Aquariumüberlauf ohne Bohrungen

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    30 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Schon lange ging mir der eingeklebte Überlaufschacht in meinem Becken auf den Keks. Ursprünglich entstand dieser, da das Becken keinerlei Bohrungen hat um die Technik in einem externen Filterbecken unterzubringen. Damals habe ich dann den Schacht geklebt, um den Abschäumer, die Nachfüllautomatik und einen Topfaussenfilter unterzubringen.
Leider nimmt der Schacht durch seine Größe (40x20cm) eine ganze Menge Platz im Becken weg. Das sollte geändert werden...

Nachdem nachträgliche Bohrungen nicht ganz einfach sind und mir das Risiko auch zu groß ist (wer will schon rund 700 Liter Salzwasser auf dem Fußboden haben), schwebte mir eine Lösung mit einem Überlaufschacht vor. Irgendwie traute ich den Dingern aber nie so richtig, von daher hat das Ganze auch lange gedauert.
Fertig käufliche sind mir aber zu teuer, ausserdem finde ich die Dinger viel zu klobig. Also, Selberbauen war angesagt.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Allgemein

Zwischen Seitenscheibe und dem oberen Längssteg meines Aquariums sind genau 8,5cm Platz, genügend Platz also für einen Maßgeschneiderten Überlaufkasten.
Da dies an beiden Seiten so ist, habe ich gleich 2 Kästen gebaut. Der Optik wegen habe ich den Kamm angeschrägt, ich verspreche mir hiervon auch noch eine bessere Oberflächenabsaugung.

Ich wollte die Kästen so kompakt wie irgend möglich bauen, daher habe ich folgende Maße genommen:

Breite: 8,4 cm
Höhe: 15 cm
Länge: 15/20 cm

Das wichtigste Maß ist aber der Kanal, indem das Wasser abgesaugt wird. Ich habe der Einfachheit halber den Querschnitt des Rohranschlusses genommen, dieser beträgt bei einem 32er Rohr ziemlich genau 8 cm², daraus folgt der Schacht mit 8x1 cm.
Da ich auch keinen Steg überbrücken muss, konnte ich den Schlitz, mit dem der Kasten über den Beckenrand gehangen wird, sehr klein halten. Genau 1,5 cm für 12 mm Glas.

Käufliche Abläufe werden üblicherweise aus Acrylglas gefertigt. Ich habe 3 mm PVC-Plattenmaterial zum Bau verwendet. Hatte ich noch da und ist auch schneller von Kalkalgen bewachsen und damit "natürlicher".

Geklebt wurde mit Tangit, vorher wurden die Klebeflächen mit dem dazugehörigen Reiniger sauber gemacht, um eine optimale Klebung zu erreichen.
Nach dem Trocknen wurden die Überstände mit dem ALDI-Dremel abgefräst, verschliffen und die Kanten etwas abgerundet.

Leider habe ich vor lauter Bastelbegeisterung schlicht und ergreifend vergessen, Bilder von Anfang an zu machen. Man möge mir verzeihen...

 

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Direkt nach dem Zusägen...

Hier sind bereits die Seitenteile mit der Unterseite und dem Aussenschacht verklebt, der Innenschacht ist bereit zum einkleben.

Vom Bau davor existieren leider keine Fotos. Konnt erst in der Trockenphase des Klebers wieder klar denken und habe leider erst ab diesem Zeitpunkt mit fotografieren begonnen...

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Innenschacht verkleben

Innenschacht mit Abstandhaltern eingeklebt, danach beide Kästen zusammen:

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Geschlossene Gesellschaft...äh Kästen

Und hier bereits mit dem zweiten Seitenteil und am linken Schacht schon mit provisorisch eingestecktem Kamm:

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Innenansicht

Hier der Kasten von innen:

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Testlauf

Da ich kein Freund von Überraschungen bin, insbesondere nicht in Form von nassen Füßen, wurde ein Testlauf durchgeführt. Dieser ist sehr positiv ausgefallen.
Besonders froh bin ich, das sämtliche Berechnungen gestimmt haben und sich der Wasserpegel genau da befindet, wo ich ihn haben wollte: 3,5cm unter der Oberkante vom Becken.

Auch die Ablaufleistung passt, die 2000 Liter die von der Pumpe ins obere Becken gepumpt werden, laufen mühelos ab. Da ich die Kästen für 3500 Liter/Stunde ausgelegt habe, dürfte das mehr wie ausreichend sein.

Zum Entlüften habe ich 2 verschiedene Pumpen getestet, ohne Erfolg. Einen Eheim-Innenfilter 2008 und die 3200er Marea. Beide bringen nicht den nötigen Unterdruck auf, um die Entlüftung sicherzustellen. Da wird also weiter aufgerüstet werden müssen...

Selbsttätiger Anlauf nach Stromausfall ist ebenfalls gegeben, also alle gestellten Anforderungen vollauf erfüllt!

Hier mal der Testaufbau, bestehend aus einem 60 Liter Maische-Fass und einem 30 Liter Becken.

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Abschluß

Jetzt noch der Kasten in etwas näher, mit Blick von unter Wasser und das ablaufende Wasser:Jetzt noch der Kasten in etwas näher, mit Blick von unter Wasser und das ablaufende Wasser:

Das kleinere Rohr im Becken war ein bereits vorhandener Durchlass den ich beim testen kurz entschlossen als Notüberlauf vorgesehen habe. Falls was schief geht und ich mich verrechnet habe oder so. Der blieb aber trocken ;-)


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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