3 D Blume als Imitationsversuch einer CNC-Fräsarbeit

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Ich bin jedes mal total begeistert, wenn ich diese mehrlagigen Motive sehe, die man mit einer CNC-Fräse produzieren kann. Hauchdünnes Sperrholz und dann mehrere Lagen übereinander und nach oben hin wird das Motiv immer schmäler und kleiner. Dadurch entsteht ein schöner 3 D-Effekt, der mir sehr gut gefällt.

Trotzdem werde ich mir nie eine CNC-Fräse kaufen, da diese ja genau die Arbeit übernimmt, die mir so großen Spaß macht - nämlich das feine, filigrane sägen.
Da mir aber die Ergebnisse so gut gefallen, habe ich jetzt einfach mal mit meiner Dekupiersäge versucht das nachzuahmen.
Schaut bitte selbst, was dabei heraus gekommen ist.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge,  Multicut S2
  • Holzleim, Schleifpapier
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Materialliste
  • 1 x große Sperholzplatte | beste Qualität (5mm dick)

Los geht's - Schritt für Schritt

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das Motiv

Im Internet gibt es mehrere Videoanleitungen, wie man ein Motiv per Bildbearbeitung so verändern und bearbeiten kann, dass man letztendlich in mehreren Schichten Vorlageblätter bekommt, die einem mit der CNC-Fräse erstellten Bild ähnlichem Ergebnis liefern.

Eigentlich habe ich mich schon recht gut in das Programm eingearbeitet. Aber die letzten Tage war es so heiß, dass ich unbedingt in meine Werkstatt musste, da diese jetzt angenehme 10 ° Grad hat und ich im Gegensatz zum Winter die Kühle dort derzeit richtig genieße. Daher war ich sehr froh, als ich im Internet eine Vorlage fand, die ich gut für meinen Zweck nutzen konnte ohne noch lange Computerprogramme zu üben.
Vorlage ausgedruckt und sofort ging es ab in den Keller.

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Holz vorbereiten, Vorlage aufkleben - markieren

Für diese filigrane Arbeit habe ich mir von einem renommierten Holzhandel eine teure 5 mm Sperrholzplatte feinster Qualität bestellt. Ich habe bewußt sehr teuer gekauft um nach dem Sägen nichts mehr schleifen zu müssen, da jeder 10tel Millimeter, den ich weg schleifen muß, später mein Motiv unregelmäßig werden läßt.

Aus dieser Platte habe ich mir 5 gleich große Platten zurecht geschnitten.
Dann habe ich alle fünf zusammen geklebt und nochmals 100% rechteckig im Stapel geschnitten, damit wirklich alle fünf Platten gleich groß sind
Anschließend habe ich meine ausgedruckten Vorlagen aufgeklebt und jede Platte auf der Rückseite gekennzeichnet, damit später alle auch richtig herum auf einander zu liegen kommen, also rechtes obere Eck vom Stapel überall dann nach dem Aussägen auch rechts oben ist.

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Löcher für Innenschnitte bohren und Innenschnitte sägen

Begonnen habe ich mit der untersten Platte, da diese die wenigsten Löcher hat und am stabilsten ist. Dann habe ich die mittlere genommen und dann die obere. In jede Platte habe ich die Löcher für die Innenschnitte gebohrt und dann ausgesägt. Hierfür habe ich ein feines Sägeblatt Nr 1 genommen.

Eigentlich hatte ich vor, zuerst alle Platten zu sägen und dann erst aufeinander zu legen. Abr mitten beim Sägen packte mich so die Neugierde, wie das wohl aussehen wird, dass ich immer nur einen Teil jeder Platte ausgesägt habe um möglichst schnell einen optischen Test machen zu können. 

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die große Enttäuschung

Als ich dann die erste Platte komplett fertig gesägt hatte und vorsichtig meine Vorlage abzog, kam schlagartig die Ernüchterung: das so teuer gekaufte Holz war nicht die versprochene Qualität. Die Oberfläche war nach dem Abziehen an manchen Stellen extrem rau. So hatte ich das noch nie, obwohl ich seit Jahren nach der gleichen Methode und mit den gleichen Werkstoffen und mit dem gleichen Tesa arbeite.

Jetzt musste ich jede Plattenoberfläche erst einmal fein nachschleifen.
Ich mag so ungerne schleifen...

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Grundplatte gestalten

Die ausgesägten Motivplatten sollten ja auf die unterste, die Grundplatte geleimt werden. Ursprünglich hatte ich vor, alles in dr Naturfarbe des Sperrholzes zu lassen. Als ich mir das so hinlegte, überzeugte es mich nicht so 100%ig. Daher habe ich die Grundplatte mit Holzlasur eingepinselt und nach dem Trocknen alle noch nicht geschliffenen Motive darauf angeordnet und abfotografiert. Dann habe ich die Reserveplatte genommen  und wieder alle Motive angeordnet und fotografiert. Danach habe ich beide Fotos gleichzeitig geöffnet und so prima einen Vergleich gehabt. Mir hat dann die farbige Variante doch besser gefallen.

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Verleimen und Fertigstellung

Vorsichtig habe ich auf die unterste Platte mit Holzleim bestrichen und auf die Grundplatte geleimt. Anschließend habe ich eine Glasplatte darüber gelegt und dann zum Trocknen mit Schraubzwingen befestigt. Ich hatte Bedenken, dass mir das alles vielleicht beim Pressen doch verrutschen könnte und deshalb die Glasplatte. Überschüssigen Leim habe ich ganz vorsichtig mit einer Stopfnadel abgekratzt.

Dann habe ich nach dem Trocknen das genau so mit der zweiten und der dritten Platte gemacht.
Zum Schluß wurde alles noch mit Mohnöl ganz dünn eingepinselt.

Mein  3-D-Motiv ist fertig. Es sieht tatsächlich ähnlich aus, wie die, die mit diesen CNC-Fräsen produziert werden.
Es gefällt mir sehr gut und ich werde da sicherlich noch weiter damit herum experimentieren, weil es mir viel Spaß gemacht hat.

Ich hoffe, Euch gefällt dieses Projekt und ich bedanke mich fürs Lesen.


Rechtlicher Hinweis

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