Alpenländische Weihnachtskrippe (teilbar)

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    25 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Diese Weihnachtskrippe sollte zum 1. auf einen Schrank in die Zimmerecke passen und 2. sollte das Haus/Scheune eine platzsparende Möglichkeit zur Unterbringung bieten, also abnehmbar sein.

Zu der Krippe oder der Landschaft habe ich mir keinen Plan gemacht, so dass ich beim Bauen erst gesehen habe, wohin mich das Projekt führt. War für mich, wo ich mir doch fast immer vorher einen Plan zeichne, mal etwas neues. So ist es dann auch passiert, dass ich etwas fertig baute und es im Laufe der Fertigstellung wieder abgerissen habe.

Die Idee mit dem abnehmbaren Haus war so, dass das Haus auf einer Platte befestigt wird, dass ich dann auf nachher auf die Grundplatte stelle und in das Gelände einarbeite, so dass es ausschaut, als wäre alles zusammen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PEX 220 A  - Exzenterschleifer (elektrisch)
  • PHG 630 DCE  - Heißluftgebläse (elektrisch)
  • PTK 14 EDT  - Tacker (elektrisch)
  • GluePen  - Klebepistole (Akku)
  • PST 800 PEL  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elekt
  • PTS 10 T  - Tischkreissäge, Unterflur-Zugsäge
  • Proxxon KGS 80
  • PRA MultiPower  - Radio (Akku)
  • GSR 10,8 V-LI-2
  • Dremel Versatip
  • übliches Handwerkzeug
  • Raspel
  • Cuttermesser
  • Spachtel klein
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • 1 x Schrauben u. Nägel
  • 1 x Bodenplatte | Sperrholz
  • 1 x Balsaholz | verschiedene Stärken
  • 1 x Holzfaserplatte (12mm)
  • 1 x Styrodurplatten
  • 1 x Holzleisten | Kiefer (verschiedene Stärken)
  • 1 x Modelliergips
  • 1 x Abtönfarbe | verschiedene Farben
  • 1 x Pinsel | verschiedene Größen
  • 1 x Lämpchen | 3,5V
  • 1 x Netzteil | 220/3,2V
  • 1 x Lampenlack
  • 1 x Dekorationsmaterial | Heu, Moos, Tannenzweige, Baumrinde, Sand, Gras, Steinchen, Kiesel, Äste

Los geht's - Schritt für Schritt

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Bodenplatte, Stall und Haus

Begonnen habe ich damit die Bodenplatte des Stalls zu sägen. Darauf zeichnete ich die ungefähre Position so dass die Wände vom Haus und die Holzstäbe vom Stall gesägt werden konnten.

Für die Wände verwendete ich 12mm starke Holzfaserplatten die man sehr gut an der TKS passend sägen kann. Für den Stall dann Kiefer Holzleisten 13 x 13mm. Diese sägte ich an meiner Kapp.- und Gehrungssäge.

Um mehr Stabilität für die Seitenwände zu erhalten, schlug ich kleine Nägel in die Bodenplatte und knipste dann einfach die Köpfe ab. Zusammen mit dem Holzleim stehen die Wände nachher sehr stabil.

Die Ausschnitte für Fenster und Türen schnitt ich mit dem Dremel und einer Trennscheibe rein. So entwickelte sich langsam der Stall mit dem Haus, dass ich dann alles zusammen mit normaler Wandfarbe gestrichen habe.

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Dachbalken, Grundplatte und Gelände

Die Hölzer für den Stall (Dachboden) sägte ich alle vor und damit sie später alt und verwittert aussehen, schliff ich wahllos mit dem Dremel und einem Fräser ein paar Ecken hinein.
Die Stäbe wurden dann anschließend mit dem Fächerschleifer geglättet.

