Brandmalerei mit dem Versatip. Testprojekt Schatzkästchen

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    7 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Ich hatte bei meiner Bewerbung versprochen euch mit meinem Projekt die Redewendung „Auf den Hund gekommen“ zu erklären. Im Mittelalter waren viele Geldtruhen/Kästchen am Boden mit einem Hund verziert. Sollte er vielleicht symbolisch das Geld bewachen? Man weiß es nicht genau. Wirtschaftete der Besitzer vernünftig, so füllte sich die Truhe, tat er es nicht, so wurde sein Reichtum immer weniger, er verarmte und irgendwann war die Truhe leer und man sah den dort abgebildeten Hund: er war somit „auf den Hund gekommen“. Dies ist zwar nur eine der Erklärungen, aber ich finde die Schönste!Daher habe ich als erstes Projekt dieses Kästchen gefertigt. Ich habe übrigens die 4. Spitze genommen, aus dem Extra Brandmal-Set. Das Gerät ist KLASSE!! Vorteil ist natürlich, dass kein Kabel stört und es weniger als andere Geräte die Finger grillt ;) . Da ich aber lange damit brenne wird auch mein Zeigefinger ab und zu doch etwas warm. Das liegt aber meiner Meinung nach an den an den Schreibspitzen vorhandenen Löchern, durch die Hitze austritt und nach oben steigt… Weiter positiv: Die Hitze ist einstellbar, kannte ich von anderen Geräten nicht ;)
habe bei dem Projekt 5 ladungen Butan gebraucht - hat sich echt gelohnt!!! - meine ich ;)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • VersaTip
  • Heißluftgebläse
  • Feine Stahlwolle
  • Pinsel
  • Weiches Tuch
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Materialliste
  • Kästchen 17x9x8cm | Pappel
  • Beize Cognacfarben und mahagoni
  • Zierleist Holz (Rest)
  • Antik-Bienenwachs flüssig

Los geht's - Schritt für Schritt

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Motive Suchen., vorzeichnen

als erstes Motive suchen: Mops im Internet gefunden, mit PictureIt gespiegelt und auf ein Stück Furnier (zugeschnitten, sodass es nachher auf den Boden des Kästchens passt) gezeichnet( vom PC abzeichnen) Man kann natürlich sofern vorhanden das Motiv ausdrucken und mit Blaupause übertragen (hatt ich nicht).
Grund es auf das Furnier zu brennen: es brennt sich schlecht im Inneren einesHolzkästchens ;) Dann das Furnier mitdem Dremel Versatip bearbeiten, nach und nach guckt er schön traurig aus der „Wäsche“.

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Das Gleiche nochmal mit dem Geldbäumchen

..hier gabs allerdings kein Ursprungsmotiv, das wurde freihand aus meinem Köpfchen gezaubert..
Das Furnier mit Holzleim in das Kästchen geklebt:Den Mops an den Boden (Grund später!) und den Geldbaum in den Deckel: Grund,das Kästchen war 2.Wahl, weil es dort einen Wasserschaden hatte, nun sieht manihn nicht mehr.
Auf "alt" getrimmt habe ich es mit der Hitze, die aus dem Loch der Malspitze strömt, wie man sieht, darf man sich nicht ablenken lassen (Türklingel), dann gibt es schnell einen Verbrennungsfleck (siehe Baum) - in meinem Fall aber ja nicht so schlimm, vielleicht hat hier ja mal jemand versucht den Schatz anzukokeln ;)?

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Das Furnier in das Kästchen einkleben

Mit Holzleim und mit Hilfe aus meiner Tablettenecke - mit dem leeren Tablettenträger lässt sich der Holzleim gut und gleichmäßig dünn ausstreichen bis in die Ecken!- den Leim dünn ausstrichen, damit er nicht durch das Furnier schlägt und hässliche Flecken macht. das Furnier einkleben und beschweren und trocknen lassen.

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Außenseite: Der Deckel

Den Deckel des Kästchens hatte ich schon mit 1 Leiste beklebt.. Vielleicht besser, erst das Motiv auf dem Deckel zu brennen, gelle? Also schnell noch einen keltischen Hund im Internet gefunden und wiederum mit Bleistift abgezeichnet auf den Deckel. Die Umrisse mit dem Brandmaldremel nachgezogen.So, nun auch alles etwas antiquieren, dazu ist besagtes Loch ganz praktisch – durch Zufall rausgefunden. Wenn man nämlich nicht aufpasst und dieses Richtung Holz gerichtet ist beim Brennen, verbrennt ganz schnell mal auch Holz, was man nicht bearbeitet haben wollte. In meinem Fall nicht so schlimm, wie gesagt, ich wollte das Kästchen ja sowieso „alt“ aussehen lassen und dazu lies ich dann die Maserung leicht ankokeln (naja 2x war’s etwas mehr ;) ) Baum und Hunde mit cognacfarbener Beize koloriert, Nase vom Mops, Zunge des „Celtic dog“ und die Früchte des Baumes mit Mahagoni farbener Beize – trocknen lassen, Inzwischen schon mal die 2. Leiste angebracht und angekokelt ;) auch diese bekommt nachher etwas cognacfarbene Beize ab.

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Die Seite

Während nun alles trocknet suche ich mir ein keltisches Bandmuster für die Seiten der Kiste heraus. Fündig werde ich – natüüürlich – auf einer meiner beliebten Mittelalterseiten (Bandweberei) das kann ich nun auf mein Kästchen übertragen. Wie gewohnt aus der Hand mit Bleistift…diesmal mit Hilfe eines Lineals, damit ich nicht aus der Reihe tanze ;)War gar nicht so einfach dieses Geknote!!! Und dann wieder altern lassen… nun sieht es doch ok aus. Zeit es einzustellen Heute früh habe ich die Innenseiten des Kästchens mit einem Heißluftgebläse altern lassen und das Kästchen noch mit Antikwachs behandelt, nachdem ich alles noch kurz mit feiner Stahlwolle geglättet habe - wachsen werde ich heute nochmal wiederholen... riecht jetzt lecker nach Bienenwachs und hat noch einen schönen honigfarbenen Teint bekommen :)


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