"Der Enkel freut sich" Nr.6 - Australian Roadtrain - oder ein sehr langes Ding auf Rädern

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    25 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, ist Enkelchen Tristan begeisterter Fahrer von allem, was vier oder mehr Räder hat. Also wollte ich ihm dieses mal etwas Fahrbares mit fünf Achsen bauen. Was bietet sich da an, wenn nicht das Modell eines Australian Roadtrains, also einer dieser unfassbar langen Trucks, mit denen immer noch der Großteil der Güter auf dem fünften Kontinent transportiert wird?
Von Peter Aschenbrenner, einem in Australien lebenden Deutschen, erhielt ich einen Plan, wie so ein Mordstrumm im Maßstab 1:20 aussehen könnte.
Bucheleimholz in 18 mm Stärke hatte ich noch, ebenso Esche in 12 mm und noch dies oder jenes Brettchen Redwood. Die Räder musste ich natürlich kaufen, daher auch die Projektkosten.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PSB 750 RCE  - Bohrmaschine (elektrisch)
  • PTS 10 T  - Tischkreissäge, Unterflur-Zugsäge
  • GSB 21-2 RE
  • GBS 75 AE
  • Multifunktionswerkzeug
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Materialliste
  • 1 x Grundplatte | Bucheleimholz 18 mm (42*324 mm)
  • 1 x vordere Radaufhängung | Bucheleimholz 18 mm (42*146)
  • 1 x hintere Radaufhängung | Bucheleimholz 18 mm (42*102)
  • 2 x Seitenteile Motorhaube | Bucheleimholz 18 mm (42*76)
  • 2 x Unterteil Auspuff | Bucheleimholz 18 mm (19*79)
  • 2 x Zuführung Auspuff | Bucheleimholz 18 mm (31*12)
  • 1 x Rückseite Kabine | Bucheleimholz 18 mm (68*86)
  • 2 x Türen | Bucheleimholz 18 mm (3*42)
  • 2 x Sitz | Esche massiv 12 mm (19*22)
  • 2 x Rückenlehne | Esche massiv 6 mm (22*42)
  • 1 x Stoßstange | Esche massiv 12 mm (19*127)
  • 1 x Motorhaube | Esche massiv 12 mm (66*76)
  • 1 x Dach | Esche massiv 12 mm (73*86)
  • 1 x Boden Führerhaus | Esche massiv 12 mm (70*86)
  • 1 x vordere Verkleidung Führerhaus | Esche massiv 12 mm (42*48)
  • 2 x A-Säule | Esche massiv 12 mm (12*68)
  • 1 x Fußboden Führerhaus | Esche massiv 12 mm (38*48)
  • 2 x vorderes Fahrwerk, hinterer Teil | Esche massiv 12 mm (25*42)
  • 2 x vorderes Fahrwerk, vordererTeil | Esche massiv 12 mm (38*42)
  • 1 x Auflage Tank | Esche massiv 6 mm (31*76)
  • 1 x Rückwand Tank | Esche massiv 6 mm (19*76)
  • 1 x Tank | Buche Rundholz 30 mm (76)
  • 2 x Luftkühler | Buche Rundholz 25 mm (40)
  • 1 x "Knubbel" | Buche Rundholz 42 mm (12)
  • 2 x Auspuff | Buche Rundholz 8 mm (80)
  • 1 x Kühlergrill Oberseite | Esche massiv 12 mm (12*80)
  • 2 x Kühlergrill Seite | Esche massiv 12 mm (12*48)
  • 1 x Kühlergrill Unterseite | Esche massiv 6 mm (12*80)
  • 4 x Kühlergrill Innenleben | Redwood 12 mm (12*48)
  • 3 x Kühlergrill Innenleben | Buchenleimholz 2 mm (12*48)
  • 2 x Kotflügel | Bucheleimholz 18 mm/Esche 12 mm (30*250)
  • 19 x Räder (ca. 50 mm Durchmesser)
  • 1 x Anhänger Pritsche | Bucheleimholz 12 mm (80*597)
  • 1 x Anhänger Vorderwand | Bucheleimholz 12 mm (68*127)
  • 8 x Anhänger Pritsche umlaufende Leiste | Redwood 12 mm (12*140)
  • 8 x Anhänger Pritsche Säulen | Redwood 12 mm (12*51)
  • 1 x Anhänger Bodenplatte | Bucheleimholz 12 mm (42*451)
  • 1 x Anhänger untere Bodenplatte | Bucheleimholz 18 mm (42*152)
  • 1 x Anhänger Radaufhängung | Bucheleimholz 18 mm (42*102)
  • 1 x Anhänger Abstandshalter Heck | Bucheleimholz 18 mm (19*35)
  • 2 x Anhänger Abstandshalter Stoßstange | Bucheleimholz 12 mm (12*19)
  • 2 x Anhänger seitliches Verstärkungsdreieck Heck | Bucheleimholz 12 mm (32*32)
  • 1 x Anhängerkupplung | Bucheleimholz 12 mm (19*51)
  • 1 x Anhänger Stoßstange | Bucheleimholz 12 mm (12*127)
  • 5 x Achsen | Buche Rundholz 8 mm

Los geht's - Schritt für Schritt

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Der Aufbau

Wie alles begann? Mit einem Berg von durchnummerierten Kleinteilen.
Die Maße reichen von klitzeklein bis ordentlich groß, und der Wunsch nach einer Bandsäge wächst und wächst (Bild 1).
Und worum dreht es sich? Na, um diesen Knubbel (Bild 2). Zu ihm später mehr.

