Das Herzerlhaus oder ein Schleiferheim

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    70 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Da ich das Schleifen immer als eine sch...öne Arbeit empfinde und ich ja derzeit im Aufbau meiner Werkstatt bin, habe ich entschlossen den stationären Schleifern eine passende Unterkunft zu geben, die mich immer darin erinnert, wie sch...ön das Schleifen ist.
Da ich derzeit immer nur einen Schleifer stationär betreiben kann (Platzproblem) habe ich eine Kiste fuer meine 4 Schleifer entworfen.
Hier meine Lösung, für mein Schleiferchaos!
(Nachtrag: In Österreich werden wir ja fast immer als Bauernhofbewohner gesehen, mit einem PC (Plumpsklo) draußen am Hof; OK, ich gebs zu: wir haben einen Bauernhof.... Und da wir, bevor wir den Umbau gestartet haben, doch tatsächlich noch das alte Herzerlhaus im Hof hatten, wenn auch nicht im typischen Design, obwohl es drinnen längst ein WC gab, habe ich halt das Herzerlhaus, wenn auch in verkleinerter Form wieder auferstehen lassen)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PKS 18 LI  - Kreissäge (Akku)
  • PSB 10,8 LI-2  - Bohrschrauber, Bohrmaschine, Schlagbohrschrauber (Akku)
  • FCT4310
  • RPC1110
  • Multimaster
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Tacker
  • Abbricht- und Dickenhobel
  • Diverse Schleifer
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Materialliste
  • 4 x Leimholzplatten | Fichte (200*40*1,8)
  • 4 x Dachlatten | Fichte
  • 2 x Fichtenstaffel | Fichte (350*4,5*4,5 cm)
  • 1 x div. Spax
  • 1 x div. Klammern

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zuerst die Überlegungen

Eine Platte von 60*90 reicht aus für meine Schleifer, eine Arbeitshöhe von 130cm erschien mir ausreichend. Rollen hatte ich mit 10 cm Gesamthöhe daheim, der Spindelschleifer hat ca 30 cm bis zur Arbeitsfläche, also war die Box mit groben 60*90*90 fixiert. 
Zuerste wollte ich die rustikale Optik mittels Bretter schaffen, doch mein Dickenhobel hat mich zu sehr genervt, also zum Baumarkt gefahren, und ein Paar Leimholzplatten geholt.
Dachlatten und 45*45 Staffel hatte ich noch daheim; beste Voraussetzungen also für den Beginn

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Holzzuschnitt und Hobeln, Grundgerüst

Zuerst habe ich ein paar Bretter zugeschnitten, und wollte diese hobeln, da aber mein Dickenhobel da nicht so mitspielen wollte, habe ich nach 2 Abenden aufgegeben, und mir Leimholzplatten gekauft. Dann habe ich die Rahmenteile zugeschnitten und mittels Schrauben zu einem Rohgerüst zusammengeschraubt. Da die Rollen nur an 3 Punkten fixiert werden konnten, habe ich schnell 4 Stücke, die eigentlich 2in1 werden sollten reingeschraubt. Dann noch schnell  die Rollen angeschraubt, und für einen Abend fertig.

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Zuschnitt seitliche Platten und Resteverwertung

Ich habe die seitlichen Platten mittels PKS zugeschnitten, dabei blieben mir ca. 36 cm Reststücke uebrig.... Idee.... die zwei Stücke werden als ausziehbare Ablagen eingebaut.
Also noch schnell noch ein paar Dachlatten zugeschnitten und die Ablagen montiert. Diese Ablagen habe ich dann in Naturmass auf die seitlichen Platten übertragen, und diese Öffnungen dann mit der Stichsäge ausgeschnitten. Ein paar Dachlatten als Versteifungsstuecke im 45 Grad Winkel geschnitten und diese festgeschraubt. Dann habe ich die seitlichen Platten zuerst mit ein paar Klammern mittels Drucklufttacker fixiert, und dann die Platten festgeschraubt.

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Bodenplatte und Rückwand montieren

Dann habe ich aus 2 Stücken Leimholzplatte und einem Stück Dachlatte die Bodenplatte hergestellt. Dann habe ich die Rückwand zugeschnitten, und diese auch wieder mit ein paar Klammern fixiert und anschliessend geschraubt.

