Brunnenbau / Gartenhydrant

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Bisher haben wir zur Bewässerung unseres Garten auf das Regenwasser zurückgegriffen, welches wir über einen Regendieb in zwei IBC-Container gesammelt haben. Da dies in den heißen Monaten aber meist nicht reichte, musste man entweder sparsamer bewässern oder auf Leitungswasser zurückgreifen, was einem schnell die Freude an der Blumenpracht madig macht.


Also haben wir uns entschlossen einen Brunnen bohren zu lassen.

Hinweis: Da dieses Projekt doch ein wenig "speziell" ist, habe ich die einzelnen Schritte nur grob beschrieben und keine Step-by-Step-Anleitung verfasst. Solltet ihr Fragen haben, fragt - gerne auch per PN.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Der Brunnenbau

Wir haben einen professionellen Brunnenbauer mit dem Bau unseres Bohrlochs beauftragt. Von Hand zu bohren war in Anbetracht der Tiefe von 30m und dem Schiefergestein keine Option.


Das Ergebnis ist ein komplett verrohrtes Bohrloch inkl. Kiesfilter. Das Grundwasser steht auf 9m.

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Das Pumpenhaus

Um das Wasser nach oben zu fördern, setzen wir eine Tiefbrunnenpumpe ein, welche auf 24m hängt und mit ordentlich Druck das kühle Nass nach oben schiebt. Hierfür habe ich ein "Häuschen" aus Douglasie gebaut. Vier Einschlag-Bodenhülsen, genutete Pfosten und ein Paar Terrassendielen habe ich hierfür verwendet.


Das Dach wurde aus 22m OSB angefertigt ist mittels Scharnieren abklappbar, so dass man auch bequem an Pumpe (wenn man sie denn mal hochholen muss) und Wasserinstallation herangekommen kann. An den Seiten habe ich Alu-Bleche mit Tropfkante angebracht und das OSB mit Dachpappe gegen Witterung geschützt.

Die Douglasie habe ich mit Osmo Landhausfarbe gestrichen - für die Pfosten hatte ich noch ein Pröbchen "Karmesinrot" - und ein Hydrant darf rot sein ;-)

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Der Hydrant

Die Pumpe fördert über eine 1 Zoll-Leitung das Wasser nach oben. Da ich mir alle Nutzungsformen offen halten wollte, habe ich mittels PE-Rohren nicht nur einen Wasserhahn sondern auch eine Gardena Wandtrommel mit 50m Schlauch und zwei Wassersteckdosen gespeist.


Die Wassersteckdosen gehören zum Gardena-Pipelinesystem. Sie lagen noch ungenutzt im Keller herum. Hier musste lediglich ein wenig Kunststoff abgeschnitten werden, der die Dose im Erdreich vor Verdrehen schützen soll. Danach konnte sie in das entsprechende Loch eingesetzt und mit Montagekleber fixiert werden. Somit kann man hier z. B. einen Regner oder anderes Zubehör anschließen ohne den Gartenschlauch zu blockieren.

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Die Elektrik

Da die Pumpe Strom braucht und ich die Gelegenheit nutzen wollte für etwas "mehr Strom" im Garten zu sorgen, habe ich eine etwas dickere Leitung (5 x 2,5) gelegt. Das Erdkabel liegt in einem HT-Rohr, so dass man für spätere Erweiterungen nicht wieder das Ganze Erdreich ausbuddeln muss.


Im Pumpenhaus befindet sich neben einer separat schaltbaren Steckdose für die Pumpe auch eine Doppelsteckdose. Das Ganze ist vom Fachmann an die Hausinstallation angeschlossen worden und mit eigener Sicherung und einem 3-Phasen-FI abgesichert.

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Noch 'n bisschen hübsch machen

Um den Rasen durch Tropfwasser nicht in eine dauerhafte Moor-Landschaft  zu verwandeln, habe ich abschließend eine Mähkante um das Pumpenhaus gesetzt und das Innere des so entstandenen Ringes mit Split verfüllt.


Zu guter Letzt noch ein kleines "Hinweisschild" angebracht. Jetzt kann der nächste heiße Sommer kommen!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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