Manches sieht wie ein kleines Puzzle aus, doch es findet sich schließlich, was zusammen gehört (Bild 3 u. 4). Das soll offensichtlich einmal der Kühlergrill werden.

Mehr und mehr Kleinteile werden geleimt, geschliffen und gebohrt. Bei manchen ist nicht unmittelbar erkennbar, was es sein soll und vor allen Dingen, wo es hin soll (Bild 5). Man wird sehen ... hoffentlich.

Und man sieht: Motorhaube und Führerhaus nehmen Gestalt an (Bild 6), wobei das Häuschen noch konisch (weil windschnittig) nach vorne zulaufen soll. Hier die halbe Arbeit (Bild 7 und 8), und hier die ganze (Bild 9).

Jetzt kann dem Führerhaus endlich auch sein Dach verpasst werden (Bild 10).








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Unterbau und ein paar notwendige Kleinigkeiten

Wo ein Oben ist, muss auch ein unten sein. Die vorgebohrten Radaufhängungen werden nun aufgeleimt, das Fahrgestell durch weitere Kleinteile ergänzt (Bild 1).

Und so findet sich zum Oben das passende Unten (Bild 2).

Was braucht solch ein LKW-Motor außer Diesel? Luft! Aus Rundstäben zurechtgeschliffene Luftfilter werden seitlich an die Motorhaube angeleimt (Bild 3).

Doch was reingeht, muss auch irgendwie wieder hinaus. Die Lösung: zwei Auspuffe oder Auspüffe oder ... (Bild 4).

Was ein rechter Trucker ist, der weiß sich selbst zu helfen. Im Outback gibt es keinen ADAC.
Und daher führt er stets ausreichend Werkzeug mit sich, und zwar in einer Werkzeugkiste (Bild 5).

Apropos Diesel. Den Tank sieht man auf Bild 6.

Der große Auftritt des Knubbels! Wie heißt dieses Ding eigentlich wirklich? Er wird jedenfalls später dem Anhänger Halt und Sicherheit gewähren (Bild 7).

Und jetzt sieht man auch einmal, wie ein LKW von unten aussieht (Bild 8).


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Das Elend mit den Kotflügeln

Das Ausgangsmaterial sind mit einander verleimte Buchen- und Eschenbrettchen. Es passt halt so schön: 18 und 12 mm macht 30, genau das richtige Maß, nämlich die Breite der Kotflügel (Bild 1).

Munter drauflos gesägt mit dem, was einem so in die Hand fällt. Das Ergebnis fällt entsprechend aus - gesägt und für zu dünn befunden. Es geht hier um einen schweren LKW, nicht um einen Formel 1-Rennwagen in Leichtbauweise (Bild 2)

Also noch mal von vorne, verleimen, sägen (mit anderen Durchmessern) und nun für passend befinden (Bild 3).

Jetzt für 30 Minuten in kochendes Wasser und anschließend in die entsprechende Form pressen. Ein Kinderspiel, schon mehrfach gemacht ...

Weit gefehlt. Siehe das Ergebnis (Bild 4). Preisfrage: Welches ist der richtige Leim, wenn man Holz kochen will? Genau! Und was wurde zum Verleimen der beiden Brettchen verwendet? Genau!

Allmählich schwindet die Geduld.

Aber nicht nur, dass sich die Brettchen wieder voneinander gelöst hatten, nein, die Esche war "eingegangen", kürzer geworden ...

Ein Opa sieht Rot!

Erneut verleimen (Bild 5), schleifen, anpassen und zum guten Ende an die Motorhaube anfügen (Bild 6).

Geschafft!



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Der Auflieger

Natürlich geht es jetzt an den Auflieger. Ich sehe schon Tristan, wie er Langholz, Erdölleitungen oder Spaghetti auflädt.

Rund 60 cm wird die Pritsche, eingerahmt von Leisten aus Redwood (Bild 1).
Das Endprodukt weiß zu gefallen und entschädigt für den Terz mit den Kotflügeln (Bild 2).

Und wieder gibt es ein, zum Glück etwas weniger hohes Häufchen von Kleinteilen, die nach Weiterbearbeitung und Leim schreien (Bild 3).
Jetzt bloß nicht schlampern (Bild 4)!

Es passt alles - Stoßstange, Anhängerkupplung und Rücklichter (Bild 5).

Jetzt noch die Räder montiert, das Ersatzrad nicht vergessen und drei Behälter für ... ja, wofür? (Bild 6)

Weiteres Werkzeug oder mehrere Kisten Foster´s?
Also ich nähme jetzt das Flüssige.

 

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Hinaus in´s Outback

Nach ausgiebigem Einwachsen darf der Roadtrain seine Jungfernfahrt antreten, aber erst einmal auf zivilem Geläuf, das Outback kommt später dran (Bild 1).

Stolz posiert der Train und zeigt sich von allen Seiten (Bild 2-8).



Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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