Bett (140 x 200) im Futon-Stil ohne Schrauben

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    160 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Inspiriert von diesem alten-neuen Bett bin ich also in den Baumarkt meines Vertrauens und habe mir die Platten aus Birke Leimholz (20 mm stark) zusägen lassen. Die eigentliche Herausforderung lag für mich in der Herstellung der vier Füße, da ich werder Oberfräse noch Bandsäge besitze und auch keinen Tischler als Freund habe, der mir das mal eben zusägen könnte.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Tischkreissäge
  • Akku-Schrauber
  • Schwingschleifer
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • 2 x Bretter | Birke Leimholz (2120 mm x 140 mm (20 mm stark))
  • 2 x Bretter | Birke Leimholz (1520 mm x 140 mm (20 mm stark))
  • 4 x Bretter | Birke Leimholz (160 mm x 100 mm (20 mm stark))
  • 16 x Bretter | Birker Leimholz (300 mm x 100 mm (20 mm stark))
  • 4 x Leisten | Birke Leimholz (2000 mm x 40 mm (20 mm stark))
  • 4 x Leisten | Birke Leimholz (140 mm x 40 mm (20 mm stark))
  • 19 x Leisten | Fichte/Tanne (1395 mm x 70 mm (22 mm stark))

Los geht's - Schritt für Schritt

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Rahmen zurechtsägen, Beine zusammenleimen

Die Rahmenbretter erhalten eine Kreuzüberblattung (40 mm vom Rand, 20 mm breit + 140 mm tief). Dabei jetzt schon die "schönen Außenseiten" wählen.

Nun werden jeweils zwei der 16 Bretter (300 mm x 100 mm) miteinander verleimt ("Nägelchentrick"); man erhält 8 Bretter von 40 mm Stärke. Diese erhalten mit der Kreissäge genau mittig einen 20 mm breiten Schlitz. Ich habe dies mit der TKS gemacht und 140 mm tiefe und vor allem genau senkrechte Bregrenzungsschnitte erhalten. Die unterschiedlichen Tiefen bedingt durch den Eintauchwinkel des Sägeblattes kann man durch Umdrehen des Werkstücks ausgleichen. Des Rest des Holzes habe ich mit der TKS scheibchenweise abgetragen. Es bleibt ein Dreieck in der Mitte stehen, das nachher noch entfernt wird (siehe unten).

Jetzt werden vier der soeben entstandenen acht Beinteile weiter bearbeitet: Einer der Zapfen wird mit der Stichsäge gekürzt, so dass von der nicht geschlitzen Seite (unten) aus gemessen noch 180 mm stehenbleiben; also ein kleiner Zapfen.

Danach leimt man 1 "gekapptes" Beinteil + 1 Brettchen 160 mm x 100 mm + 1 nicht "gekapptes" Beinteil zusammen ("Nägelchentrick"); es entsteht ein Bein mit drei hohen (140 mm) und einem niedrigen (20 mm) Zapfen und einer Standfläche von 100 mm x 100 mm. Die Schlitze zwischen den Zapfen haben ein Innenmaß von 20 mm.

Nun habe ich das in Schritt 2 noch verbliebene Dreieck nicht etwa mit Schleifpapier (da wäre ich heute noch nicht fertig), sondern mit der Stichsäge und Tiefenanschlag (ein Holzklotz) scheibchenweise abgetragen. Man kann das laufende Sägeblatt quasi als "Schleifblatt" im Schlitz hin und her führen, so dass nur noch minimal nachgeschliffen werden muss.

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Rahmenleisten, Mittelsteg, Finish

Nun wird das Bett zusammengesteckt: Zuerst die vier Rahmenbretter, dann die vier Füße, wobei der kurze Zapfen nach innen zeigt. Danach werden die 40mm-Rahmenleisten aufgedoppfelt, damit der Bettrahmen in der Mitte nicht auseinanderbiegt. Hierzu habe ich allerdings Edelstahlschrauben und Holzleim verwendet. Die oberen Leisten sind dabei durch den Berttrahmen von innen verschraubt (Vorbohren nicht vergessen!). Die unteren Leisten werden in die Innenseite des Bettrahmens durch die Leiste verschraubt (ebenfalls Vorbohren nicht vergessen!). Idealerweise schließt die Oberseite der Innenleisten bündig mit dem kleinen Zapfen der Füße ab, die Oberseite der Außenleisten bündig mit den Oberkanten der Zapfen der Füße.
Das Ganze ist jetzt schon ziemlich stabil.

Der Schluss ist -wie immer- Fleißarbeit: Ich habe aus einer der FiTa-Leisten noch eine Mittelstrebe gemacht und diese mit einem Schwalbenschwanz in die unteren Rahmenleisten (vorm Verleimen) eingelassen. Diese Mittelstrebe ist noch mit einem Fuß mittig unterstützt.
Danach ging's ans Beischleifen von Rahmen und Füßen (zuerst 50er Körnung, am Schluss 180er Körnung). Das Ganze habe ich als Finish mit Fußbodenhartwachsöl (Leinöl + Carnaubawachs) zweimal behandelt (Lappen, dünn einarbeiten) - das sieht meiner Meinung nach unglaublich schön aus und stinkt nicht so beim Trocknen.
Jetzt noch das Lattenrost fertigen: 18 FiTa-Leisten mit einem Rolladengurt im Abstand von etwa 4 cm aneinandertackern. 

Et voilà: Da ist das bezugsfertige Bett - mit neuer Matraze (allerdings noch ohne Bettzeug)!

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NACHTRAG: "Nägelchentrick"

Diesen Trick habe ich glaube ich- aus Selbst ist der Mann: Auf die zu verleimende Fläche werden vorsichitig einige kurze(!) und dünne(!) Drahtstifte eingeschlagen und danach der Kopf abgeknipst. Wenn man jetzt Leim angibt das zweite Werkstück in den Leim drückt, verrutscht aufgrund der Nägel dieses nicht beim Zusammenpressen.

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NACHTRAG: Lattenrost

Wenn ihr auch vorhabt einen Lattenrost zu bauen, bitte folgendes beachten (habe ich gerade im Matrazenshop erfahren): Der Abstand der Latten sollte bei Hartschaummatrazen (ist wohl heute Stand der Schlafkunst) maximal 35 mm betragen – ansonsten könnte sich der Schaum zwischen den Latten durchdrücken. Der Hersteller haftet dann nicht mehr für eventuelle Schäden.


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