Arbeitsbereich mit Werkbank

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    300 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Hallo zusammen!

Nach langen Jahren des Heimwerkens in meiner Garage an einem winzigen Tisch (bzw. dem Boden) bei eher schlechtem Licht wurde es langsam doch Zeit dies zu ändern ;)

Eine neue Garagenrückwand (Werkwand), Erweiterung der Elektroinstallation und eine passende Werkbank mussten her.

Die Rückwand ist ca 2,70m breit und 2,2m hoch (40cm Abstand zum Boden).

Die Werkbank ist ca 90cm hoch, 85cm tief und 2m breit.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schlagbohrmaschine
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Handkreissäge
  • Hobel
  • Stechbeitel o.ä.
  • Holzbohrer 12 mm (ausreichender Länger)
  • Faustnerbohrer 35 mm
  • Metallsäge
  • Wasserwage
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Materialliste
  • 9-10 x Dachlatte | Holz (18x44x2000mm)
  • 4 x OSB-Platten (geschliffen) | Holz (16x675x1840mm)
  • 2 x Konstruktionsvollholz | Holz (100x200x2000mm)
  • 5 x Konstruktionsvollholz | Holz (80x120x2000mm)
  • 1 x Leimbinder | Holz (80x120x2000mm)
  • 3 x Gewindestangen | Stahl (M10x2000mm)
  • 1 x Siebdruckplatte | Holz (21x1250x2500mm)
  • 25 x Holzschrauben Senkkopf | Befestigungsmaterial (10x160mm)
  • 1 x Elektromaterial nach Bedarf | Installationsmaterial
  • 1 x Kleinkram (Schrauben, U-Scheiben etc.) | Befestigungsmaterial
  • 4 x Konstruktionsvollholz | Holz (100x100x2000mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Werkbank: Bau der Unterkonstruktion 2

Jetzt folgen die zwei Diagonalen, welche man m.E. möglichst lang wählen sollte. Allerding musste ich bei mir aufpassen, nicht mir dem Sockel des Kellerfensters in Konflikt zu geraten.

Die Diagonalen werden - wie fast alles ^^ - mit Gewindestangen an den Beinen bzw. den 10x20 Balken der Arbeitplatte befestigt. Vorher muss aber eine Blattung an beiden Enden hergestellt werden (bitte darauf achten, die richtigen Teile wegzustemmen).

Jetzt noch die Füße (10x10x80cm) montieren und gut ist.

Noch eine persönliche Erfahrung: Schraubzwingen und deren Verwandte sind Freunde, wenn es darum geht, bei etwas störrigem Holz rechte Winkel zu verbolzen ;)

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Werkbank: "Ausbeulen" der Arbeitsplatte

Damit die Siebdruckplatte später gut aufliegt, sollte man die Oberfläche des Arbeitsplattenkorpus etwas genauer betrachten und Unebenheiten entfernen.

Ggf. löst man nochmal die vier Gewindestangen etwas, um die mittleren Balken durch leichte Schläge mit dem Kunststoffhammer in der Höhe zu korrigieren. (Die 8x12 Balken lassen sich m.E. untereinander kaum ausrichten, da die Unterzüge dies verhindern müssten.)

Für den letzten Schliff habe ich zuerst alle Verbindungen ordentlich angezogen und anschließend die Oberfläche des Arbeitsplattenkorpus mit dem Handhobel geglättet. Mit einer scharfen Klinge klappt dies erstaunlich gut :D

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Werkbank: Siebdruckplatte aufschrauben

Um der Werkbank eine widerstandsfähige Oberfläche zu geben, habe ich noch eine Siebdruckplatte (21mm stark) aufgeschraubt. Die Oberfläche ist recht hart und auch Flüssigkeiten können wenig anrichten.

