Black is NOT beautiful ...

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

"Jaaaaaaa, die schwarzen Kabel müssen noch weg. Weiß ich, bin ja nicht doof. War mir für einen ersten Test nicht sooo wichtig, kann man ja weiß anmalen, Aber den Rest, wie findest Du den Rest? Voll cool, oder? Wie ganz gut? Was meinst Du mit ganz gut? Jetzt vergiss doch mal die verflixten Kabel..."

So oder zumindest so ähnlich endete die stolze Präsentation meiner neusten Kreation vor meiner lieben Gattin, die fortan unser Gästezimmer harmonischer machen soll (also die Kreation): ein Bilderrahmen für wandgehalterte Flachbildschirm-Fernsehgeräte mit integriertem Aufrollbild "Abtönfarbe auf Rollo". Das Ganze ist ein Prototyp im Kleinformat, bevor ich im kommenden Jahr unsren Großbildschirm im Wohnzimmer angehen will,

Los geht's - Schritt für Schritt

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Arbeitshypothesen

Martin Luther nicht unähnlich schlage ich hier und jetzt digital mehrere Thesen an, auf denen meine Idee basiert. Da das Thema "katholische Kirche" schon abgevespert ist wende ich mich einem anderen wichtigen Aspekt unsres Alltags zu, dem Wohnzimmer.

These 1: Wohnzimmer verkommen heutzutage immer mehr zum Fernsehzimmer.

These 2: Die immer größeren Fernsehgeräte dominieren den ganzen Raum, selbst die Aufstellung der Möbel folgt primär dem Standort des TV-Gerätes.

These 3: Offline sind alle TV-Geräte riesige, hässliche schwarze Rechtecke an einer Wand des Wohnzimmers.

These 4: Es findet sich keine platzsparende Möglichkeit zur Abhilfe und damit zur Rettung des Wohnzimmers.

These 5: Das muss nicht so bleiben!

Die abgeleitete Idee ist simpel: Im Unterschied zu den alten Röhren lassen sich moderene Fenrseher fast ausnahmslos an der Wand befestigen - eigentlich wie ein Bild. Was fehlt ist nur noch ein hübscher Rahmen und eben das Bild selbst, wenn das Gerät aus ist. Folglich müsste man einen sehr leichten Bilderrahmen erfinden, den man auf ein Fernsehgerät aufklipsen kann und in dem ein aufrollbares Bild ist, dass den schwarzen Bildschirm bei Nichtbenutzung verdeckt. Und das hab ich getan...

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Ausführung (Kurzbeschreibung)

Eigentlich beschreibt der hier mehrfach hinterlegte Bauplan (meine Handskizze) die ganze Idee auf einen Blick: Um meinen Fernseher herum habe ich zunächst aus Fichten- und Blasaholz einen Rahmen mit umlaufender Nut für den Rollo gebaut. Der Rahmen hat oben einen Schlitz, durch den später der Rollo läuft. Zur Verzierung und zur Abdeckung des Rollos habe ich anschließend außen Styroporprofile aus der Häuslebauerecke aufgeklebt (Montagekleber). Das Balsaholz habe ich an einigen belasteten Stellen mit Furnier verstärkt. Zum Schluss schwarz grundiert, gold lackiert und einige Bereiche weiss angemalt. Fertig ist der Rahmen.

Der Fernseher passt auf der Innenseite exakt in den Rahmen. Für den Infrarotempfänger der Fernbedienung habe ich vorne im Rahmen einen Durchlass gefräst, ebenso finden sich unten Ausbrüche für die Notbedienung des Geräts. Ansonsten habe ich noch ein paar Lüftungslöcher eingebracht, damit nichts heiß wird. Der Rahmen lässt sich etwas aufbiegen, daher lässt sich der Rahmen durch ein paar leicht in den Rahmen hineinragende Klötzchen bzw. eine Leiste einfach auf den Fernseher "aufklicken".

Der Rollo ist ein handelsüblicher Billig-Rollo (lichtdurchlässig, dann kann man das Bild auf Papier vormalen und anschließend durchpausen) mit Seitenzug, den ich mit Abtönfarbe bemalt habe. Das klappt super, ich bin echt der größte Fan von Abtönfarbe geworden. Was die alles kann... Den Rollo habe ich soweit möglich beschnitten in Länge und Breite und das Originalgewicht durch eine schwerere Eisenstange 10x3mm ersetzt, damit er gut rutscht (was er nicht zufriedenstellend tut, aber fast). Den Rollo habe ich nach Vorschrift oben auf den Rahmen geklebt und zusätzlich noch per Kabelbinder gesichert.

An der Wand hängt die Aparatur durch eine ganz normale Wandhalterung für solche Geräte. Jetzt muss nur noch das Kabel weg...


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