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Herstellen der Halterung fuer die Regalböden

Aus ein paar Dachlattenstücken habe ich 4 gleich lange Stücke geschnitten, und dann die Bohrlöcher angezeichnet und gebohrt. Als Halter für die Regalböden habe ich einfach 6er Dübel vorgesehen. Diese Dachlattenstücke habe ich dann an die Innenseiten fixiert und festgeschraubt.

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Innenausbau

Da ich derzeit mich nicht auf den benötigten Innenausbau festlegen wollte, habe ich 2 Laden genommen, die uralt sind, dafür nicht vorgesehen waren und dem Brennholz entkommen sind... Also noch schnell 2 Dachlatten geschnitten, draufgetackert und reingehängt! Als Türanschlag habe ich einen Bieröffner gefertigt, aus meinem "Maßholz", das Stück Holz, wo ich mir die Zuschnittmaße aufgeschrieben habe!

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Herstellen der Tür

Die Holzbretter, die schon gehobelt waren, habe ich mittels Bandschleifer einmal grob geschliffen, dann mittels feinerem Band etwas glatter gestaltet. 
Dann habe ich das erste Brett mit kurzen Nägeln fixiert, und die Kontur innen nachgezeichnet. Das Brett wieder entfernt, und mangels Tauchsäge musste die Stichsäge dafür herhalten. Somit war der erste Teil der Tür geschnitten, das Rahmenteil habe ich gleich mit der Oberfräse gefast. Ich habe das Brett des Rahmens mit längeren Klammern festgetackert und geschraubt; mit den anderen Brettern bin ich ähnlich verfahren; zuerst angezeichnet, mit der Stichsäge geschnitten, die oberen und unteren Teile fixiert und geschraubt. Nachdem ich auf diesem Weg den Rahmen fertig gehabt habe, habe ich 2 Reststücke auf die vermeintliche Rückseite der Türenbretter geschraubt, ein Herz draufgezeichnet, ausgeschnitten und gefast. Ups, ich hatte die falsche Seite erwischt, Egal, das bleibt jetzt so!
Dann die Tür ein bisserl zurecht geschliffen, und die Schaniere am Türblatt festgeschraubt. Da die Schaniere etwas erhöht waren, musste der Schanierdorn etwas tiefer gelegt werden; also habe ich das Gegenlager aufgezeichnet und mittes Fein Multimaster ausgeschnitten. Die Schanierdorne befestigt und nach etwas Schleifarbeit passte die Tür perfekt!

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Schleifer obendrauf

Zuerst habe ich den Spindelschleifer dorthin gestellt, wo ich ihn haben wollte, dann den Bandschleifer, den kleinen Bandschleifer und meinen Handbandschleifer. Somit haben alle meine 4 stationären Schleifer einen Platz auf dem Schleiferheim bekommen. Dies ist sicherlich noch nicht ideal, und wird noch im Detail verbessert, um eine gleiche Arbeitshöhe zu erhalten, aber das ist eine andere Geschichte!

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Fehlersuche

So nachdem ich hier mein Projekt doch etwas ausführlicher geschildert habe, bedanke ich mich fürs lesen, jedoch ist mir beim Bau ein kleiner Fehler unterlaufen, den ich hier nicht näher dokumentiert habe, jedoch schon behoben habe! Wer den Fehler findet (Stromversorgung und Staubabsaugung ist es nicht, als Hilfe), darf mir hier gern einen Kommentar hinterlassen; ich werde dem/derjenigen ein kleines Goodie zukommen lassen!
Also viel Spaß beim Suchen!

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Obere Platte und Ups, Klappe, die zweite und Zusatzfeatures

Ich habe dann die obere Platte festgetackert und festgestellt, dass ich jetzt eine Stufe hatte, die in der Planung nicht vorhanden war,... Ok  mach ich halt einen 2 cm hohen Runterfallschutz; Also habe ich in nächtlicher Kleinarbeit Leisten geschnitten und die festgetackert und geschraubt (Letzer Zuschnitt 21:43) Da der Spindelschleifer unterschiedliche Beilagscheiben benötigt, habe ich ein paar Magnete in die obere Platte gebohrt (Hatte gerade den 20 er Forstnerbohrer nicht zur Hand, habe ich erst beim Wegräumen gefunden... also habe ich halt den 22er Bohrer genommen...)und geklebt, somit können diese Beilagscheiben nicht verloren gehen, und sind immer an der gleichen Stelle!


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