Nun war es an der Zeit mich um die Grundplatte zu kümmern. Dabei stellte sich dann auch die Frage, wie das Gelände aussehen sollte.
Hinter dem Stall war ja nun Platz und überlegte, wie ich den nutzen konnte. Ein Felsen wäre nicht schlecht und dazu habe ich grob ein paar Stücke von einer Styrodurplatte abgeschnitten und zusammen gesetzt. Hat mir aber nach etlichen stellversuchen aber alles nicht gefallen, denn der Felsen würde schon riesig werden, wenn erst mal das Dach auf dem Stall ist.

Alles auf Anfang zurück und entschied mich dazu, dass ich den Stall noch einmal auseinander säge um ihn etwas größer zu machen und einen neuen Standort zu stellen.

Es war Sonntag und der Baumarkt natürlich geschlossen. Für die Grundplatte hatte ich leider kein durchgehende Platte mehr. So schnipselte ich sie mir passend. Danach noch der Rahmen, für eine bessere Steifigkeit, gesägt und unter die Platte geleimt und verschraubt. Weil ja der Stall nun etwas größer geworden ist, mussten ein paar Hölzer neu gesägt, gefräst und geschliffen werden.

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Gelände und Backhaus

Nun ging es daran, dass Gelände zu modellieren bzw. die verschiedenen Ebenen festzulegen. Dazu leimte ich einfach 2 Holzfaserplatten übereinander und zeichnete grob die Weg ein.

Ein Backhaus musste her. Dazu klebte ich 2 Styrodurreste aufeinander und zeichnete grob die Form ein, dann nur zurecht sägen und mit der Raspel feilen. Danach mit dem Dremel die Aushöhlungen fräsen.

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Holz lasieren. Backhaus feinschliff und das Dach

Die Holzteile beizte ich im passenden Farbton und nach dem trocknen strich ich sie noch mit stark verdünnter weißer Farbe ein. Dies gibt dann auch einen verwitterten touch.
Diese Teile konnten nun fest am Stall und Haus verleimt werden.

Die 2 Türen stellte ich aus Balsaholz her dass ich vorher mit einer Messingbürste strukturierte und anschließend mit dem Fächerschleifer glatt machte. Auch diese Teile konnten nun gebeizt werden. Die Hölzer für den Dachstuhl sägte ich mir wieder passend, befestigte die Beleuchtung und klebte sie mit der Heißklebepistole fest. Anschließend wieder alles beizen.

Das Backhaus hat nun ein neues Dach bekommen bzw. ich habe es statt rund auch eckig gemacht. Passt besser zum Stall, denke ich.

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Dachstuhl, Stallrückwand Außenwände

Für den Dachstuhl sägte ich wieder die Holzleisten mit der Kappsäge passend und stellte sie zur Probe auf. Nachdem alles passte, leimte ich sie fest und beizte sie.

Nun kam die Rückwand vom Stall dran. Um das nicht alles gleich ist, brach ich aus einer Balsaholzplatte einfach unregelmäßig kleine Stücke ab bearbeitete die vor dem beizen auch wieder mit der Messingbürste und dem Fächerschleifer.

Dann anleimen und beizen. Zeitgleich schnitt ich die passenden Platten für den Dachboden und das Dach und beizte dann alles zusammen.

In der Zeit wo das alles trocknet, mischte ich mir aus Modellgips eine Masse an und trug diese mit einem Pinsel auf, womit die Außen.- und Innenwände Struktur erhalten sollen. Wie so ne Art von Rauputz. Aus dem übriggebliebenen Gips stellte ich ein paar Bruchstücke her die mir nachher als kleine Felsen und Geröll dienen sollen.

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Gelände und Felsen

Nun ging es wieder an das Gelände. Ich probierte hin und her bis ich für mich die passende Lösung gefunden habe. Dazu verwendete ich den Dremel mit runden Fräser, ein Messer und eine Raspel.

Dann ist mir noch ein Stück Baumrinde in die Hände gefallen das sehr gut als Berg im Hintergrund passen würde. Wieder mischte ich etwas Gips mit viel Wasser an und bestrich die Rinde damit. Deshalb sehr dünnflüssig, damit es auch in die feinen Ritzen laufen kann.