Die Löcher für die Schrauben habe ich vorgebohrt und gesenkt. Beim montieren hat sich wieder gezeigt, wie praktisch Zwingen und Klebebandfetzen als Markierungen sind :)

Die obere Platte ist 85x200cm groß und steht vorne ca. 2cm und hinten ca. 3cm über. Vorne schließt die zweite Platte (20x200cm) dann später bündig ab und hinten habe ich einfach etwas Luft. Ich überlege nämlich noch, eine schaltbare Steckdose [für meinen Kompressor] unter der Werkbank anzubauen und so bräuchte ich nur eine Ausparung in die Siebdruckplatte zu machen.

Anmerkungen: Ja, ich denke, dass die Materialstärken etwas übertrieben sind. Meine Nachbarn fragten schon, ob ich jetzt Motorräder o.ä. auf der Werkbank bauen wolle ^^ Stabil ist sie jedenfalls und wg. meines Kellerfenstersockels auch für mich besser geeignet als die klassischen Werkbänke.

Auch überlege ich noch, die Bank mit einer eingelassenen Schraubstock auszustatten (s. Hobelbank) und/oder Unterschränken ... aber mal gucken.

Ach, es bleibt ein bißchen Verschnitt übrig (auch bei der Siebdruckplatte) ... für mich ist das eher von Vorteil, da ich noch fleißig weiter bastele ;)


Danke für's Lesen und viele Grüße
Nermal

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Werkwand: Hilfsrahmen

Da die Rückwand meiner Garage ursprünglich eine verklinkerte Außenwand unseres Wohngebäudes war, habe ich mich dazu entschieden, zuerst einen Hilfrahmen aus einfachen Dachlatten auf die Wand aufzubringen, um etwaige Unebenheiten besser ausgleichen zu können.

Außerdem hatte ich ursprünglich mit dem Gedanken gespielt, die Elektroinstallation im entstandenen Zwischenraum unterzubringen, was ich aber später verworfen habe, da es mir übertrieben schien ;)

Neben den vertikalen Dachlatten habe ich noch je zwei Querriegel angebracht - einen auf der zukünftigen Höhe der Steckdosen (ca 1,3m) und einen am oberen Ende der Konstuktion (nicht im Bild).
Da die Wand spack zwischen zwei Längsmauern sitzt, schien es mir ratsam, die Höhen sämtlicher Schrauben auf den beiden anderen Mauern und auch an der Oberkante zu markieren (Klebebandfitzel eigen sich super). Dies hilft beim Anbringen der OSB-Platten dann doch, da man schnell sieht, ob eine Schraube im Weg sein könnte.

Den Abstand der inneren, vertikalen Dachlatten habe ich so gewählt, dass die Schnittstelle zwischen zwei OSB-Platten mittig auf der jeweiligen Dachlatte auskam.

Die Dübel sollten vorzugsweise gut in die Klinker gesetzt werden - in den Fugen wird wenig halten.

Da die ganze Konstruktion in der Garage doch recht gut geschützt ist, habe ich mir über Temperaturschwankungen und etwaige Konsequenzen von "arbeitendem Holz" auf Klinkern keine Gedanken gemacht :)

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Werkwand: Anbringen der OSB-Platten

Vor dem Anbringen der ersten OSB-Platten habe ich noch flux ein Loch in die Wand gebohrt und eine Pressluftleitung in den hinter der Wand liegenden, kleinen "Indoor"-Werkraum gelegt. Noch eine krude Rundung in die Klinker gemeißelt, damit der Schlauch auch nicht abknickt :)

Die Platten selber habe ich mit Hilfe eines breiteren Holzbrettes, welches ich gegen den Boden verkeilt habe, in Position gehalten - mit leichten Tritten kann man so auch gut die Höhe regulieren und die Platte in die Waage bringen XD

Die Schraublöcher habe ich vorher noch gesenkt - ist aber nicht wirklich notwendig, da die Platten doch recht weich sind.

