1/4 gewendelte Treppe

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Ansicht von oben
Seitenansicht
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    50 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

In unserer Garage (ehemaliges Landwirtschafts-Gebäude) war bisher die Treppe vom „alten Haus“ leider endete diese keinen halben Meter vor der Wand. Da ich nun den Boden geschliffen und beschichtet habe war diese schon mal beiseitegelegt worden. Jetzt ist die Chance diesen Zustand zu ändern und mich einer neuen Herausforderung zu stellen. Bezüglich der richtigen Geometrie habe ich mich im Internet belesen. Ein paar Tipps hat mir dann noch ein Arbeitskollege gegeben.
Gleich mal ein paar Worte zur Bebilderung: Ich war beim Bau so in Fahrt dass ich nur ganz wenige Bilder währenddessen gemacht habe. Jetzt wurde das Ganze eben im Nachhinein noch Fotografiert. Ich hoffe man kann trotzdem das ganze nachvollziehen.

Der Preis ist für eine Baudiele, die ich zu wenig hatte und das Schraubenmaterial.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PHO 2000  - Hobel (elektrisch)
  • POF 1400 ACE  - Fräse (elektrisch)
  • GKT 55 GCE
  • GSR 10,8-2-LI
  • GEX 125-1 AE Professional
  • GBH 2-26 DFR Professional
  • Winkelmesser
  • Bleistift, Maßband
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Materialliste
  • alte Baudielen
  • Weißleim
  • Schrauben + Dübel

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planen in Skechup

Gesamtansicht
Stufe 1 + 2
Szufe 3 + 4
Und an die Wand damit

Zu allererst habe ich die Maße genommen (Höhe 2 m, Abstand Podest zur Wand, Mauervorsprung bis zum Tor). Dann mit den Infos aus dem Internet eine Stufenhöhe von 182 mm errechnet. Daraus ergibt sich ein Auftritt von 270 mm (2 x Stufenhöhe + Auftritt = 63 cm) da hab ich die Auftritsfläche etwas gerundet :D. Um die Wendelung hinzubekommen habe ich mir einen Kreis mir der halben Stufenbreite (45 cm) als Radius gezogen. Auf dieser Linie habe ich nun das Auftrittsmaß also die 27 cm gemessen. Dabei habe ich versucht die kurze Seite der Treppenstufen möglichst gleich groß zu bemessen. Beim ersten Plan hatte ich dieses nicht getan was etwas unschön war. Leider hatte ich die Wangen auf der Wandseite bereits nach dem ersten Plan zugeschnitten sodass ich an diese unten noch etwas ankleben musste. Die Stufen sind in der Tiefe noch um 5 cm größer geworden als in der Gesamtansicht da si sich jeweils um 5 cm „überlappen“.
Die Stufen sind also komplett in Sketchup geplant. Diese Maße habe ich mithilfe von Quigo und Wasserwage sowie Zollstock und Bleistift an die Wand gebracht. An der Wand endstanden dann die Maße bzw. die Form der Wangen.

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Leimholz herstellen und die Baudielen reinigen.

Da die Dielen nur knapp 27 cm breit waren musste ich diese miteinander verleimen. Die Reste der Baustoffe (Mörtel, Putz…) habe ich erst mit der Spachtel entfernt. Anschließend habe ich alle Seiten mit dem PHO2000 gehobelt mit ein Millimeter Spanabnahme.
Um saubere Leimflächen zu bekommen habe ich nach groben Zuschnitt die zu verleimenten Flächen aneinander gelegt und mit der Tauchsäge GKS und Schiene genau am Stoß gesägt. Beide Schnittflächen wurden mit Leim bestrichen und anschließend das Ganze mit Zwingen zusammengepresst.

Vom Zuschnitt hab ich leider keine Bilder. Sorry!

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Abrichten

Die fertig verleimten Platten habe ich dann in Bauhof durch die Hobelmaschine gelassen. Dazu habe ich mich Schrittweise an ein annehmbares Ergebnis herangetastet. Die Unterseite der Stufen habe ich nur plan gehobelt, auf die Optik habe ich da keinen Wert gelegt.


