Aquarium Umbau auf LED Beleuchtung

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    30 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Schon länger plane ich, meine Aquarien Stück für Stück auf LED um zu rüsten.
Lange war das keine Option, da die Qualität der LED das noch nicht zugelassen hat.
Mittlerweile gibt es aber gute LED-Module, die ein Umrüstung zu vernünftigen Kosten rechtfertigen.
Die Lichtleistung wollte ich nicht reduzieren, aber mit LED bekommt man die gleiche Lichtmenge zu geringeren Energiekosten.

Da nun eine meiner Abdeckungen für ein 60cm-Becken sich langsam in seine Bestandteile auflöste, musste eh ein neue Abdeckung her. Und bei der Gelegenheit bekam das Becken dann eine neue Beleuchtung.

Herkömmliche Röhrenbeleuchtung liefert bei einer üblichen 15W-Röhre eines 60-cm-Beckens weniger als 1000 Lumen. Dabei wird diese Lichtmenge rundherum abgestrahlt und es geht fast die Hälfte verloren. Einen Teil davon kann man zwar mit Reflektoren wieder nach unten ins Becken leiten, aber auf keinen Fall kommen die weniger als 1000 Lumen auch im Becken an. Beachtet man dann noch die recht schnelle Alterung von Leuchtstoffröhren, so sind diese 60er-Becken in der Regel doch eher spärlich beleuchtet.

Nun bin ich ja auch ein Freund von Wasserpflanzen, und da braucht es Licht im Becken. Ich hatte auch bisher schon in meinen 60er-Aquarien eine umgebaute Beleuchtung mit ca. 2000 Lumen, aber auch die schon genannte Einschränkung mit der Rundumabstrahlung und Reflektor. Und natürlich auch die erhöhten Energiekosten: Alleine die Röhre hat 36 Watt, das Vorschaltgerät nicht mitgerechnet.

Die LED-Ersatzröhren überzeugen mich nicht, von der Lichtmenge.
Ich bin auf Power-LED Module gekommen. Diese liefern pro Modul 120 Lumen bei 150° Abstrahlwinkel. Die Module erhält man als Meterware. D.h. es sind immer 3 LED in einem Modul, die Module sind wie auf einer Lichterkette aufgereiht. So kann man sich die für sich passende Lichtmenge zusammenstellen. Jedes Einzelmodul hat eine Leistungsaufnahme von 1,2 W bei 100 mA, so dass in Summe ein einfaches Netzteil für LED-Stripes mit 12V/2A ausreichend ist.

Mit der neuen Beleuchtung komme ich also auf ein wesentlich günstigeres Verhältnis von 1800 Lumen, die nur nach unten strahlen, bei 18 Watt (ohne Netzteil) Leistung.

Ich habe mich für einfaches Tageslichtweiß als Lichtfarbe entschieden.

Im Folgenden zeige ich den Umbau einer Standard-Aquarienabdeckung mit Leuchtstoffröhre auf die LED-Module.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber
  • Lötkolben
  • Metallsäge
  • Winkel
  • Seitenschneider
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Materialliste
  • LED-Module
  • Alu-Schiene
  • Metallwinkel
  • Kabelbinder
  • Schrumpfschlauch
  • doppelseitiges Klebeband
  • Netzteil für LED-Module

Los geht's - Schritt für Schritt

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Demontage und Reinigung

Die Aquarienabdeckung habe ich gebraucht und kostenlos von einem befreundeten Aquarianer zur Verfügung gestellt bekommen. Eine geschenkten Barsch schaut man ja nicht hinter die Kiemen, aber das gute Stück war doch etwas verkalkt und schmutzig.
Nachdem die nicht mehr benötigte Röhre und Elektrik entfernt war, habe ich die ganze Abdeckung dann noch von Schmutz und Kalk befreit.

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Einbau Alu-Schiene

Für die Anzahl der LED-Module war auf dem Kasten, der die Drossel für die Leuchtstoffröhre beheimatete, nicht genügend Platz. Zudem wäre die Beleuchtung zu weit hinten im Aquarium gelandet. Deshalb habe ich an die Stelle, an der vorher die Röhre war, mit zwei Winkeln eine Alu-Schiene befestigt, die ich noch in meinem Fundus hatte und nur noch auf die richtige Länge geschnitten werden musste. Die Alu-Schiene habe ich mit den Winkeln so montiert, dass sie mit der restlichen Fläche möglichst eine Ebene bildet und somit die LED später alle auf einer Höhe sind.

Zum groben Anzeichnen der Länge habe ich einen Winkel zu Hilfe genommen, damit der Schnitt auch schön gerade wird. Mit einer einfachen Metallsäge ging das Kürzen recht schnell. Die scharfen Grate des Aluminiums habe ich mit einer kleinen Schlüsselfeile entfernt.

Zur Befestigung habe ich kleine Blechschrauben verwendet, die im Kunststoff der Abdeckung und im Aluminium gut halten. Zuvor habe ich dafür Löcher vorgebohrt.

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LED Montage

Die LED-Module sind fertig montiert auf einem Kabelstrang wie eine Lichterkette geleifert worden.

Von dieser Kette habe ich mir für diese Abdeckung 15 Module abgeschnitten.

Nachdem ich mir die Module auf der Montagefläche einmal grob ausgerichtet hatte und ich entschieden hatte, wie ich sie anordne (für das Licht im Aquarium spielt es bei 150° Abstrahlwinkel nicht so genau die Rolle, aber es soll ja auch vernünftig aussehen, wenn man mal den Deckel aufmacht), habe ich zunächst die äußeren Module befestigt und dann in gleichen Abständen die mittleren.

Jedes Modul hat auf der Rückseite einen Klebestreifen. Der Klebestreifen hält sehr gut. Da ich mir aber nicht sicher bin, wie der Kleber auf Dauer mit der Feuchtigkeit im Aquarium auskommt, habe ich die Module zusätzlich jeweils mit einer Blechschraube angeschraubt. Dafür ist auch an jedem Modul eine Öse vorgesehen.

Das eine Ende der „Lichterkette“ habe ich dann mit dem Netzteil verlötet und die Lötstelle mit Schrumpfschlauch wasserdicht verpackt. Ich habe mich in der feuchten Umgebung des Aquariendeckels gezielt dafür entschieden, keine Steckverbindung zu verwenden, auch wenn es sich um Niederspannung handelt.

Das andere Ende habe ich einmal umgeknickt und auch mit einem Schrumpfschlauch versehen, damit da keine Feuchtigkeit ins Kabelende eindringt.

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Deckel verkleben und Betrieb

Jetzt blieb noch der offene Schacht, in dem einmal die Drossel für die Leuchtstoffröhre untergebracht war. Der Schacht war nun, mal abgesehen, dass auf der Unterseite die LED-Module dran kleben, komplett ohne Funktion, so dass ich den zugehörigen Deckel, der vorher auch schon verklebt war, einfach wieder einklebte. Der Einfachheit halber, und weil da auch keine nennenswerte Kraft einwirkt, habe ich dafür einfach doppelseitiges Klebeband verwendet.

Nun blieb nur noch, die Abdeckung auf dem neu eingerichteten Aquarium auch noch in Betrieb zu nehmen.

Mit dem Licht bin ich zufrieden.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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