2-1 Maschinen-Tisch (Drehtisch mal anders)

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Ich habe schon länger eine Kapp-Säge aber kein passendes Untergestell.
Also mussten die bisherigen Schnitte auf dem Boden vorgenommen werden.
Da mein Rücken das aber gar nicht so lustig findet, brauchte ich dringend ein „Untergestell“.
Da sich meine Garage immer mehr füllt und ich mich von nichts trennen möchte, aber immer mehr Werkzeug dazu kommt, musste eine Lösung her.
Ich plante also einen Drehtisch der etwas anderen Art mit integrierter Verlängerung für längere Materialien.
Da ich während der Arbeitschritte 1-2 Denkfehler hatte und teilweise die Hölzer kürzen musste, habe ich in der Materialliste die Maße des Endergebnis genommen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Tischbohrmaschine
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Materialliste
  • 4 x Kantholz (58x58x600)
  • 2 x Kantholz (58x58x810)
  • 6 x Kantholz (58x58x750)
  • 2 x Leimholzplatte (800x600x18)
  • 2 x Leimholzplatte (340x600x18)
  • 2 x Leimholzplatte (1200x200x18)
  • 2 x Holzbrett (1500x190x28)
  • 6 x Kantholz (58x58x190)
  • 1 x Forstner Bohrer (22)
  • 4 x Ringschrauben (M8x80)
  • 1 x Rundrohr (880x22)
  • 4 x Sechskantschrauben (M6x40)
  • 4 x Sechskantschrauben (M6x80)
  • 4 x Schrauben (M8x100)
  • 6 x Schrauben (M6x80)
  • Div x Schrauben
  • Div x Unterlegscheiben
  • 6 x Sterngriffmuttern (M6)
  • 8 x Sterngriffmuttern (M8)
  • Dachlatten (24x45)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Das Grundgerüst

Um die Maße für die Tischplatte zu ermitteln, habe ich die Kapp-Säge auf die Leimholzplatte gestellt.
Es hat sich für mich rausgestellt, dass 800x600 eine gute Größe ist.
Dann habe ich die Kanthölzer um die Tischplatte gelegt um die weiteren Maße zu nehmen.
Eigtl. sind die Maße ja schon durch die Tischplatte vorgegeben, aber ich wollte mir das ganze trotzdem lieber noch mal vor Augen halten.
Dann habe ich mein neues „Spielzeug“ mal ausprobiert um versteckte Bohrlöcher zu fertigen, was auch gut funktionierte.
Also Löcher gebohrt und die Kanthölzer zum Rahmen verbunden.

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Seitenträger und Trägerbalken

Die Seitenträger habe ich dann auch mit versteckten Bohrlöchern versehen.
Ich hatte je Balken im unteren Bereich 4 Bohrlöcher und im oberen Bereich 4 Bohrlöcher auf den ggü liegenden Seiten.
Außer im Seitenträger der in der Mitte platziert wurde, da habe ich im oberen Bereich nur außen je 1 Loch gesetzt, damit im Fall der Fälle keine Schraube dem später einzusetzendem Rundrohr im Weg ist.
Mit Hilfe vom Schlosser-Winkel habe ich die Seitenträger auf dem Grundgerüst befestigt.
In die Trägerbalken habe ich mittig mit der Tischbohrmaschine je ein Loch gebohrt ca 4cm tief, in das später das Rundrohr gesteckt wird.

Auf dem Bild ist noch ein Holzbalken waagerecht im oberen Bereich der aber nur beim befestigen Diente, danach konnte er entnommen werden.
Die Trägerbalken habe ich vorerst nur aufgelegt, da die Tischplatte noch eingesetzt werden musste.

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Tischplatte vorbereiten

Da ich mir die Tischbohrmaschine vom Nachbarn geliehen hatte (eigtl nur im die Löcher im Trägerbalken sauber zu Bohren), nutze ich diese gleich für weitere Schritte.
In die Holzplatte auf der die Kapp-Säge kommt, bohrte ich kleine Aussparrungen um die Schrauben für die Ringschrauben zu verstecken (wie,wo,was? Erklärt sich später fast von allein)
Da ich kein Bauplan hatte, setzte ich die Löcher etwa 2cm vom Rand entfernt und Hoffte das alles gut geht.
Dann habe ich die Mitte ausgelotet und das Rohr platziert.
Dachlatten die ich auf breite der Tischplatte sägte, habe ich vor und hinter das Rohr gelegt.
Erst eine Dachlatte festgeschraubt und dann mit Zwingen die andere, damit das Rohr nicht viel Spiel hat.
Anschließend habe ich in die Dachlatten, die an den Außenpunkten sind, Aussparungen mit Hilfe der Tischbohrmaschine gebohrt und später einigermaßen sauber geschliffen.
Eine Fräse wär da deutlich hilfreicher gewesen, aber Not macht erfinderisch.
Nachdem ich dann 2 Rechtecke aus Dachlatten gebildet hatte, habe ich die restlichen Dachlatten entsprechend gesägt und die Hohlräume gefüllt (da hatte ich leider kein Foto gemacht).
Dann die zweite Holzplatte drauf und fertig.

