Bankschlüssel für den stilbewussten Tischler

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Für den Neuaufbau meiner Hobelbank, benötigte ich zwei neue Bankschlüssel. Da es aber keine passenden Rundhölzer in den verfügbaren Baumärkten gab und ich die Dinger nicht für teuer Geld im Internet bestellen wollte, beschloss ich die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Wie man sich kurze Rundstäbe herstellen kann, habe ich an anderer Stelle bereits beschrieben, natürlich kann man auch Drechsel- oder Drehbänke dafür nutzen, sofern vorhanden ;-) .
Eigentlich sollten es ganz schlichte Bankschlüssel werden, doch seit Franz-Peter Tebartz-van Elst hab auch ich meine Ansprüche nach oben korrigiert und bestehe auf etwas Individualität in der Werkstatt.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitung

Zunächst schnitt ich mir aus Buche ein paar Achtkant-Hölzer wobei der Abstand der gegenüber liegenden Seiten knapp (ca. 2mm) über dem des gewünschtem Durchmessers des fertigen Rundstabes lag.
Aus Resten hab ich mir eine Sägelehre erstellt, mit welcher eine Nut (ca. 7mm) diagonal in jede der 8 Flächen des Stabes geschnitten wird.
Die hier gezeigte Vorrichtung soll nur als Anwendungsbeispiel dienen, eine solide Konstruktion wäre in jedem Fall besser! Das hier der Einsatz von Schiebestöcken Pflicht ist, versteht sich von selbst.

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Rundstab

In die entstandenen Nuten habe ich schmale Federn, welche ich vorher aus einem helleren Stück Buche geschnitten habe passgenau eingeleimt. Als der Leim ausgehärtet war drehte ich die Stäbe auf das gewünschte Endmaß ab und verschliff alles ordentlich. In das eine Ende des Rundstabes bohrte ich ein 10mm Loch in das andere kam eine Stockschraube, passend zur im nächsten Schritt verwendeten Rampa-Muffe.

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Endkappen

Aus Reststücken eines Buche-Handlaufes schnitt ich die Endkappen zurecht.
Danach schnitt ich mit einem Forstnerbohrer in jede der Kappen eine Vertiefung von 5mm (Durchmesser=Rundstab), sodass die Kappen später die Enden der Rundstäbe „überlappen“.
In die Mitte bohrte ich 10mm Löcher welche dazu dienten a.) einen Dübel und b.) eine Rampa Muffe aufzunehmen.
Jetzt sollten die Endkappen nur noch jeweils zwei Fasen bekommen. Dazu habe ich mir eine kleine Fräshilfe erstellt bei der in der Mitte ein Loch für die Aufnahme der Kappe vorhanden sein soll. Das Loch muss aber so straff sein, dass die Kappe nur mit einem gewissen Kraftaufwand hineingepresst werden kann um einen sicheren Halt zu gewährleisten. Danach wird nur noch ein Rahmen aus Holz auf die Platte geschraubt, welcher aber nicht zu groß sein darf, da die Oberfräse immer satt aufliegen sollte. Jetzt wurden an jeder Kappe die Fasen angefräst, was sehr gut funktionierte.
Wie vorher schon bemerkt, wurden jetzt in jeweils eine Kappe eine Rampa-Muffe eingeschraubt und in die andere wurde ein Dübel geleimt.

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Fertigstellung

Alle Teile wurden noch einmal sauber geschliffen und mit Hartöl versehen, was einen schönen Kontrast bewirkte. Abschließend wurde jeweils eine Endkappe mit dem Rundstab verleimt, die andere wurde beim Anbringen an der Drehspindel aufgeschraubt.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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