Nach dem trocknen pinselte ich es mit hellgrauer Farbe ein.

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Das Dach

Für die Dachschindeln verwendete ich auch wieder Balsaholz das nur gebrochen wurde und leimte diese auf das Dach. Nachdem alles fest war konnte ich mit der Messingbürste auch wieder die Maserung besser heraus bringen. Mit einem breiten Pinsel trug ich die Beize auf und wischte gleich wieder mit einem Schwamm darüber. Dadurch ergaben sich unregelmäßige helle und dunkle Stellen.

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Felsen lasieren

Den Felsen (die Rinde) hatte ich ja schon mit hellgrauer Wandfarbe gestrichen. Um die richtige Färbung und Strucktur zu erhalten, muß man mit verschiedenen Farbtönen in mehreren Schritten vorgehen.

Schritt 1 ein ganz helles grau mit einer Spur von Ocker und Braun. Dieser Anstrich muss komplett durchgetrocknet sein bevor es mit dem 2. Anstrich weitergeht.

Mit einem trockenen Pinsel wird das Ocker an verschiedenen Stellen leicht auftragen.

Wenn das auch getrocknet ist mische ich mir eine sehr verdünnte Lasur mit Schwarz und Braun an. Diese streiche ich auf den Felsen und tupfe die noch nasse Fläche mit einem Schwamm leicht ab. So bleibt in den Vertiefungen die dunkle Lasur stehen und es ergibt sich eine noch bessere Tiefenwirkung.

Dies kann man denn noch an verschiedenen Stellen die noch dunkler werden sollen einfach wiederholt werden

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Wege sanden, Gelände begrünen und Zaun setzen

Auf dem Gelände hatte ich mir ja Wege eingezeichnet die ich mit brauner Abtönfarbe gestrichen hatte. Diese strich ich nun dick mit Holzleim ein und streute einfachen Spielsand darauf.

In der Zwischenzeit wo das alles trocknete, kolorierte ich das Backhaus, den Stall und das Haus. Dies machte ich in mehreren Schritten mit einer Mischung der Abtönfarbe in von Schwarz, Braun und Ocker.

Einen Zaun wollte ich auch noch haben und zwickte mir aus keinen Ästen die Porsten und steckte die in die Holzfaserplatten. Dann konnte ich die Bretter, ebenfalls wieder aus Balsaholz brechen und vor dem beizen und anleimen mit der Messingbürste bearbeiten.

Auf dem Boden der Scheune verteilte ich großzügig Holzleim und streute auch da wieder Sand. Ebenfalls begrünte ich den Rest der Fläche mit Streugras den ich mit Hilfe einer speziellen Sprühflasche aufbrachte.

Nun folgten noch ein paar Kleinigkeiten wie Leiter, Türscharniere, Haltering für Tiere an der Wand, Futterkrippe im Stall, Holzbank und Holzscheitel für das Backhaus.

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Dekorieren

Da ich nicht das Auge für das setzen für Grasbüchel oder das Gebüsch habe, konnte ich wieder meine Tochter dazu begeistern die mir dabei geholfen hat.

Als letztes finnisch bestreute ich die Grünfläche noch mit einer Art von Granulat das keine Felsen oder Erdhaufen darstellen soll.

Weil die Krippe ja teilbar ist, musste das Ganze ja nun noch irgendwie fixiert werden und das runterfallen vom Gras zu verhindern. Dazu sprühte ich das Ganze mit Haarspray ein.

Habe das ja so noch nie gemacht, aber es hält tatsächlich.

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Probestellen der Figuren

Ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr mit der Beschreibung gelangweilt habe und vielleicht kann der eine oder andere ja etwas für seine Krippe mit übernehmen. Wenn Fragen bestehen, einfach Mail an mich.

Danke
Euer Tom


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