Bandlogo von "Hammerfall"

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    150 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Mein Patenkind (15) ist dank meiner musikalischen Früherziehung nun endlich Heavy-Metal-Fan geworden :-) Seine Lieblingsband ist "Hammerfall". In den Sommerferien war er ein paar Tage bei mir zu Besuch und wollte natürlich beschäftigt werden. Also, ab in die Werkstatt und das Bandlogo nachgebaut. Bei diesem Projekt bin ich aber auch das eine oder andere Mal an die Grenzen meines Heimwerkerkönnens gestoßen. Mit so eigenartigen Winkeln und schwierigen Formen  hatte ich bisher noch nichts gemacht.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Akku-Multischleifer
  • Stichsäge
  • Tischkreissäge
  • Oberfräse
  • Arbeitstisch
  • Bandschleifer
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Materialliste
  • 1 x Brett | Fichte (18x12x2000mm)
  • 8 x Sperrholzplatten | Pappel (4mm)
  • 1 x Klebefolie | Schwarz, marmoriert (60cm)
  • 1 x Dose | Grundierung (400ml)
  • 1 x Dose | Gold matt (400ml)
  • 1 x Dose | Gold glänzend (400ml)
  • 1 x Dose | Chromeffektlack (400ml)
  • 1 x Metallstange | Aluminium (300x8mm)
  • 25 x Holzkugeln | Buche (15mm)
  • 1 x Spanplatte (10x500x500mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Bandlogo ausgedruckt und auf Holz übertragen

Zuerst habe ich das Bandlogo mittels "PosteRazor" auf 18 DIN A4 Seiten ausgedruckt und zusammengeklebt. Die Konturen der einzelnen Bauteile habe ich mit Kohlepapier auf das Holz übertragen.

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Aussägen Einzelteile

Zuerst habe ich die Trägerplatte und die Einfassungen mit der Stich- Tischkreis- und Dekupiersäge ausgesägt. Wobei ich vorher einige Stunden am Computer nochmal nachzeichnen musste. Der Riesen-Ausdruck war durch die Vergrößerung einfach zu pixelig. Dabei haben mich meine diversen Zeichenprogramme ziemlich geärgert. Das eine Programm kann nicht auf mehrere Seiten ausdrucken, das andere schon aber nicht in Orginialgröße, und und und... Die Trägerplatte wurde vor dem endgültigen Zusammenbau mit einer schwarz marmorierten Selbstklebefolie überzogen.

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Einfassung unten

Die untere Einfassung habe ich mit der Gehrungssäge im 25-Grad-Winkel gesägt und dann mit der Oberfräse angefast. Wobei ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Fasefräser hatte. Also musste ich mir mit meinem V-Nut-Fräser behelfen. Ich habe mich immer gefragt, warum Bosch diese Stange mit dem Rädchen der POF 1400 beigelegt hat. Nun weiß ich's :-) Braucht man halt für runde Sachen. Damit ich beim Fräsen nicht mit Schraubzwingen in die Quere komme, habe ich die Teile mit Doppelklebstreifen auf meinem Werktisch fixiert.

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Schwertgriffe und Klinge aussägen

Die "Klingen" habe ich mit der Dekupiersäge ausgesägt (Wäre mit Stichsäge wahrscheinlich schneller gegangen...) und mit der Oberfräse die Kanten der Vorder- und Rückseiten im 45-Grad-Winkel angefast. (Da hatte ich dann einen Fasefräser) Zum Schluß habe ich Grundierung und 3 Schichten Chrom-Lack aufgetragen.

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Initialen aussägen

Die Schriftzeichen "HF" und die obere Verzierung habe ich mit der Dekupiersäge im 35-Grad-Winkel ausgesägt. Den Sägetisch dazu nach links geschwenkt. Die Verzierung musste ich allerdings mit Gimp nochmal selber zeichnen, da die Konturen vom Ausdruck zu unscharf waren. Alleine das hat schon einen Abend in Anspruch genommen. Ich bin halt lieber in der Werkstatt als am Computer. Mit den Zeichenprogrammen ist das immer so eine Sache...
Später habe ich für die obere Verzierung Nußbaum-Beize (mit ein paar Tropfen Schwarz gemischt) gebeizt. Das "HF" wurde mit mehren Schichten Goldlack überzogen.

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Schriftzug aussägen

Um möglichst originalgetreu an den 3-D-Effekt heranzukommen, habe ich die Buchstaben einmal groß und einmal etwas kleiner ausgesägt und aufeinander geleimt. Dafür habe ich 4mm dickes Pappel-Sperrholz verwendet. Nach dem Lackieren mit Grundierung und 3 Schichten Goldlack habe ich die Einzelteile auf eine 5mm dicke Rechteckleiste geleimt.

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Ringe für die Schwerter

Die Ringe für die Schwerter habe ich zuerst mit einer 70mm Lochkreissäge (ohne Zentrierbohrer) mit der Ständerbohrmaschine ausgesägt, dann ein 8mm Loch durchgebohrt, wo später die Alustange durchgesteckt wird. Den inneren Ring habe ich mit einer kleineren Lochkreissäge mit 60mm Durchmesser ausgesägt.

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Schwertgriffe aussägen

Für die Griffe habe ich 2 Holzstücke mit Doppelklebstreifen aufeinander geklebt, mit der Dekupiersäge ausgesägt und anschließend mit einem Abrundfräser abgerundet. Damit das ganze authentisch aussieht, wurde das später mit einem Textil-Gewebeband, das eigentlich mal für meinen Fahrradlenker gedacht war umwickelt. Den Mittelteil habe ich mittels Tellerschleifer zugespitzt. Für die Verzierung habe ich wieder meine Deku auf 35-Grad eingestellt und die Teile einzeln gesägt.

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Beizen

Alle 4 Teile der Einfassung habe ich am Rand im Abstand von ca. 1 cm mit einer Ziernut versehen und nach ausgiebigem Schleifen mit Nußbaum-Beize behandelt. Beim Fräsen ist mir einige Male die Oberfräse ausgewischt, was allerdings nicht so tragisch war, weil über die verpfuschten Stellen entweder die Verzierung oder der Schriftzug geklebt wurde.

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Holznägel imitieren

Auf dem Originalbild sieht es aus, als wären Holznägel eingeschlagen. Nachdem ich sowas nicht bekommen habe und es auch gar nicht notwendig war, imitieren wir das halt mit 15mm dicken Holzkugeln aus dem Baumarkt. Dazu mit der Ständerbohrmaschine 15mm tiefe Löcher gebohrt und die Kugeln mit einem Gummihammer vorsichtig eingeschlagen.

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Einzelteile zusammenleimen

Zum Schluß habe ich alle Teile mit der Trägerplatte verleimt.

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Fertig

Ich habe auf der Rückseite noch eine Aufhängung montiert. Da gibt es leider keine Fotos. Zum Fotografieren habe ich es an meine Wand gehängt. Es hängt nun im Kinderzimmer meines Patenkindes. Er hat mir irgendwann während des Projekt noch einen Gruß an meinem Werkstattschrank hinterlassen :-) Meine Projektbeschreibung gibt nicht annnähernd das wieder, wieviel Zeit (mindestens 50 Stunden) Herzblut, Flüche und Freude bei meinem bisher schwierigsten Projekt dabei waren. Auch wenn ich alles in "Ich"-Form geschrieben habe; geschliffen, gefeilt, gelitten und gefreut haben wir uns meistens zu zweit.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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