Absaugung: Absperrschieber und Verteiler

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    25 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Ich habe bereits im letzten Jahr eine Staub- und Späneabsaugung in meiner kleinen Werkstatt installiert, die auf dem Papier ein Luftvolumen von 1.500 m^3/h leisten soll. Gemeinsam mit der Feinstaub-Filterpatrone verrichtet sie ihren Dienst auch klaglos und recht erfolgreich. Bisher sauge ich mit ihr meine Kreissäge und die Hobelmaschine ab. Funktioniert. Alles gut.

Nun habe ich meinen Wirkungskreis um eine kleine Drechselbank erweitert und zusätzlich eine Bandsäge bestellt, die ich hoffentlich Anfang März bekommen werde. Beide Geräte möchte ich an diese bestehende Absaugung anschließen. Das macht (weitere) Absperrschieber notwendig, die ich wegen des Preises der am Markt angebotenen Schieber selber gebaut habe. Auch den Verteiler ist selbst hergestellt. Im folgenden beschreibe ich das.
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass die Schieber erstaunlich dicht sind, aber wahrscheinlich nicht die Güte eines professionellen Schiebers bieten. Auch nehme ich durch diese Holzeinbauten in Kauf, dass die angeschlossene Erdung meiner metallenen Absaugrohre hier unterbrochen wird.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Akku-Schrauber
  • Oberfräse
  • Normale Werkstattausstattung
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Materialliste
  • Multiplex 15 mm | Holz Birke (diverse Reste)
  • 7 x Bundkragen DN 100 | Metall / Fertigteil aus Lüftungsbau (DN100)
  • Sperrholz Reste | Holz (diverse Reste)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Fräsarbeiten

Das Prinzip des Absperrschiebers habe ich mir in diversen Quellen im Internet abgeschaut. Eine Holzplatte mit einer runden 100 mm Öffnung wird zwischen zwei Anschlussplatten hin und her geschoben. Die Anschlussplatten haben ebenfalls je eine 100 mm Öffnung. Wenn die Öffnungen der Anschlussplatten mit der Schiebeplatte deckungsgleich sind, wird dem Luftstrom der Weg frei gegeben. Der Anschluss an die Platten funktioniert mit Bundkragen. Das sind Teile aus dem Lüftungsbau, die man für wenig Geld (Stückpreis inklusive Gummidichtung unter 2,50 €) im Internet kaufen kann. Auf diese Bundkragen kann Lüftungsrohr mit 100 mm Durchmesser einfach aufgesteckt werden. Das ist die Basisgröße, die ich in meiner Absaugung verwende.


Für den Sitz der Bundkragen in den Anschlussplatten habe ich einen Rezess von ca. 1 mm Tiefe eingefräßt. So werden die Bundkragen gehalten und die Schiebeplatte bewegt sich satt zwischen den Anschlussplatten. 
Zur besseren Spannmöglichkeit habe ich die Fräsarbeiten an einer durchgehenden Holzplatte gemacht und erst danach in die einzelnen Teile gesägt.

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Fertige Absperrschieber

Von der Montage habe ich leider keine Bilder. Immer wenn ich mich mal auf mein Holz gestürzt habe, vergesse ich leider Zeit und Planung. In diesem Fall meine guten Vorsätze, alles in Ruhe zu dokumentieren.

Das Prinzip ist allerdings hoffentlich durch die Bilder selbsterklärend. Die äußeren Stege, die die Schiebeplatte führen und die Anschlußplatten verbinden, sind aus dem gleichen Sperrholz wie die Schiebeplatte gemacht. So passt das alles "satt" zusammen und ist erstaunlich dicht. Die Stege sind mit den Anschlussplatten verleimt und genagelt. Auf beiden Enden der Schiebeplatte sind Greifklöze angebracht, die gleichzeitig als Anschläge dienen.

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Verteiler

Ich möchte auf der der Absaugung gegenüberliegenden Seite meiner Werkstatt Drechselbank und Bandsäge betreiben. Grundsätzlich könnte ich hierzu zwischen den Geräten den Absaugschlauch immer umstecken, da beide Maschinen nie gleichzeitig laufen werden. Aber dazu bin ich schlicht zu faul und der Alu-Schlauch wird dadurch bestimmt auch nicht besser. 

Also habe ich eine Verteilung ersonnen. Die Idee kam wieder aus dem Internet, dort gibt es auch hierzu wieder fertige Lösungen, aber das war mir zu teuer und zu der Selbstbau reizte mich. 
Den Körper habe ich aus 18 mm Multiplexplatten-Resten zusammengebaut. Ich habe eine 60°-Gehrung mit der Tischkreissäge (plus Hilfskonstruktion) hergestellt, um die Teile zu fügen. Nicht sooo perfekt, aber passt schon.  ;o)
Auf die Unter- und Oberseiten habe ich einen Absatz gefräst, um die Seitendeckel einkleben und nageln zu können. Passte recht gut.
Die bereits bekannten Bundkrägen kamen auch hier wieder zum Einsatz. Hier aber einfach aufgeschraubt. Mit doppelseitigen Klebeband unterlegt, um ein wenig Dichtung zu erhalten. 

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Fertig und montiert.....

Bleibt nicht mehr viel zu sagen. Angeschlossen sind die Absperrschieber mit Rohrstücken DN100. Die flutschen satt auf und werden von der Gummidichtung der Bundkrägen gut gehalten. Die Schieber funktionieren wirklich leichtgängig, sind aber trotzdem recht dicht.

Jetzt freue ich mich auf meine Bandsäge und harre der Späne, die da abgesaugt werden wollen.
Wer es bis hierher gelesen hat, dem danke ich für seine Geduld. :-)


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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