Testobjekt Messerhalter oder Werkzeughalter

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    29 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Hallo Leute, heute will ich euch von einem kleinem Projekt erzählen, wie ich ein Magnetholz fertigte.Der eine oder andere wird sich fragen, wie ich auf so eine Idee komme, ganz einfach, das Internet ist wie immer Schuld. Beim Stöbern hab ich auf meiner Lieblingseite, na gut, davon gibt es viele, ein Objekt gesehen, das mich faszinierte. Ich fragte mich, wie das funktioniert. Wie kriegt man Holz dazu, magnetisch zu werden, das geht nicht oder?? Ihr fragt euch bestimmt, na ist der jetzt durchgeknallt? Ich sag dann auf eure Frage, nö. Ich wills einfach nur wissen. 

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischbohrmaschine
  • Forstnerbohrer
  • Japansäge
  • Hammer, u.v.m.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Material

Was nehm ich für Holz? Es soll ja schon einwenig gut aussehen, nicht einfach nur Fichte oder ein anderes Weichholz. Da hab ich ein Stück  gefunden, das nicht aus dem Europäischen Raum kommt.
Es ist ein Reststück, was mein Tischler nicht mehr brauchte und in den Ofen sollte, na ihr kennt mich ja. Rettet die guten Stücke vor dem Ofen.
Kanadischer Ahorn, : Ahorn ist sehr weit verbreitet in Europa , Amerika und Kanada
                            Auffällig gleichmäßige Struktur und überwiegend feine Porung
                           Fast weiße bis hellbräunliche oder blass-rötliche graue Färbung
                           Über weiten Bereich reichende Härte, 
                           Spitzahorn und Hard Maple sind deutlich härter als andere Ahornarten
                                                 (Quelle:  http://www.holz-opel.de )

Ich brauchte es nicht einmal schneiden oder hobeln, es kann so bleiben wie es ist. Über Maße mach ich keine Angaben, denn jeder soll selber entscheiden, was für Größen er verwenden will. Ok, ich geh ja schon in den Keller und messe nach. Bei mir sind es 820 mm x 75 mm x 30 mm.
Weiter brauchen wir noch Magnete, die hab ich einfach im Netz bestellt unter: www.magnet-shop.de, da bekommt jeder das, was er braucht. Ich verwendete Neodym Flachgreifer, Durchmesser 25,0 x 8,0 mm mit Senkung, sie halten bis 17 kg, plus zwei Wandhalter aus Kunststoff.

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Zweiter Schritt

Das einteilen des Holzes war der einfachste Schritt, der schwierige Teil kommt erst noch. Wie kriege ich eine hohe Magnetkraft, ohne dass das Messer oder Werkzeug abfällt und ohne dass das Holz auf der einen Seite beschädigt wird? So jetzt erst einmal, an Resthölzern, Testbohrungen machen, bis ich die richtige Tiefe habe. Bei der ersten Bohrung war ich noch nicht tief genug und bei der nächsten durch. Mist, nochmal das ganze. Ein paar Fehlversuche später konnte ich dann die richtige Einstellungstiefe auf das Werkstück übertragen und loslegen.
Bei der Kraft des Magneten hab ich das Holz bis auf drei Millimeter runtergebohrt und jedes einzelne eingepasst.
Der eine oder andere wird sich fragen, warum so starke Magnete? Es kommt auf den Zwischenraum an... je mehr, destso weniger die Kraft des Magneten.
Nachdem alle Bohrungen gemacht wurden, hab ich aus der Küche erst einmal die Messer entwendet und mein Ergebnis getestet ob ich noch Nacharbeiten müsse, nein es passt.

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Dritter Schritt

Nun musste ich die Magnete befestigen. Kleben wollte ich sie nicht und schrauben war auch nicht möglich. 
Eine Lösung musste her, nur wie? Erst einmal ein Kaffee getrunken und dann weiter im Text.
Ha, ich habs, ist ganz einfach, ich verwende kleine Holzpropfen, Genial, aber ich hab keine und schon gar nicht mit 25 mm Durchmesser. Oh man, aber das muß doch gehn. Mh.... . Muß Rundholz immer rund sein?? Ich hab doch noch eine Menge Buchenleisten, die ein wenig auf der Schleifmaschiene.... , jep, das müsste klappen.
Na dann ran an die Arbeit. Eine Leiste reicht, die wird in den Schraubstock gespannt, mit dem Ziehmessern etwas verjüngt und danach auf dem Bandschleifer noch etwas nachgearbeitet, bis es passt. Stück für Stück hab ich  das Holz eingeschlagen und mit einer Japansäge (Kataba Super Hard Compact 180) gekürzt. Ein Tip für euch, wenn ihr mit der Japansäge arbeitet und etwas abschneiden wollt, dann ist es sinnvoll, ein Stück Papier zwischen Sägeblatt und dem Holz zu legen, damit das Werkstück nicht verkratzt wird.

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Farbe

Da das Holz nun soweit fertig ist, soll es jetzt noch etwas farblich gestaltet werden. Dafür hab ich Holzöl von der Firma Lumberjeck  genommen. Der Farbton soll etwas ins Nussbraune gehen, aber er muß unbedingt die Maserung des Holzes beibehalten. Ihr werdet es auf den Bildern sehn, ich hab zuerst das Öl dicker aufgetragen und dieses eine Weile einziehen lassen, bis es gesättigt war, dann mit einem Lappen den Überschuß entfernt. 
Wieder eine gewisse Zeit ruhen lassen und zum Schluß alles noch einmal mit dem Schleifschwamm bearbeiten. Das Ergebnis ist, hoffe ich, gut zu erkennen.
Als letztes wurden noch zwei Wandhalter aus Kunststoff  ins Holz eingelassen, Durchmesser 20 mm, damit es eine nicht sichtbare Halterung hat. Nun noch das ganze anbringen und bestücken, dann ist es fertig.


Rechtlicher Hinweis

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