Bandsägebox mit offenem Fach

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Vor einer Weile stellte ich hier meine erste Bandsägebox vor. Diese war noch nach einer Vorlage aus dem Netz gefertigt. Dies ist eine Resteverwertung der besonderen (eigenen) Art.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Bandsäge
  • Dekupiersäge
  • Schlagbohrmaschine
  • 12 mm und 6 mm Sägeblatt
  • Diverse Schleifgeräte
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Materialliste
  • 1 x Leimholzblock | Fichte (16x22x16 cm)
  • 1 x Knauf | Holz (ca. 15 mm Durchmesser)
  • etwas x schwarze Farbe | Holzlasur (nach Bedarf)
  • etwas x wasserfesten Leim | Holzleim (nach Bedarf)
  • etwas x Holzwachs | Wachs (nach Bedarf)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitungen

Gemeinsam mit meinem Neffen bauten wir für ihn eine neue Terrasse. Wie Bild 1 zeigt eine durchaus robuste Version einer Hochterrasse. Von den beiden 16x32 cm Leimholzbindern blieben von den 6 Metern Länge etwa 80 cm lange Reste. Diese fand ich zu schade sie zu verheizen und nahm mir erst einmal einen Teil davon (Bild 2).

Mithilfe meiner Bandsäge wurde dieses Trumm in "handlichere" Teile zersägt. Dabei wurde die Durchlasshöhe meiner Säge bis auf den letzten Millimeter ausgenützt (Bilder 3+4).

Auf eines dieser Teile klebte ich meine Vorlage (Bild 5). Diese hatte ich zuvor am Computer gezeichnet und ausgedruckt.

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Außenkonturen sägen

Der Teil mit der Vorlage ist etwa 22 cm hoch, das Trumm wird entsprechend gekürzt. Dann begann ich an den Beinen mit dem Aussägen der äußeren Form. Zuerst wurden die Beine eingesägt (Bild 1) und danach in Raten der Zwischenraum entfernt. Da ich mit einem dicken Blatt (15 mm) sägte, waren keine sehr engen Radien möglich. Ich sägte erst im flachen Winkel von der einen Seite und entfernte dann den Rest (Bild 2).

Der Körper wurde rundherum mit vielen Einschnitten bis zur Linie versehen (Bild 3). Das war dem steifen Sägeblatt und der dicke des Holzes (16 cm) geschuldet. Dann wurde die Rundung gesägt (Bild 4). Ich versuchte die Kontur so sauber wie möglich zu sägen um mir Arbeit beim Schleifen zu sparen (war eh noch genug zu schleifen).
Bild 5 zeigt die fertig ausgesägte Rohform.

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Blende und Rückwand

An der Vorder- und Rückseite wird jeweils eine etwa 15 mm dicke Scheibe abgetrennt (Bilder 1-4). Dabei die zusammengehörigen Teile sofort beschriften.

Die Rückwand kann man für den Moment zur Seite legen. Aus der vorderen Scheibe - auf der noch die Vorlage klebt - wird die Verblendung für die Box gesägt. Ich entschloss mich zu dieser Variante, da man so später den bei Bandsägeboxen üblichen Einschnitt nicht mehr sehen kann.

Die Innenschnitte an der Blende erledigte ich mit der Dekupiersäge. Im oberen Bereich wird an der inneren Linie gesägt, die Lade an der Außenlinie (Bilder 5+6).

Achtung: Die Lade mit einem dünnen Bohrer (1,5 mm) genau an der Linie anbohren um das Laubsägeblatt einfädeln zu können. Der Teil für das Ablagefach kann mit einem stärkeren Bohrer vorgebohrt werden.

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Korpus sägen

Das Sägen des Ablagefaches und der Lader brachten meine Bandsäge ziemlich an die Grenze. Um die Radien an der Lade möglichst eng zu halten sägte ich mit einem 6 mm Band. Das ist zwar gut für enge Kurven, aber eigentlich zu dünn für diese Materialstärke (ca. 13 cm). Beim nächsten derartigen Projekt werde ich die Materialdicke jedenfalls um einiges reduzieren!

Die ausgesägte Blende diente als Schablone um die Form der Lade zu übertragen (Bild 1). Für das Fach wird einfach eine parallele Linie im Abstand von max. 1 cm zur Außenkante gezogen (Bild 2). So ragt die Blende rundherum etwas in das Fach hinein.

In den Bereich des späteren Faches werden mit dem Forstnerbohrer diverse "Entlastungsbohrungen" gesetzt (Bild 3). Diese erleichtern dem Band die Arbeit.
An einem Standbein entlang erfolgt der Einschnitt in den Korpus. Langsam wird ein Stück nach dem anderen ausgesägt (Bild 4).
Zum Schluss sägte ich die Form der Lade. Dabei kam die Säge absolut an ihre Grenzen. Ein Millimeter mehr Materialdicke und ich glaube, es wäre nicht mehr zu machen gewesen.

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Schleifen, Leimen und Lade bauen

Die Einschnitte am Korpus werden verleimt (Bild 1). Während der Leim abbindet hat man Zeit die Lade zu sägen.

Am ausgesägten Ladenblock wird die Rückwand angezeichnet (Bild 2) und abgetrennt (etwa 8 mm). Teile beschriften und Rückwand zur Seite legen. Den Innenbereich anzeichnen und aussägen (Bilder 3+4).
Die Innenfläche der Lade glätten (Bild 5) ehe die Rückwand wieder angeleimt wird (Bild 6).

Während der Leim an der Lade abbindet werden die Korpusinnenflächen und die Verblendung geglättet (Bilder 7+8).

Blende und Rückwand werden an den Korpus geleimt (Bild 9). Der Leim trocknet, das gibt uns Zeit die Lade außen zu schleifen (Bild 10). Dann kann die Front der Lade angeleimt werden (Bild 11). Diese steht etwas über und muss exakt positioniert werden. Am Besten die Lade einsetzen, Leim auftragen und Front ausrichten. Dann Korpus umdrehen und abheben ohne etwas zu verschieben.

Zeit den Korpus außen zu glätten (Bild 12).
In meinen Beständen fanden sich Reste eines uralten Kästchens (Bild 13). Von diesen konnte ich einen Knopf gut gebrauchen.

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Endfertigung

Um zum hellen Fichtenholz einen Kontrast zu setzen entschloss ich mich dazu die Lade schwarz zu beizen (Bilder 1+2). Als Knauf klebte ich mit Superkleber einen der "Nupsis" aus meinen Restbeständen, von dem ich zuvor den alten Lack abgeschliffen und den ich danach gebeizt hatte (Bild 3).

Auch den Innenraum der Ablage färbelte ich schwarz (beim nächsten Mal mache ich das vor dem Anleimen der Frontblende).
Der Korpus wurde mit flüssigem Holzwachs eingelassen.

Fertig ist ein Dekorationsstück mit Lade und Ablage. Aber ich habe noch genügend Material für weitere Ideen ;-)


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