Hiervon wurde von mir das fotografieren auch vernachlässigt.

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Zuschnitt und Kantenbearbeitung.

Mit Hilfe der Tauchsäge und der Führungsschiene wurden dann die Stufen bzw, Wangen auf Maß gebracht. Dazu habe ich vorher die Schnittkanten mit Hilfe von Winkelmesser Bleistift und Maßband auf die zu sägenden Leimholzplattenaufgezeichnet.
Mit der Oberfräse POF und einem Abrundfräser (eigentlich zwei)habe ich die sichtbaren Oberkanten der Stufen gerundet. An den Stellen wo die Stufen in die Wangen gesteckt werden habe ich ebenfalls die Unterseite ca. 3cm vom Rand gerundet. Auch die Kanten der Wangen wurden gerundet allerdings mit geringerem Radius.
Beim Zuschnitt der Wangen habe ich darauf geachtet dass ungefähr 5 cm Abstand von der späteren Ausfräsung bis zum Rand stehen bleiben.

Auch von diesem Schritt habe ich keine Bilder. Ich gehe aber davon aus dass die Meisten wissen wie man mit einer Tauchsäge und einer Oberfräse arbeitet.

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Die Aussparungen in den Wangen.

Die Wangen an der Wandseite habe ich an die Wand geschraubt um die Position der Stufen anzuzeichnen. Dazu hatte ich wieder den Quigo, die Wasserwaage , den Bleistift (Diesmal einen normalen keinen Zimmermannsbleistift) und den Zollstock im Einsatz.
Nun noch eine Schablone zum Fräsen gebaut und schon konnte es losgehen. Mit der POF und einem 20 mm Nutfräser habe ich die Aussparungen gefräst in welche die Stufen gesteckt werden sollen. Die Schablone wurde bei jeder Stufe etwas nachjustiert den nachfräsen geht immer und was mal weg ist, ist dann auch weg. Dabei musste ich immer darauf achten mit einer der „runden“ Ausenkanten der Fräse die Schablone abzutasten. So konnte ich Fehler beim Ausrichten der Schablone vermeiden.
(Auf dem Foto ist die Fräse mit einem 8er Fräser zu sehen, da ich dieses im Nachhinein gemacht habe.)

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Der Zusammenbau

Verbindung Stockschraube zu Gewindestange
Eckverbindung
Treppenversatz "Überlappung"

Zuerst wurde die Wange an der Wandseite mit Dübeln und Schrauben an der Wand befestigt. Drei Schrauben wurden durch Stockschrauben ersetzt um die Treppe zusammenspannen zu können. Anschließend wurden die einzelnen Stufen in die bereits montierte Wange gesteckt. Der Gummihammer war hierbei hilfreich da nahezu kein Spiel vorhanden ist. Dann konnten die Wangenteile auf der Raumseite montiert werden hier musste immer abwechselnd auf die jeweilige Position der Treppenstufen mit dem Gummihamer geklopft werden um Stück für Stück die Stufen in die Wange einzubringen. Die Treppe wurde mit drei Gewindestangen welche mit „Hohen Muttern“ mit den Stockschrauben verbunden sind zusammengespannt. Um die Ecke abzustützen wurde ein Kantholz montiert das gleich zwei Funktionen erfüllt. Zum Einen stützt es die Treppe du zum Anderen ist es auch einer der Geländerpfosten. Für das Geländer habe ich noch ein Brett welches auch noch vom Hausbau übrig geblieben ist gehobelt und montiert. Der zweite Geländerpfosten ist wie ein Großteil der Treppe aus einem Stück Baudiele gemacht worden.

P.S. Die Wangen wurden an den Knickstellen noch mit 10mm Rundholzdübeln verbunden und verklebt.

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Oberflächenbehandlung

Die fertige Treppe wurde noch zwei Mal mit Leinölfirnis eingeölt. Einzig die Wange zur Raumseite wurde Ausgespart da diese noch "frisch" war und noch trocknen soll.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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