Nähgarn

Der Prototyp des XXL-Knopfes wurde anschließend mit roter Holzfarbe auf Wasserbasis gestrichen.  

Das Andeuten des Nähgarns hat mir eigentlich die größten Sorgen bereitet, aber auch hier hat wieder einmal der Zufall zugeschlagen. Im Discounter Aldi fiel mir eine Geschenkbandrolle in die Hände. Dieses Band war zwar 4 cm breit, aber wenn man es auf die Hälfte knicken würde, hatte es das Aussehen eines übergroßen Fadens.

Gesagt, getan. Das Band wurde so auf Länge geschnitten, dass es durch 2 Löcher gesteckt und an der Rückseite festgetackert werden konnte. Zum besser Durchstecken durch die Bohrlöcher wurden die beiden Enden mit Klebeband zusammengebunden. Anschließend ein wenig ausrichten und von hinten festtackern. Die überstehenden Teile mit Klebeband wurden anschließend abgeschnitten. Bei der 2. Lochreihe erfolgte natürlich die gleiche Vorgehensweise.

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Der Prototyp gefiel mir, ich war damit zufrieden

Da der Prototyp wirklich das Aussehen eines übergroßen Knopfes hatte und ich mit meiner Arbeit zufrieden war, wurden insgesamt 4 weitere Knöpfe auf die gleiche Art und Weise hergestellt. Die Größen variierten jedoch zwischen 29 und 36 cm Durchmesser.

Die Holzknöpfe wurden in rot, grün, gelb, blau und dunkelgrün hergestellt.

Jetzt noch einfache Metallhaken in der gleichen Farbe lackieren und sie an die Unterkante der XXL-Knöfe einschrauben. Hier wurde natürlich mit einem 5 mm großen Holzbohrer vorgebohrt.

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Zusammenfügen der einzelnen Knöpfe

Die entstandenen 5 Holzknöpfe sollten nebeneinander angeracht werden. Die erste Überlegung von mir war, eine Holzleiste hinter die Knöpfe zu schrauben. Als ich sie jedoch nebeneinander so vor mir liegen sah, kam mir die Idee, sie überlappen zu lassen. Durch diese Variante standen 2 Knöpfe etwas vor und 3 lagen etwas zurück. Vom Gesamtbild her gefiel mir diese Variante sehr gut. Außerdem hatte diese Variante den Vorteil, dass die einzelnen Knöpfe an den Überlappungen zusammengeschraubt werden konnten.

Da mir die Rückseite mit den getackerten Bändern nicht sonderlich gefiel, entschloss ich mich, aus Kunstoffresten eine "Abdeckung herzustellen und anzuschrauben.

Durch Zufall war also das Gesamtgild entstanden.

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Diese Knöpfe halten jede Hose

Dieser Satz war auch Bestandteil eines Rätsels, dass 2 Tage vor der Veröffentlichung dieses Projektes im Forum erschien. Sehr viele Rätselfreunde versuchten durch diesen Hinweis, das fertige Projekt zu erraten.

Hier noch ein paar Fotos von dem fertigen Teil, das meinen Enkelkindern hoffentlich gefallen wird.


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