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Tischplatte einbauen

Nun habe ich die Tischplatte mit dem Rohr in die beiden Trägerbalken gesteckt und diese Balken mit den Seitenträgern befestigt.
Und auch hier hatte ich wieder mehr Glück als Verstand.
Die Tischplatte ist durch die 2 Holzplatten und Dachlatte nur 2mm dicker als der Trägerbalken.
Also schließt die Platte fast Bündig ab.
In die Trägerbalken habe ich mit der Stichsäge noch Aussparungen gesägt, die auf Höhe der Aussparungen der Tischplatte sind.
Die vorgebohrten halbtiefen Löcher in der Tischplatte habe ich dann mit einem dünneren Bohrer durchgebohrt.
Nun konnte ich in die Aussparung die Ringschraube setzen, diese in der Tischplatte mit Schrauben, Unterlegschreiben und dazugehöriger Mutter sichern.
Ans andere Ende kamen die Sterngriffe.
Somit kann die Tischplatte nach Belieben gelöst-gedreht-festgestellt und wieder gelöst-gedreht-festgestellt werden.

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Erste Testrunde

Die Kapp-Säge hatte ich dann so platziert, wie ich es als richtig empfand.
Löcher markiert, mit dem Forstner Bohrer wieder vorgearbeitet und mit dünnerem Bohrer durchgebohrt.
Die Kapp-Säge kann nun befestigt werden und die andere Seite ist dank Forstner Bohrer weiterhin als glatte Fläche für ein anderes Werkzeug zu gebrauchen.

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Stützen für längere Werkstücke

Da man ja auch mal etwas längeres Holz sägen muss, musste auch eine Verlängerung her.
Also habe ich mir, wie auf Bild 1 zu sehen, eine Möglichkeit ausgedacht.
Bild 2, da war das Ganze noch etwas weiter gesponnen- eine mögliche Rückwand die genau auf Höhe der Kapp-Säge abschließt.
Sinn und Zweck der ganzen Sache sollte sein, dass diese Verlängerung höhenverstellbar ist.
Da ich noch nicht zu 100% weiß, welche Maschine auf die andere Seite kommt.
Habe ich die Verlängerung erst mal nur auf die Kapp-Säge ausgerichtet.
Unter das Verlängerungsbrett (waagerecht) habe ich am Ende ein Kantholz geschraubt (was aus den Resten übrig geblieben war).
Dann habe ich zur Höhenverstellung in die Leimholzplatte mit Hilfe der Kapp-Säge Schlitze als Führungsnut gesägt, die auf Höhe der Seitenträger verläuft.
Im oberen Bereich habe ich dann eine Mulde für das Verlängerungsbrett gesägt, damit dieses nicht nach links oder rechts verrutschen kann.
Das Kantholz verhindert, dass das Brett nach vorne bzw. zur Seite rausgezogen wird.
Am Boden habe ich ein weiteres Kantholz angebracht, auf diesem wird die diagonale Stütze abgestellt.
Dann hatte ich das Verlängerungsbrett mit einer Wasserwaage versehen und die diagonale Stütze in Position gebracht.
Auch dort habe ich unter dem Verlängerungsbrett ein Kantholz angebracht.
Die Kanthölzer hatte ich mit der Kapp-Säge bearbeitet, damit eine Aussparung entsteht.
Auf einem Bild ist die Höhenverstellung nur mit einem Schlitz, da hatte ich ein zu schmales Brett genommen.
Das letzte Bild zeigt die Schrauben, die ich für die Sterngriffe benutzt habe, damit sich die Schrauben nicht mit drehen (wie die Schrauben heißen, weiß ich nicht).
Ein kleines Kantholz habe ich noch zwischen die Seitenträger geschraubt.
Da soll später die Verlängerung bei nichtgebrauch ihren halt bekommen.

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Finish

Zum Schluss habe ich noch Rollen drunter gebaut (eigtl. dachte ich erst an Schubkarren-Räder, weil meine Garageneinfahrt so steil ist, aber die kleinen Rollen funktionieren auch)
Damit die Verlängerung nicht in der Gegend rumliegt, habe ich diese am Projekt befestigt.
Das Beste daran ist, die Kapp-Säge lässt sich auch so bedienen.
Da ist nichts im Weg.
Die Verlängerung habe ich auf entsprechender Höhe (wie die Kanthölzer der Seitenträger) erst mit Zwingen befestigt.
Mit der Forstner Bohrer vorgearbeitet, mit einem 8er Bohrer durchgebohrt und dann die Verlängerung und diagonale Verstärkung mit einem 10er Bohrer erweitert, damit das Aufstecken nicht zur Friemel-Arbeit wird.
Eigtl. wollte ich das Ganze noch mit einer Schublade versehen.
Da ich aber mit der Bosch-Standbohrmaschine liebäugel und ich vom unteren Rahmen bis zur Tischplatte nur ein gewisses Maß habe, würde das Höchstens eine Flachschublade werden und das Lohnt nicht.
Sollte es aber wirklich die Bosch-Standbohrmaschine werden, habe ich ein Problem,
da diese am Fuß etwa 3cm hoch ist.
Die Verlängerung ist momentan noch mit dem 58er Kantholz gegen das Verrutschen gesichert.
Die Verlängerung alleine ist 28mm hoch. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen.
Ggf. noch eine zweite Platte auf die Tischplatte, oder oder oder.
Aber erst mal muss das nötige Taschengeld für die Maschine da sein und dann muss sich noch zeigen ob und wie oft man bei arbeiten mit der Tischbohrmaschine eine Verlängerung benötigt.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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