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Werkwand: Elektroinstallation

Hier halte ich mich mal kurz und gehe nicht auf die Details ein ... bitte sorgfältig arbeiten, die geltenden Vorschriften beachten und im Zweifelsfall besser machen lassen :)

Da ich bereits zwei Sicherungskreise in der Garage (Doppelgarage) habe, aber pro Sicherung nur je eine (!!) Steckdose zur Verfügung steht und das auch noch am anderen Ende der Garage, musste eine Erweiterung her.

  1. Gehäuse von Lampen, Steckdosen, Serienschalter und Verteilern anbringen
  2. Kabel vorziehen (NYM 1,5mm²; so kommen die beiden Sicherungskreise auch in der Garage an; Absicherung 16A). 1. Sicherungskreis für's Licht und die rechten Steckdosen und den 2. Sicherungskreis für die linken Steckdosen.
  3. Kabel kürzen, abisolieren und mit Dosenklemmen passend verbinden.
  4. Sicherungen freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit prüfen und Erweiterung mit der Hausanlage verbinden.
  5. Beten, Sicherungen wieder rein und siehe da, es werde Licht ;)

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Werkbank: Bau der Arbeitsplatte

Vielen Dank an dieser Stelle an Darkwing78, da sein Werkbankentwurf mir als Vorlage diente. Weitere Informationen und seinen Bauplan gibt es hier. :D

Die Arbeitsplatte besteht aus fünf 8x12 Balken, die jeweils vorne und hinten mit einem 10x20 Balken abgeschlossen werden. Gehalten wird die Konstruktion durch 4 Gewindestangen (M10), so dass ein 80cm tiefer Korpus entsteht.
Die Löcher in den Balken werden am Besten mit einem Bohrständer gebohrt, damit sie möglichst gerade sind. Ein paar mm Abweichung sind hier aber nicht tragisch, da das Ganze recht viel Spiel hat (12x235mm Holzbohrer).

Die äußeren Löcher wurden dabei mit einem 35mm Forstnerbohrer versenkt. Es sollte nachher (gerade an der Vorderseite) nichts überstehen.

Wenn man die Konstruktion auf die Seite legt, lassen sich die einzelnen Elemente einfach auffädeln. Auch leicht unterschiedliche Längen der Gewindestangen helfen bei der Montage.

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Werkbank: Bau der Unterkonstruktion 1

Der Korpus der Arbeitsplatte wird jetzt mit der Oberseite nach unten auf den Boden gelegt.

Als Beine kommen nun vier 10x10 Balken zum Einsatz. Die Länge beträgt bei mir ca 80cm (Die Gesamthöhe Beine, Korpus und Siebdruckplatte sollte auf Höhe der eigenen Handgelenke auskommen -> in meinem Fall ca. 90cm).
Die Beine werden mit 10cm Abstand zu den Seiten mit Gewindestangen angebracht. Dies verkürzt die Spannweite, läßt Platz für die Füße der Werkbank und sieht einfach besser aus ;)
Auch habe ich bei mir die Beine nicht plan auf die Unterseite der Arbeitsplatte gesetzt, sondern einen kleinen Spalt gelassen, damit ich Später den Winkel der Beine noch korrigieren kann - Die Festigkeit der Beine kommt später eh aus der Pressung.

Die drei Unterzüge (sollte reichen) habe ich aus einem Leimbinder geschnitten (den gab es als Reststück zum gleichen Preis ... also beschwer ich mich nicht ;) ) und mit 10x160mm Holzschrauben in jeden der 8x12 Balken der Arbeitsplatte geschraubt. Die Schrauben habe ich noch nicht "angeknallt" aber gut beigezogen, so dass kein Spalt zur Arbeitplatte mehr erkennbar ist.

Außerdem sollte man darauf achten, dass die Unterzüge kürzer als 60cm sind (habe so ca. 59cm angepeilt) und die äußeren Unterzüge auch etwas Abstand zu den Beinen halten.

Eine Verbindung zwischen den Unterzügen und den 10x20 Balken gibt es nicht und bitte auf den Verlauf der Gewindestangen achten (ich hab das nämlich vergessen und die Schrauben nur durch Glück reinbekommen ^^)!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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